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Karlsruhe 150 Fahrzeuge für Karlsruher Schienen: VBK entwickeln eigene Bahnen, Auslieferung für Fächerstadt ab 2028

Das Angebot des ÖPNV wächst, nicht nur in ganz Deutschland sondern auch in Karlsruhe. Deswegen müssen nicht nur mehr Bahnfahrer ausgebildet und eingestellt werden sondern die Flotte der VBK und der AVG brauchen mehr Fahrzeuge. 150 Stück sollen es sein und in gut zehn Jahren durch die Fächerstadt rollen. Die neue Bestellung hat ein Gesamtvolumen von etwa 600 Millionen Euro und VBK und AVG waren an der Gestaltung der neuen Bahnen maßgeblich beteiligt.

Das Karlsruher Modell war im letzten Jahrtausend eine bahnbrechende Idee, die mittlerweile in der ganzen Welt Nachahmer findet. Nun wollen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) erneut Pioniere sein. Mit vier Kooperationspartnern aus Deutschland haben die VBK gemeinsam mit der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) einen neuen Bahntypen entwickelt. Gemeinsam wollen die Projektpartner 240 Bahnen bestellen - 150 dieser TramTrains kommen in die Fächerstadt.

TramTrain Vorstellung
Bild: Anya Barros

"Normalerweise sind solche Zwei-System-Bahnen recht teuer in der Herstellung, aber durch den Vertrag mit unseren Kollegen und der Standardisierung der Wagen können wir das wirtschaftlicher gestalten", sagt Ascan Egerer, Geschäftsführer der VBK im Rahmen einer Pressekonferenz.

TramTrain Vorstellung
Geschäftsführer der VBK, Ascan Egerer. | Bild: Anya Barros

Durch den Großauftrag sollen die Bahnen um etwa eine Million Euro günstiger werden - je Fahrzeug, das vom Band kommt. "Mit den TramTrains wird der ÖPNV wirtschaftlicher und attraktiver", so Oberbürgermeister Frank Mentrup.

TramTrain Vorstellung
Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup bei der Vorstellung der TramTrains. | Bild: Anya Barros

Im Sommer soll das Projekt europaweit ausgeschrieben werden, etwa ein Jahr später könne dann der Vertrag mit dem Hersteller unterschrieben werden. "Die ersten TramTrains für Karlsruhe kommen dann etwa 2028 und ersetzen so die Fahrzeuge, die nach 30 Jahren im Betrieb ausgemustert werden müssen", so Egerer weiter.

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TramTrain Vorstellung
Bild: Anya Barros
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  •   maehdrescher
    (1077 Beiträge)

    12.03.2019 11:37 Uhr
    Ach, und auch wenn
    es vielleicht ein bisschen themenfremd ist... ich hoffe mal, dass es nicht gelöscht wird:

    Wann bekommt es denn diese hochgelobte, hochtenisierte Organisation KVV/AVG/VBK endlich mal hin, dass auf den Anzeigetafeln an den Haltstellen keine Phantom-Bahnen mehr angezeigt werden, die dann überhaupt nicht kommen?! Es ist wenig spaßig, wenn man an der Haltestelle steht und das Ding zeigt an: ... in 3 min ... in 2 min ... in 1 min ... sofort ... in 9 min --- und keine Bahn ist gefahren. Ist mir in den letzten Wochen wieder 2 mal passiert.

    Leute, wir sind doch "Technologie-Region", "IT-Hauptstadt" und nicht Entwicklungsland!
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  •   maehdrescher
    (1077 Beiträge)

    12.03.2019 11:28 Uhr
    Wenn man sich anschaut
    was zuletzt beschafft wurde, kann es eigentlich nur besser werden... oder? Wobei, so wie ich die Herren an der Spitze einschätze ---- könnte es doch noch schlimmer kommen.
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  •   patrickkk
    (1209 Beiträge)

