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Karlsruhe 14 Monate autonomes Fahren in Karlsruhe: Testfeld wächst weiter, neue Forschungsprojekte stehen in den Startlöchern

Das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg stößt bei Industrie und Forschungseinrichtungen auf wachsendes Interesse. "Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte am Mittwoch der Leiter des Testfeld-Konsortiums, Marius Zöllner, in Karlsruhe. Nach Worten einer Sprecherin sind rund 14 Monate seit dem offiziellen Startschuss viele verschiedene Projekte angelaufen: Zehn Forschungsvorhaben seien bereits am Start, neun weitere in den Startlöchern.

Zudem seien schon drei Industriepartner mit an Bord, die das Testfeld erproben. Mehr als 82 Kilometer Strecke sind inzwischen für autonomes Fahren präpariert und kartiert - anfangs waren es 30. Das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF) war am 3. Mai vergangenen Jahres eröffnet worden.

Dort sollen die Möglichkeiten fahrerloser Fahrzeuge vor allem für den öffentlichen Nahverkehr ausgelotet werden. Es umfasst Routen in der Stadt, wo auch Parkhäuser oder Tempo-30-Zonen integriert sind. Zum Testfeld zählen zudem Landes- und Bundesstraßen und auch Autobahnabschnitte zwischen Karlsruhe, Heilbronn und Bruchsal.

"Wir brauchen nachhaltige Technologie, angemessen für Menschen und für Städte"

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), der sich vor Ort ein Bild machen wollte, lobte die Fortschritte auf dem vom Land geförderten Testfeld. "Wir brauchen nachhaltige Technologie, angemessen für Menschen und angemessen für Städte. Dazu leistet das Testfeld einen guten Beitrag", sagte er.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann.
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. | Bild: Fabian Sommer/Archivbild

Gerade für die Akzeptanz in der Bevölkerung sei es wichtig, die Technologie mit den Menschen gemeinsam zu entwickeln. "Das geht in Reallaboren am besten."

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  •   Nachteule
    (965 Beiträge)

    04.07.2019 15:31 Uhr
    Davon habe ich nichts - viel wichtiger ist ein Fernkältenetz in KA !!!
    Wien macht das seit drei Jahren. Statt ein Testfeld für fahrerloses Fahren aufzubauen, sollte man ein Testfeld für Fernkälte im Sommer aufbauen. Das wäre dann eine Inovation, von der auch viele Karlsruher etwas hätten. Das bringt mehr als Dach- und Fassadenbegrünung. Wien-Energie zeigt wie‘s geht !!!
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  •   Der_dunkle_Turm
    (726 Beiträge)

    04.07.2019 12:15 Uhr
    Die Vorstellung,
    dass die Fahrzeuge von einer KI gesteuert werden ist absolut faszinierend.

    Man könnte das Fahrzeug anweisen, zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort zu sein.

    Also man lässt sich z.B. zum Theater genau an den Eingang fahren und weist das Fahrzeug an, 15 Minuten nach Vorstellungsende vorzufahren. Inzwischen hat es sich selbst eine freie Ladestation gesucht und geladen.

    Oder man fährt selbst zum Ausflugsziel, das Fahrzeug prüft die Fahrtauglichkeit und schlägt vor, sich für den Rückweg entspannt zurückzulehnen und genüsslich die Landschaft zu geniesen und weist auf Wunsch auf besondere Highlights hin.

    Oder man schickt das Fahrzeug los, um die Töchter nachts von der Party abzuholen.

    Tausend und eine Möglichkeit.

    Aber eines ist klar, das wird ganz massiv Arbeitsplätze kosten. Die ganzen Taxifahrer, Busfahrer, Triebwagenführer, Trucker, etc. - die wird es bald nicht mehr geben.
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  •   Mondgesicht
    (2605 Beiträge)

    04.07.2019 08:56 Uhr
    Winfried Hermann
    Da ergeben sich zwei Fragen:

    1) wie ist der Minister zu diesem Termin angereist? Ich hoffe doch, mit dem IRE von Go-Ahead?

    2) wieso tourt der Minister durchs Land und hält schöne Reden über das autonome Fahren, wo es nach wie vor massive Probleme mit den neuen Bahnbetreibern Abellio und Go-Ahead gibt? Sollte sich der Grüne nicht vorrangig darum kümmern, dass endlich die öffentlichen Verkehrsmittel im Land wieder funktionieren?

