Am Montag, 2. Juli, gegen 23.30 Uhr, wurde der Polizei telefonisch mitgeteilt, dass im Ort mehrere Personen lautstark Parolen grölen und Bengalische Feuer entzünden würden. Daraufhin wurden mehrere Polizeifahrzeuge zum Einsatzort geschickt.

Starke Polizeipräsenz verhindert Auseinandersetzung

Wie die Ermittlungen ergeben haben, hatte offensichtlich eine Gruppe die der Antifa-Bewegung zugeordnet werden kann, Flyer an Fahrzeugen in der Rastatter Straße angebracht und vor einem Haus, indem nach Ansicht der Gruppe Personen wohnen, die dem rechten Spektrum zu zuordnen sind, ihrem Unmut über diese Gesinnung lautstark Luft gemacht. Die Bewohner verständigten daraufhin ihrerseits Gesinnungsgenossen.

Aufgrund der starken Polizeipräsenz konnte eine eventuelle Auseinandersetzung der Gruppierungen verhindert werden. In einem mit fünf Personen besetzten Fahrzeug wurden laut Polizei bei einer Kontrolle unter anderem ein Baseballschläger und ein Tierabwehrspray gefunden und sichergestellt. Zur Wiederherstellung der Ruhe mussten mehrere Platzverweise ausgesprochen werden. Es wurden mehrere Personen, die dem rechten beziehungsweise dem linken Spektrum zu zuzuordnen sind, in der Nacht kontrolliert.

Das Dezernat Staatsschutz bei der Kriminalpolizei Rastatt/Baden-Baden hat diesbezüglich die Ermittlungen übernommen. Nach bisherigem Sachstand handelt es sich bei der Aktion um ein sogenanntes Nazi-Outing.

Nähere Infos zum Thema Nazi-Outing sind auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu finden.