16  

Rastatt Nach Antisemitismus-Vorwürfen: Rapper Kollegah ist in Rastatt nicht erwünscht

Die Stadt Rastatt hat ein für den 9. November geplantes Konzert des Rappers Kollegah abgesagt. Angesichts der antisemitischen, gewaltverherrlichenden und frauenverachtenden Texte des Künstlers könne Rastatt besonders an diesem sensiblen Tag nicht Veranstaltungsort eines solchen Konzertes werden, sagte der Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (CDU) einer Pressemitteilung der Stadt zufolge in einer nichtöffentlichen Gemeinderatsitzung am Donnerstag.

Zeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" hatten dem Gangster-Rapper Kollegah massive Antisemitismusvorwürfe eingebracht, die dieser entschieden zurückwies. Am Freitag war seine Agentur zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat am Donnerstag dafür, den städtischen "Eigenbetrieb Kultur und Veranstaltungen" zu beauftragen, das Konzert abzusagen. Das Konzert hätte in der bis zu 800 Menschen fassenden Badner-Halle stattfinden sollen.

"Wir alle sind gefordert, hier ein klares Zeichen zu setzen. Denn als aufrechte Demokraten tragen wir Verantwortung, das Erinnern an die Gräueltaten des Naziregimes am 9. November hochzuhalten", sagte Pütsch der Mitteilung zufolge. Der Gemeinderat machte laut Stadt deutlich, dass ein Kollegah-Konzert auch an einem anderen Tag in Rastatt nicht erwünscht ist.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (16)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Deusmaximus
    (1 Beiträge)

    27.10.2019 15:54 Uhr
    Ernsthaft?
    Statt So eine in meinen Augen Hetzkampagne zu starten sollte man sich auch mal mit den Vorwürfen an sich beschäftigen. Wer dies tun würde wird feststellen, dass die Ihm immerwieder vorgeworfenen Textzeile nicht mal von Ihm stammt und gerapt wurde sonder von Farid Bang. Demnach auch der Vorwurf mit dieser Zeile In meinen Augen einfach nur einer Hetze gleicht. Und nach dem dieser Künstler so oft dazu Stellung bezogen hat und sich strikt davon distanziert hat, ja auch in der Vergangenheit ein komplettes Album mit einem Künstler der Jude ist herausbrachte, kann ich dies nicht nachvollziehen. Zumal Rastatt wohl kein Problem damit hat die Band Freiwild, die dauernd mit rechten Vorwürfen konfrontiert wurde auftreten zu lassen. Sehr sehr fragwürdig!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   OtusLocus
    (79 Beiträge)

    26.10.2019 19:47 Uhr
    Leute, worum es mir geht:
    Ein Veranstalter bucht den Typen. Dieser ist oder ist nich antisemitisch unterwegs. Die Stadt verbietet dem Veranstalter, das Konzert stattfinden zu lassen. Antisemitische Aüßerungen sind zwar nicht schön, aber auch nicht verboten (das jetzt mit Halle zu vergleichen ist sowieso komplett daneben).
    Wir leben doch eigentlich in einem Rechtsstaat. Ich vermute, wenn der Veranstalter klagen würde, bekäme er Recht. Ich vermute aber auch, daß das Ding so schlecht verkauft war, daß es dem Veranstalter gerade recht kommt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (9999 Beiträge)

    27.10.2019 08:24 Uhr
    Das Datum
    des Auftritts war der Grund, weil es der 9.11. gewesen wäre. Wahrscheinlich kennt man in Rastatt auch seine Pappenheimer und es ging dabei wohl auch um das eventuell hinzukommende Publikum. Da wird auch ein Veranstalter lieber einsichtig sein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kojak
    (269 Beiträge)

    26.10.2019 18:33 Uhr
    Rapper
    sind bei mir generell unerwünscht. Und die Typen mit ihren aufgemotzten Karren, die uns bei offenem Autofenster damit beschallen, noch weniger.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   malerdoerfler
    (5899 Beiträge)

    26.10.2019 18:31 Uhr
    Jemand der einen Fan auf der Bühne verprügelt
    weil er nach seiner Brille (oder war es die Mütze?) gegriffen hat - welch ein Vorbild.

    DA haben wir immer die warmen Reden von den Politikern und dann darf so jemand hier auftreten. Ziemlich seltsam.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   OtusLocus
    (79 Beiträge)

    25.10.2019 20:21 Uhr
    Das ist ja wohl das Allerletzte
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Chris23
    (373 Beiträge)

    27.10.2019 10:28 Uhr
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Route66
    (1915 Beiträge)

    25.10.2019 22:22 Uhr
    Den
    braucht keiner, den bestimmt nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   OtusLocus
    (79 Beiträge)

    26.10.2019 02:12 Uhr
    Das ist mir ein wenig zu subjektiv
    Es gibt durchaus Menschen. die diesen Musiker sehen wollen. Das Verbot kommt mir voe wie im dritten Reich
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Route66
    (1915 Beiträge)

    26.10.2019 09:23 Uhr
    Oha
    Jetzt tragen Sie aber dick auf.
    Einen Rapper der solche Songtexte hat den braucht kein Mensch. Ausser natürlich die Nazifangemeinde.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.