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Rastatt Stehen Billy und Co. bald in Karlsruhe? Rastatt sagt Ikea ab

In Rastatt will man eine Ikea-Ansiedlung nicht mehr weiter verfolgen: Das hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss in seiner nichtöffentlichen Sitzung am Montag beschlossen. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gibt, sollen keine Gewerbeflächen mehr für das Einrichtungshaus vorgehalten werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg ein Bauverbot für ein neues Einrichtungshaus in Rastatt ausgesprochen. Der Möbelriese sucht derzeit nach einem Grundstück in Karlsruhe.

Diesbezüglich hat es bereits mehrere Gespräche zwischen Vertretern von Ikea und der Stadtverwaltung Karlsruhe gegeben. Vor diesem Hintergrund sei eine Flächenvorhaltung der gewerblichen Flächenpotentiale "Stockfeld" für ein Ikea-Einrichtungshaus nicht mehr notwendig, heißt es vonseiten der Stadt Rastatt.

Flächen sollen von innerstädtischem Einzelhandel genutzt werden

Der Empfehlungsbeschluss des Verwaltungs- und Finanzausschusses für den Rastatter Gemeinderat wurde einstimmig gefasst. Dieser wird nun in öffentlicher Sitzung am 16. Dezember über das Thema beraten. Die Verwaltung soll beauftragt werden, die Flächen bedarfsgerecht zu entwickeln.

Wie die Pressestelle mitteilt, ist nicht das Ziel, die Flächen möglichst schnell zu verkaufen. Es bieten sich Nutzungsmöglichkeiten für innenstadtverträglichen Einzelhandel und für zukünftige Gewerbeflächen an. Das hat auch der Ausschuss in diesem Sinne bekräftigt.

Streit zwischen Rastatt, Regierungspräsidium und Ikea beendet

Mit Beschluss vom 2. Mai 2013 hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde der Firma Ikea gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim vom 4. Juli 2012 zurückgewiesen. Damit ist der seit 2007 laufende Rechtsstreit zwischen der Firma Ikea, der Stadt Rastatt und dem Regierungspräsidium Karlsruhe über die Ansiedlung eines Ikea-Einrichtungshauses in Rastatt endgültig abgeschlossen.

Das Regierungspräsidium hatte das Ikea -Haus unmittelbar an der Autobahn etwa drei Kilometer außerhalb der Innenstadt aus raumordnerischen Gründen abgelehnt. 

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Haben Sie Fragen und Anregungen zum neuen Ikea in Karlsruhe? Im IKEA-Bürgerforum können die Karlsruher online Fragen an Ikea stellen und über die Ikea-Ansiedlung diskutieren. Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt von Ikea und ka-news.

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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    04.12.2013 12:17 Uhr
    nur her damit
    je früher desto besser. Okay,das mit dem Abholzung ist blöd, ich vermute aber, dass das alle in diesem Preissenkung so handhaben. Außerdem sehe ich die Schuld eher bei den korrupten und gierigen Beamten in Rumänien und Co.
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  • unbekannt
    (17 Beiträge)

    04.12.2013 08:14 Uhr
    Ich bin überrascht
    wie sich eine Stadt Rastatt, die finanzell, optisch und Einwohnertechnisch (Anzahl und nationale Mischung)) den Bach runter geht es sich leisten kann, solch einen Gewerbesteuerzahler zu verprellen. Die Stadt KA ist gut beraten, sich diese Einnahmen zu sichern und die dadurch geschaffenen Arbeitsplätze dankend anzunehmen. Wenn man im Ikea Waldorf über den Parkplatz läuft und die vielen Kennzeichen mit KA, RA, OG usw sieht sehe ich sehr wohl einen Bedarf. Zumal Ikea eine ganz andere Bevölkerunsschicht anspricht wie Roller, Mömaxx und Mann Mobilia.
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  •   samsonsulzbach
    (454 Beiträge)

    04.12.2013 08:22 Uhr
    nicht die Stadt Rastatt,
    sondern das Reg.-Präs.Karlsruhe hat die Ansiedelung verhindert. Rastatt wollte IKEA, aber Karlsruhe hat es blockiert.....und jetzt solls nach Kallsruuh - ein Schelm, wer Böses dabei denkt....
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  •   Chronist
    (423 Beiträge)

    03.12.2013 20:00 Uhr
    Ich weiss schon wo!
    Da wo die Moschee hin sollte. Ikea anstatt Moschee! Ich bin dabei!
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    03.12.2013 19:23 Uhr
    Schade um den Platz...
    Mit der Fläche könnte man echt vernünftigeres anfangen. Zumal IKEA nicht gerade der umweltfreundlichste Möbelhersteller ist...
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  • unbekannt
    (4144 Beiträge)

    03.12.2013 20:10 Uhr
    Also ich bin auch
    bekennender IKEA Fan und ich bin ueberzeugt,und 50% unsererMoebel sind von dort. Die anderen lassen ihre Moebel auch nicht von Gruenen und Grueninnen aus fair trade Wolle stricken!!
    Ihr Restaurant koennten sie allerdings wirklich zulassen, denn das ist echt der letzte Frass!
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  •   saavik
    (1477 Beiträge)

    04.12.2013 08:18 Uhr
    Kleiner Tipp
    Geh mal im Metro essen. Dort darf man auch rein als 'Außenstehender'. Ich glaub ich hab in meinem ganzen Leben noch nie ein so grauenvolles Schniposo gegessen wie dort! (Ja, auch in der Uni- Mensa nicht...)
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  •   saavik
    (1477 Beiträge)

    04.12.2013 08:19 Uhr
    Dort
    Dort = Ins Restaurant
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    03.12.2013 20:21 Uhr
    Nun ja...
    ...aber ganze Wälder plattmachen, sei es in Rußland oder auf dem Balkan, das muß man halt auch nicht unterstützen. Man weiß natürlich nicht, wie es die anderen Möbelhersteller handhaben - aber bei IKEA ist es nunmal bekannt. Und wir reden hier von Preßspanmöbel, da kann man jeden Ast verhäckseln - dafür Wälder kahlzuholzen ist einfach das Letzte.

    Ich kauf jedenfalls nicht bei Herstellern, wovon mir bekannt ist, daß sie massiv gegen die Umweltauflagen (oder Arbeitsmoral) verstoßen. Es ist überhaupt schon Schwachsinn, daß heutzutage Papier immernoch aus Bäumen hergestellt wird, obwohl es mit Hanf viel umweltfreundlicher ginge ohne die ganze Chemie (die genauso bei dem Klop.. äh Recyclingdruckerpapier anfällt)...
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  •   ALFPFIN
    (6816 Beiträge)

    03.12.2013 20:20 Uhr
    Das wäre jetzt aber mal wirklich ein kreativer Vorschlag
    an die Grünen und Grüninnen. Wenn die große Koalition kommt, haben die sowie nichts mehr zu sagen, da könnten sie mit fair Trade Wolle Möbel stricken. Da haben sie wenigstens was zu tun. grinsen

    Ikea könnte dann den Sperrholzrahmen für die äußere Form liefern.
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