    12.03.2019 17:35 Uhr
    ...
    Was ist an den neueren Bahnen auszusetzen (Bis auf die Fahrkartenpreise)? Ich finde die eigentlich ganz angenehm.
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  •   reinhardo48
    (19 Beiträge)

    12.03.2019 19:41 Uhr
    Degradierung einer Stadtbahn
    Die neuen Bahnen sind ganz O.K., wenn man kürzere Strecken von 5 bis 10 Minuten damit fährt.
    Auf längeren Strecken, z.B. von Bad Herrenalb nach KA - Herrenstraße (50 Min) oder sogar bis
    Hochstetten ist der angebotene Sitzkomfort einfach ungenügend!
    Hier fand bei den Neuen Bahnen bezüglich des Sitzkomforts eine Degradierung einer Stadtbahn
    (eines TramTrains) zu einer normalen Straßenbahn statt!
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  •   andip
    (9538 Beiträge)

    13.03.2019 08:53 Uhr
    Oje
    Sind die Sitze nicht kuschelig genug? zwinkern
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  •   patrickkk
    (1209 Beiträge)

    13.03.2019 00:25 Uhr
    ...
    Hmm ich fahre meist nur innerstädtisch mit der Bahn, dass war mir bisher nicht aufgefallen. Danke für die sachliche Antwort!
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  •   ALFPFIN
    (6515 Beiträge)

    12.03.2019 10:16 Uhr
    Abwarten,
    was unterm Strich als endgültiger Kaufpreis heraus kommt. Und abwarten, welche Mängel bzw. Nachbesserungen, siehe bisherige Erfahrungen dann mit nicht unerheblichen Kosten auf die Stadt (also auf uns alle) zukommen.
    Ich glaube den "preiswerten" Versprechungen für die "tollen, großartigen und einmaligen" geplanten Projekte nicht mehr. Am Ende stehen immer viele Millionen, von denen dann alle überrascht sind, in erster Linie der OB und der Gemeinderat. Das gemeine Volk ahnt da immer schon das dicke Ende.
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  •   Senfdazu
    (204 Beiträge)

    12.03.2019 05:50 Uhr
    😎
    Hoffentlich pfeifen die nicht so wie die jetzigen Bahnen 🙃
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  •   lynx1984
    (3096 Beiträge)

    11.03.2019 18:58 Uhr
    Tücken des „Karlsruher Systems“
    Diese Vorgehensweise ist zwingend notwendig, ja die einige mögliche Variante um das sog. „Karlsruher Modell“ weiterhin am Leben zu halten. Die Auflagen für Neufahrzeuge hinsichtlich Sicherheit, Zugsicherung, usw. sind mittlerweile so hoch, dass es eigentlich vollkommen unwirtschaftlich geworden ist sogar gleich mehrere dieser Systeme in einem Triebwagensystem zu verbauen. (man beachte mal warum in Karlsruhe die Lokomotive vor EC Wagons gewechselt wird, bevor Straßburg angefahren wird. Eine der wenigen die mit mehreren Sicherungs-Systemen zurecht kommt). Und das alles muss auch noch in Fußgängerzonen funktionieren und im Tunnel. Tja das wird teuer! Nur mit dieser gebündelten Bestellung kann überhaupt ein wirtschaftlich darstellbares Fahrzeug produziert werden.
    Ansonsten müsste man wieder in Durlach am Bahnhof, am HBF zum Albtalbahnhog umsteigen usw. Naja die KVV/AVG arbeitet da schon eh dran. Die werden die Aufträge u.a. in RLP und Heilbronn eh verlieren.
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  •   andip
    (9538 Beiträge)

    12.03.2019 09:55 Uhr
    Das Karlsruher Modell
    ist mittlerweile nicht mehr so einzigartig, sondern auch in anderen Teilen von Deutschland erfolgreich.
    Weitere Partner bei dieser Bestellung sind die Saarbahn Netz AG, die Erms-Neckar-Bahn AG und der Verkehrsverbund Mittelsachsen.
    Da fährt man auch mit dem Zweisystemer.
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