In Mittelbaden sind laut Stadtwerke Rastatt mittlerweile rund 1.200 Hektar Boden, 58 Quadratmeter Grundwasseroberfläche und 170 Millionen Kubikmeter Grundwasser mit PFC belastet. "Bedroht ist davon der größte Grundwasserleiter Europas, der Rhein", hieß es in der Mitteilung weiter. Um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, müssten Wasserversorger das Gift auf unabsehbare Zeit aufwendig herausfiltern. Das koste Millionen. "Bis heute tragen diese in Rastatt die Stadtwerke und ihre Wasserkunden."

Die Verseuchung mit dem in der Natur nicht abbaubaren Gift - PFC steht für per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) - soll von Kompost verursacht worden sein, der mit Papierschlämmen aus der Papierindustrie versetzt und in den Jahren 2006 bis 2008 auf die Felder aufgebracht worden war. Seither kämpft die Region mit den Folgen.