Karlsruhe Hoher Ministerinnen-Besuch am KIT: Es geht um die Zukunft der Forschung in Karlsruhe

Seit knapp 10 Jahren gibt es das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wie wir es heute kennen. Bis 2009 hieß die Einrichtung nur Uni Karlsruhe. Mit dem Zusammenschluss der Uni mit dem Forschungszentrum, dem heutigen Campus Nord, war das KIT geboren. Um das auch in Zukunft weiterentwickeln zu können, haben die Bundesministerin für Bildung und die Ministerin für Forschung des Landes Baden-Württemberg an diesem hochsommerlichen Freitag das KIT besucht.

Es sei ein besonderer Tag, leitet Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT, seine Rede anlässlich des Besuchs von Bundesministerin Anja Karliczek und Forschungsministerin des Landes, Theresia Bauer, ein, "denn so eine Bund-Land-Kooperation, wie wir es hier am KIT haben, das gibt es nicht so oft in Deutschland." Denn die Uni, das ist Ländersache, doch die Helmholtz-Gemeinschaft, mit der kooperiert wird, gehört zum Bund. Diese Zusammenarbeit gibt es nun seit fast einem Jahrzehnt und mit dem Besuch der beiden Ministerinnen soll die Fusion noch weiter vorangetrieben werden.

Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT, bei seiner Begrüßung. | Bild: Tim Carmele

Alle ziehen an einem Strang für ein Ziel

"Ohne Politik funktioniert das nicht", ist sich Holger Hanselka sicher. "Wir sind schon sehr weit gekommen, aber in den administrativen Bereichen stehen wir noch vor großen Herausforderungen!" Diese Hürden sollen in Zukunft abgebaut werden.

Bundesministerin für Bildung, Anja Karliczek, bei ihrem Antrittsbesuch im Land. | Bild: Tim Carmele

Doch nicht nur das. "Wir haben das Ziel, die Forschung und Lehre hier am KIT voll auszuschöpfen", sagt Bundesministerin für Bildung, Anja Karliczek. "Der Zusammenschluss aus Uni und Forschungszentrum ist einmalig, und es hat lange gedauert bis wir zum heutigen Punkt gekommen sind", so Karliczek in ihrer Rede weiter.

Trotzdem ist sie stolz darauf, was bisher erreicht wurde. Mit dem finalen Schritt, die Fusion der beiden Einrichtungen noch enger werden zu lassen, soll bei den Mitarbeitern am KIT noch ein stärkeres "Wir-Gefühl" entstehen. "Das muss nun endlich abgeschlossen, die Fusion vollendet werden", stellt Anja Karliczek bei ihrem Antrittsbesuch in Baden-Württemberg fest.

MInisterin für Wissenschaft und Forschung des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer. | Bild: Tim Carmele

So sieht es auch die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft und Forschung. "Die Zeit ist reif", so Theresia Bauer in ihrer Ansprache an die Gäste auf dem Campus Nord. "Es ist ein historischer Tag, und wir geben jetzt Gas, um das Projekt zu vollenden!" 

"Sobald wie möglich"

Doch wann die Fusion, die vor knapp zehn Jahren begonnen hat, endlich abgeschlossen sein wird, da konnten auch die beiden Ministerinnen nicht beantworten. "Der Teufel steckt im Detail und wir müssen ein gründliches Exempel aufbauen für andere Einrichtungen, die an dieser Idee interessiert sind – da geht es dann vielleicht schneller", erklärt die Bundesministerin den Zeitplan. Und Theresia Bauer ergänzt: "Die ersten Vorarbeiten wurden schon gemacht, aber das soll jetzt so schnell wie möglich alles passieren!"

Die Mininsterinnen bei "KATRIN", der Neutrinowaage. | Bild: Tim Carmele

Davon, was hinter der Fusion aus Uni und Forschungszentrum zum KIT steckt konnten sich die beiden Ministerinnen auf dem Campus Nord gleich noch selbst ein Bild machen. Bei einem Besuch in der neuesten und genausten Neutrinowaage "KATRIN", einem Praxis-Beispiel über das Thema CyberSecurity "KASTEL" oder beim EnergyLab, das an innovativen Ideen der Energiegewinnung forscht.

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