    Grünes Reden un grünes Handeln sind zweierlei.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12445 Beiträge)

    04.07.2019 11:16 Uhr
    ach, ja: die Bahnpendler lernen jetzt den Unterschied zwischen
    günstig und billig kennen...
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  •   andip
    (11071 Beiträge)

    04.07.2019 08:39 Uhr
    Wann geht es denn jetzt richtig los?
    Bisher ist immer nur die Rede von gestarteten Projekten, abgesteckten Testfeldern usw.
    Aber wann und wo fahren dann diese autonomen Fahrzeuge?
    Ist damit in näherer Zukunft zu rechen oder zieht sich das wieder bis zum St. Nimmerleinstag hin?
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  •   myopinions
    (1245 Beiträge)

    04.07.2019 09:26 Uhr
    ................das wird sich
    hinziehen. Noch viele Jahre lang. Und wenn es dann mit der Technik dereinst wirklich funktionieren sollte, werden die Juristen damit beschäftigt sein, Haftungsfragen zu beurteilen und zu klären.
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  •   Krawallradler
    (507 Beiträge)

    04.07.2019 07:41 Uhr
    ich finds gut
    die Dinger sind sicher und sauberer als jedes Auto und haben v.a. allem keine Egomanen am Steuer. Mit der Autonomisierung des Verkehrs kommen dann endlich auch die überfälligen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Autobahnen.

    Die das jetzt in Panik versetzt sind doch nur die selben, die keine Parkplätze für ihren SUV finden und das für ein Demokratieproblem halten (Stichwort: "Freie Fahrt für freie Bürger").
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  •   Leser53
    (8 Beiträge)

    04.07.2019 08:10 Uhr
    Sehr gut
    Das autonome Fahren ist gerade für Deutschland und für Karlsruhe eine Technologie mit großer Zukunft! Wenn die Fahrzeuge autonom fahren, werden auch ältere und mobilitäts-eingeschränkte Personen im Stadt- und Landkreis wieder flexibler. Außerdem werden durch autonom betriebene Taxiflotten zukünftig weniger Menschen ihr eigenes Auto besitzen was die Verkehrsflut erheblich reduzieren wird.
    Gut für die Umwelt und gut für die Lebendqualität in der Stadt. Zugeparkte und vom Auto dominierte Innenstädte gehören dann (hoffentlich bald) der Vergangenheit an. Man sollte sich nur mal überlegen, wie die Straßen aussehen, wenn sie nicht dauernd zugeparkt sind.
    Aus meiner Sicht wäre das ein Gewinn für alle und daher freue ich mich, dass gerade in unserer Stadt, wo doch auch das Auto erfunden wurde, nun diese Technologie getestet wird. Weiter so!
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  •   FG1961
    (496 Beiträge)

    04.07.2019 06:07 Uhr
    Verschwendung von Steuergeldern!
    Das "Auto" soll sowieso abgeschafft werden. So der große Plan der aktuelle Mehrheit in unserem Land.
    Die verbaute Technik in einem "denkendem" Auto kostet 100.000 Euro. Bist das für "lau" gibt wird es sich hinziehen
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  •   107
    (767 Beiträge)

    03.07.2019 20:24 Uhr
    Autonomes Fahren ? UNFUG !
    womöglich mit Dieselmotoren von Volkswagen ( AUDI & Co. )

    Eine Steckdose auf dem Taxi-Halteplatz fehlt seit dem 26. April 2013.

    Mein lieber Herr "Landesverkehrsminister" Hermann, sagen Sie doch mal dem "Oberbürgermeister" der Stadt, daß seit mehr als 6 (in Worten: sechs) Jahren ein Taxi abgasfrei durch die Stadt fahren könnte.

    Nachfragen bei Ihrer Referentin sind erlaubt.

    Millionen Euronen für begrenzt sinnvolles autonomes Fahren auszugeben stellt offensichtlich kein Problem dar hingegen eine simple Steckdose auf einem Taxi-Halteplatz wirkt dagegen scheinbar noch unüberwindlicher als die Chinesische Mauer.
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