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Karlsruhe Von jedem städtischen Gebäude gibt es "digitalen Zwilling" - damit ist Karlsruhe "Future Community" und bekommt Fördergelder vom Land

Eine Plattform, auf der von jedem Gebäude der Fächerstadt ein "digitaler Zwilling" erstellt wird: Für diese Idee wurden nun über 95.000 Euro Fördermittel vom Land gewonnen. Damit hat das Projekt der Stadt Karlsruhe von 85 eingereichten Projekten die dritthöchste Summe erhalten. Doch was steckt dahinter?

Digitalisierungsstrategie: Ein sperriger Begriff, der seit zwei Jahren immer wieder durch die Medien geistert. Was sich konkret dahinter verbirgt, zeigt sich zum Beispiel in Karlsruhe: Die Fächerstadt hat erneut Fördermittel für ein Digitalisierungs-Projekt gewonnen.

Der zweite Gewinn in diesem Jahr

Der Wettbewerb "Future Communities" wurde zum zweiten Mal ausgeschrieben und die Stadt war erneut ganz vorne mit dabei. Nachdem bei der ersten Runde des Wettbewerbs im Mai bereits 880.000 Euro für die Umsetzung der City-App gewonnen wurden, wird nun noch einmal eine Idee aus Karlsruhe gefördert: das "integrierte Immobilienmanagement".

Pressegespräch: Gewinnn von Förderung des Landes
Markus Losert, Leiter des Amts für Informationstechnik Karlsruhe. | Bild: Tim Carmele

"Ziel ist, dass wir von jedem der städtischen Gebäude einen 'digitalen Zwilling' haben", sagt Markus Losert, Leiter des Amtes für Informationstechnik. Auf einer Plattform können dann die Gebäude virtual-reality-mäßig betreten werden. "Wenn in einem Raum ein Beamer angebracht ist, reicht ein Mausklick und wir kennen alle technischen Details des Gebäudes", erklärt Ulrike Brecht von SAP, einem Partner des Projektes.

Brecht erklärt die Funktionsweise der Plattform an einem Beispiel: "Wenn im Rathaus die Fensterdichtungen erneuert werden müssen, kann im System für alle Mitarbeiter leicht zugänglich nachgesehen werden, wann die Fenster eingebaut wurden, ob sie schon einmal abgedichtet wurden und welche Unternehmen beteiligt waren", sagt sie. 

"Wir möchten eine Führungsrolle einnehmen"

Damit sollen die gesamten Daten der Gebäude, die im Eigentum der Stadt sind, auf einer Plattform zusammengeführt werden. Die architektonischen Pläne, Renovierungen - sogar welcher Bodenbelag in welchem Raum liegt - all diese Informationen sollen in der neuen Plattform vereint werden. Diese Inventarisierung der städtischen Gebäude ist von Vorteil für die Stadt. "Wir möchten außerdem bei der Digitalisierungsstrategie eine Führungsrolle einnehmen", sagt Bürgermeister Albert Käuflein. 

Pressegespräch: Gewinnn von Förderung des Landes
Bürgermeister Albert Käuflein. | Bild: Tim Carmele

Mit dem integrierten Immobilienmanagement sollen in Zukunft die Mitarbeiter entlastet werden: Denn die Daten der Gebäude liegen im Moment noch an unterschiedlichen Stellen verteilt und müssen bei Bedarf erfragt und herausgesucht werden. 

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Kommentare (16)
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  •   Ibau
    (1 Beiträge)

    20.12.2018 18:37 Uhr
    KA digital - lächerlich
    Karlsruhe möchte sich hier als digitale Stadt präsentieren und kassiert auch noch dafür ab. Ich finde es mehr als peinlich, wenn KA als Universitätsstadt nicht einmal fähig ist die Bebauungspläne der Stadt ins Internet zu stellen. Jedes Kaff ist hier besser aufgestellt. Man muss persönlich auf dem Bauamt vorbei schauen - lachhaft!!!
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  •   ramius
    (188 Beiträge)

    19.12.2018 18:47 Uhr
    Gibt es doch schon längst
    Nennt sich Gebäudeverwaltung / Facility Management.
    Da kann man die Daten für den Beamer oder das Fenster schon lange digital abfragen.
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    19.12.2018 16:44 Uhr
    alles erfassen....
    ob da die Grünen einverstanden sind?
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    19.12.2018 17:24 Uhr
    Warum nicht?
    Manche haben sogar schon mit der Standortfreigabe ihres Handys bewiesen an einem bestimmten Ort nicht gewesen zu sein. zwinkern
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  •   dipfele
    (5589 Beiträge)

    19.12.2018 16:21 Uhr
    Und warum kann man das.....
    …. nicht "Zukunft Stadtverwaltung" o.ä. nennen?
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  •   myopinions
    (991 Beiträge)

    19.12.2018 15:28 Uhr
    ...............erstaunlich, dass man
    für so etwas "Fördermittel" erhält.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    19.12.2018 16:12 Uhr
    Logisch,
    damit werden niedrig qualifizierte IT-Arbeitsplätze gefördert. Irgendjemand muss diese Datenbanken ja erstellen. Eigentlich Praktikantenarbeit.
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  •   Nachteule
    (676 Beiträge)

    19.12.2018 14:53 Uhr
    Sorry, aber ich muss es doch laut sagen
    Mich erinnert das irgendwie an Beschäftigungstherapie - in diesem Fall Selbstbeschäftigungstherapie. Und ob es wirklich soviele Mitarbeiter in der Stadtverwaltung gibt, die sich dafür interessieren, wann in welchem Gebäude und welchem Fenster neue Dichtungen eingebaut wurden, wage ich auch zu bezweifeln. Aber im Windschatten der Digitalisierung segelt inzwischen alles Mögliche mit. Hauptsache, es gibt Kohle dafür. Dass mein Telefon im Auto alle paar Kilometer ausfällt, interessiert dagegen keinen. Aber fahrerlos mobil sein, will man schon bald und auch dieses Projekt hat die Stadt an Land gezogen...
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  •   andip
    (9866 Beiträge)

    20.12.2018 08:36 Uhr
    Die Mitarbeiter interessiert das nicht
    Aber heutzutage muss ja jeder Furz dokumentiert werden, es könnte ja deswegen die Welt untergehen.
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  •   ALFPFIN
    (6833 Beiträge)

    19.12.2018 14:44 Uhr
    Wenn man bedenkt,
    dass wir zu Beginn zu meiner Dienstzeit einmal eine Bestandsaufnahme der Arbeitsräume (jede Abteilung getrennt) machen mussten, weil keine Unterlagen mehr vorhanden waren, nix virtual-reality-mäßig, sondern mit Maßstab, Rechenschieber und Fotoapparat, dann ist das alles schon ein gewaltiger Fortschritt. grinsen
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