Rastatt Tunnel-Panne Rastatt: Schlichtungsverfahren nach Sperrung zieht sich

Das Schlichtungsverfahren wegen des Riesenschadens beim Bau des Tunnels für die neue Rheintalbahn in Rastatt zieht sich in die Länge. Mit einem Abschluss sei erst Ende des Jahres zu rechnen, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag mit.

Nach dem Einbruch von Wasser und Erdreich in den Tunnel der Neubaustrecke am 12. August 2017 und der anschließenden wochenlangen Sperrung  der darüber führenden europäischen Nord-Süd-Verbindung Rheintalbahn hatten Bahn und Bauunternehmen das Verfahren vereinbart.

Es sollte ursprünglich nur sechs Monate dauern. Damit wollen die Beteiligten einen langwierigen Gerichtsprozess vermeiden. Jetzt soll nach Bahnangaben der Baugrund an der Schadensstelle zunächst mit Hilfe von Bohrungen detailliert untersucht werden.

Höhe des Schadens noch unklar

Die Höhe des Schadens ist noch nicht beziffert. Das gesamte Tunnelbauprojekt verzögert sich voraussichtlich um zwei Jahre und wird wohl erst 2024 fertig. Seit Anfang Februar entfernen Arbeiter mit einer Baggerfräse eine massive Betonsperre, die nach der Havarie zum Schutz des unbeschädigten Tunnelbereichs eingefüllt worden war. Auch die große Tunnelbohrmaschine steckt noch einbetoniert in der Röhre. Die Sperre soll bis Mai entfernt sein. Wie es dann technisch weitergeht, ist noch unklar.

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Baustelle Rastatter Tunnel: Die Deutsche Bahn will die Strecke Karlsruhe-Basel ausbauen. Eine wichtige Maßnahme: der Bau eines neues Eisenbahntunnels in Rastatt. Alle Informationen zum Bauvorhaben, dem Fortschritt und den Auswirkungen für den Bahnverkehr finden Sie in unserem Dossier.
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