Stärkste Kraft in der Großen Kreisstadt sind die Grünen mit 23,56 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Gegenüber der Landtagswahl 2011 konnten sie um 5,35 Prozentpunkte zulegen (2011: 18,21 Prozent). Zweitstärkste Partei in Rastatt ist mit 22,85 Prozent die AfD, die erstmals bei den Landtagswahlen angetreten ist.

Die CDU kommt mit 21,75 Prozent an dritter Stelle und verliert damit deutlich im Vergleich zur letzten Landtagswahl (2011: 39,12 Prozent). Für die SPD stimmten 17,80 Prozent der Rastatter (2011: 30,03 Prozent), für die FDP 6,35 Prozent (2011: 4,16 Prozent), die Linke erreichte 3,5 Prozent der Rastatter Stimmen (2011: 2,96 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag bei 58,99 Prozent und damit gut 7,5 Prozentpunkte über dem Wert von 2011. Am Donnerstag, 17. März, tritt um 14 Uhr in öffentlicher Sitzung der Kreiswahlausschuss im Landratsamt Rastatt zusammen und stellt das Wahlergebnis für den Wahlkreis 32 Rastatt fest.

Schockiert zeigte sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch über das starke Abschneiden der AfD in der Großen Kreisstadt: "Ich hätte nicht erwartet, dass so viele Rastatter die beiden etablierten Parteien CDU und SPD derart abstrafen und ihnen die rote Karte zeigen. Meine erste Reaktion auf die Wahlergebnisse in den Stadtteilen: Hier haben ganz offensichtlich Mitbürger mit Migrationshintergrund Signale ausgesandt, dass die anstehende Integration von Flüchtlingen in unserer Stadt Ängste schürt. Dies nehme ich natürlich sehr ernst. Wir werden in den nächsten Tagen die Wahlergebnisse eingehend analysieren. Mein Glückwunsch geht an die Grünen, die auch im Landkreis stärkste Kraft geworden sind und mit Kirsten Lehnig das Direktmandat gewonnen haben."

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