Karlsruhe Testnutzer für neue Verkehrs-App gesucht: Mobilitäts-App der AVG soll deutschlandweit Fahrkartenkauf vereinfachen

Eine App für die Deutsche Bahn, eine für das Carsharing und dann noch eine für den regionalen Busanbieter - der Dschungel der Smartphone-Apps scheint undurchdringbar und undurchschaubar - zu viele Anbieter drängen auf den Markt. Und doch kommt man mit nur einer App kaum ans Ziel. Das soll sich nun ändern. Für eine neue digitale Plattform sucht die AVG nun Tester.

Der gesamte öffentliche Verkehr in Deutschland vereint in einer App: An dieser Vision arbeiten derzeit mehr als 20 Verkehrsunternehmen im Rahmen der Initiative Mobility inside, darunter auch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Um dem Ziel näherzukommen und die neue digitale ÖPNV-Plattform weiterzuentwickeln, sucht die AVG Testnutzer für die App.

Mobility inside Tester gesucht APP
Für die neue App sucht die AVG Tester. | Bild: AVG

"Die Projektpartner von 'Mobility inside' wollen den Kunden am Ende ein komfortables und einfach zu bedienendes System anbieten. Wir möchten daher diese App auch zusammen mit den Kunden von morgen entwickeln. Die Teilnehmer der Studie sollen die Testversion auf Herz und Nieren prüfen und uns dann ein konstruktives Feedback geben. Diese Rückmeldung der Nutzer ist für uns sehr wichtig, um das Produkt weiter zu verbessern", wird AVG-Geschäftsführer Alexander Pischon in einer Pressemeldung der Verkehrsgesellschaft zitiert.

Eine Plattform soll Buchungen vereinfachen

Mit "Mobility inside" wollen die Projektpartner den gesamten öffentlichen Verkehr über eine App auf einer digitalen Plattform vereinen und dabei die verschiedenen Verkehrsträger wie ÖPNV, Fernverkehr, Car- oder Bikesharing miteinander verknüpfen. Der Anspruch der App ist es, für den Kunden die ideale Fahrt finden - angepasst an das individuelle Mobilitätsprofil des Nutzers. Verschiedene Verkehrsmittel werden auf Kundenwunsch miteinander bei der AVG-Suche kombiniert. 

Seine Wünsche kann der Nutzer dabei jederzeit anpassen. Außerdem können Tickets von Tür zu Tür "spielend leicht" gebucht werden, also für den ÖPNV in der Startstadt, den Fernverkehr in die Zielstadt und schon vor der Ankunft für den ÖPNV am Zielort. Später sollen auch Leihräder, Carsharing-Autos und Taxis über die App gebucht werden können. Die Kosten für die gesamte Strecke haben die Kunden dabei immer direkt im Blick.

KA Apps KVV
Es gibt bereits eine App des KVV - bald könnte die aber Teil der deutschlandweiten App sein. | Bild: Screenshot Play Store

An der App-Entwicklung beteiligen sich neben der AVG auch beispielsweise die Deutsche Bahn (DB), der Rhein- Main Verkehrsverbund (RMV), Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die Dortmunder Stadtwerke (DSW 21), die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), der RheinNeckar Verkehr (RNV) oder die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Weitere Verkehrsunternehmen und -verbünde sollen nach und nach in die App integriert werden.

 

Wer kann teilnehmen?
Die Teilnehmer der Testphase, die bis Ende des Jahres dauert, müssen volljährig sein und ein iOS-Gerät ab Version 11 zur Verfügung haben. Laut AVG soll die App später auch für Nutzer von Android-Betriebssystemen verfügbar sein.

Über die Website community.mobilityinside.de kann man sich als Mitglied für die Test-Community von Mobility inside bewerben. Nach dem Ausfüllen eines kurzen Online-Fragebogens - abgefragt werden unter anderem die bisherige Nutzung von ÖPNV-Angeboten oder von Mobilitäts-Apps - werden die Teilnehmer für die Testphase dann nach repräsentativen Gesichtspunkten ausgewählt.

 

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