Vor allem, damit Züge auf der Strecke gleichzeitig in beide Richtungen unterwegs sein können, müssten die Abschnitte von Rastatt-Beinle bis Kuppenheim und nördlich von Gernsbach zweigleisig werden. Bei Bischweier müsste ein Gleiswechsel ermöglicht werden.

Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden und wird der Rastatter Tunnel fertiggestellt, könnten Bohner zufolge drei Stadtbahnen pro Stunde fahren statt wie bisher eine oder in Stoßzeiten zwei. Zudem könnte ein Regionalexpress jede Stunde unterwegs sein und nicht mehr nur alle zwei Stunden. Eine Verdopplung des Angebots, wie er betonte.

Ziel sei es, die Region zukunftsfest zu machen und die Bedürfnisse der Bevölkerung sowie der Unternehmen zu befriedigen, sagte Dezernent Mario Mohr vom Landratsamt. Die Wirtschaftlichkeit werde sich für die nächsten Jahrzehnte rechnen, versprach er. Allerdings müsse nun erstmal mit allen betroffenen Kommunen gesprochen und eine genaue Planung - auch der Kosten - in die Wege geleitet werden. "Es ist ein ganz, ganz langer Weg, der vor uns liegt", sagte Mohr. Die nun präsentierte Machbarkeitsstudie sei lediglich der allererste Schritt.