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Karlsruhe/Stuttgart Bienen retten mit künstlicher Intelligenz: Karlsruher Start-up überzeugt bei landesweitem Wettbewerb

Sie hatten nur drei Minuten Zeit, um die Jury von ihrer Idee zu überzeugen, doch das Karlsruher Start-up "apic.ai" hat das geschafft. Sie haben beim Wettbewerb "Start-up BW Elevator Pitch" den 2. Platz belegt. Die Gründer aus der Fächerstadt wollen mithilfe künstlicher Intelligenz Bienen retten.

Vor wenigen Tagen ging in Stuttgart das große Landesfinale des Elevator Pitch über die Bühne. 15 regionale Vorentscheide gab es im Land, die Gewinner mussten nun erneut eine Jury von ihrer Geschäftsidee überzeugen. Den zweiten Platz machte dabei das Karlsuher Start-up apic.ai, deren Ziel es ist, die biologische Vielfalt zu erhalten und Bienen zu retten. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, das teilt das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg in einem Bericht an die Presse mit. 

Apic.ai hat eine Apparatur entwickelt, die Bienen beim Betreten und Verlassen des Bienenstocks visuell erfasst. Eine Software wertet diese Bilder dann aus. Mit diesen Daten aus möglichst vielen Bienenstöcken können dann Maßnahmen und Auswikungen aus der Landwirtschaft auf ein Ökosystem sichtbar gemacht werden. Wenn sich Bienen dann ungewöhnlich verhalten, wird ein Alarm ausgelöst werden. So wird auch die Gesundheit der Bienen besser erfasst. 

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut gratulierte den Preisträgen des Landesfinalesund hob die Bedeutung von Existenzgründungen für den Standort Baden-Württemberg hervor: "Die Gründer schaffen Innovationen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die stetige Modernisierung unserer Wirtschaft. Der Elevator Pitch ist eine großartige Gelegenheit für Start-ups, ihr Geschäftsmodell bereits in einem frühen Stadium der Öffentlichkeit vorzustellen und wertvolle Kontakte für die weitere Entwicklung des Unternehmens zu knüpfen", sagte sie beim Finale der fünften Wettbewerbsrunde in Stuttgart.

Schon jetzt können sich Start-ups aus dem ganzen Land für die sechste Runde des Elevator Pitchs mit ihrer Idee bewerben. Ab dem Herbst müssen sich dann die jungen Gründer innerhalb von drei Minuten vor einer Jury mit ihrem Start-up beweisen. 

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Kommentare (3)
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  •   lynx1984
    (3128 Beiträge)

    02.07.2018 10:33 Uhr
    Bienensterben
    ist primär durch Menschenhand gemacht.
    Die Felder mit exzessiver Landwirtschaft breiten sich immer weiter aus. Dabei natürlich der Einsatz von Umweltgiften. Die sog. Feldrandstreifen existieren heute praktisch nicht mehr - dank des dem Landwirt aufoktruierten Preiskampf der ihn nötigt auch noch die letzten 50cm vom Feldrand zu bepflanzen. In den 80er Jahren waren Feldrandstreifen von 2-3 Meter Breite absolut normal. Dort blühten zahlreiche Kräuter und andere Wildblumen - bestes Refugium für die Wildbienen. Aber nicht nur die Felder, sondern auch die Wälder werden bewirtschaftet. Häufig Monokulturen ohne gesundes Unterholz. In den Reihenhausgärten werden die Wildbienen auf Zierrasen auch nicht fündig. Und auch hier wird gespritzt. Der Lebensraum der Bienen reduziert sich DRAMATISCH.
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  •   cc91
    (273 Beiträge)

    01.07.2018 10:57 Uhr
    Bienenstöcke?
    Dann handelt es sich wohl um Honigbienen und für die reicht bekanntermaßen die natürliche Intelligenz der Imker vollkommen aus. Bedroht sind die Wildbienen und andere frei lebende Insekten. Wenn das "Startup" sein Preisgeld nutzt, um 2 qm Boden zu renaturieren, ist den Insekten deutlich mehr geholfen.
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  •   freigeist
    (502 Beiträge)

    01.07.2018 09:57 Uhr
    na ja
    wenn es die menschliche Intelligenz schon nicht schafft die Bienen zu schützen und mal evtl. auf die ganzen Gifte möglichst zu verzichten kann, muss es eben die künstlicher Intelligenz tun.
    Ein sehr bedenklicher Prozess.
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