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Mannheim/Rastatt Ikea darf nicht in Rastatt bauen

Der schwedische Möbelriese darf nicht in Rastatt bauen. Das hat der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden- Württemberg am Donnerstag in Mannheim entschieden. Nach Überzeugung der Kammer ist das Projekt eindeutig zu groß, um dem Landesentwicklungsplan zu entsprechen.

Ausschlaggebend sei unter anderem, dass nach einem Gutachten nur 18 Prozent der Ikea-Umsätze aus dem Raum des Mittelzentrums Rastatt stammen würden, 82 Prozent dagegen von außerhalb der Stadt.

Der Entwicklungsplan schreibt aber vor, dass der Einzugsbereich von Großprojekten im Einzelhandel den eigentlichen Standort nicht wesentlich überschreiten darf. Demnach könnte die Ansiedlung den innerstädtischen Einzelhandel zum Beispiel in Karlsruhe oder Baden-Baden gefährden.

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein sieht seine Position bestätigt. Ein "Einkaufsmagnet" wie Ikea gehöre in das Oberzentrum Karlsruhe, so Verbandsdirektor Gerd Hager in einer Pressemitteilung. "Der Markt muss auf möglichst viele potenzielle Kunden zugehen, nicht umgekehrt." Außerdem bestätigt die Entscheidung des Gerichts, dass die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe weiterhin übergemeindlich gesteuert werden sollen.

Damit habe der VGH nicht nur über die Zulässigkeit der Ikea-Filiale an sich entschieden, sondern über den Einzelhandel in ganz Baden-Württemberg, so der Regionalverband weiter. Es ging demnach um die Wirksamkeit der landes- und regionalplanerischen Ziele zur Steuerung des Einzelhandels. Ein solches "Regionales Einzelhandelskonzept" habe der Regionalverband Mittlerer Oberrhein ebenso entwickelt wie die meisten der zwölf Regionalverbände in Baden-Württemberg. Enthielten diese Regelungen nach Auffassung des Gerichts keine Zielaussagen, hätte dies landesweite Auswirkungen gehabt.

Eine übergemeindliche Steuerung des großflächigen Einzelhandels und die Zuordnung zu geeigneten Standortlagen wären dann kaum noch möglich gewesen. "Ein ungezügelter Wettbewerb unter den Gemeinden wäre die Folge", so Hager. Standorte auf der "Grünen Wiese" hätten dann ihre Wettbewerbsvorteile durchsetzen können, so der Regionalverband abschließend.

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    unbekannt
    (386 Beiträge)

    18.12.2009 20:00 Uhr
    Wenn es keine Gewerbesteuer gäbe,
    gäbe es auch keine Diskussion über Ikea in Raststadt. Dank Gewerbesteuer ist es für jedes Kuhdorf mit einem freien Grundstück interessant sich große Gewerbe- oder Industrieansiedlungen an Land zu ziehen. Damit hier kein Ungleichgewicht entsteht, gibt es den Landesentwicklungsplan.
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    unbekannt
    (11392 Beiträge)

    19.12.2009 01:00 Uhr
    Der Nachteil wäre...
    Daß es dann in den Kuhkäffern weniger Arbeitsplätze gäbe...

    direkte Folge: Mehr Menschen pendeln in die Stadt, höheres Verkehrsaufkommen

    indirekte Folge: Landflucht...
    Nach Karlsruhe können allerdings nich so viele ziehen, da recht man sich schon auf wenn ein Grundstück von sage und schreibe 5000 m² in Rüpurr bebaut werden soll...
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    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    18.12.2009 19:39 Uhr
    IKEA
    Es ist sowieso ein Rätsel, was sich diese IKEA Kunden heute alles gefallen lassen: Erstens werden diese Kunden einfach mal kurz "Geduzt", damit die € in der Hose ein Stück weiter nach oben rutschen. Dann lassen sich die Verduzten in einem fensterlosen Container von der Masse durch die Gänge schieben und finden das noch toller, weil da ja keine Fenster drinnen sind und was gegen € nach Hause nehmen dürfen. Spätestens beim Umzug merken die verduzten Kunden, dass die Teile für einen Umzug kaum gemacht worden sind. Selbst die bei IKEA donnern die Schränke zur Ausstellung in die Wand. Danach gehts in die Fundgrube und danch in die Presse.Im Prinzip ist IKEA ein Lager in dem die Kunden sich wohlfühlen dürfen. Es gibt Lager, die besser sortiert sind und nicht soviel Kohle abwerfen. ....
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.12.2009 22:34 Uhr
    das Duzen
    ist in Schweden üblich. Die haben kein Sie.
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    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    18.12.2009 19:43 Uhr
    ...
    ...aber gute Sachen haben: Mein Tip: Das dänische bettenlager auch skandinavisch aber massive Möbel am Start...Einfach mal dahin gehen zwinkern
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  •   andi-b7
    (3313 Beiträge)

    18.12.2009 18:40 Uhr
    ein Elch der bösses denkt.....
    und in Walldorf gehen nur Walldörfer in den IKEA Karlsruher ,Rastatter, Pfälzer natürlich nicht ! zwinkern
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    unbekannt
    (79 Beiträge)

    18.12.2009 18:31 Uhr
    Köttbullar in
    Karlsruhe....das wäre wunderbar grinsen
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    unbekannt
    (3017 Beiträge)

    18.12.2009 18:41 Uhr
    Echt?
    Ich war noch nie bei IKEA und werde dort auch nie sein - egal , wo die ihre Zelte aufschlagen werden. Aber genug Kundschaft fährt sicherlich nach Walldorf..warum nicht denen die abfliessende Kaufkraft abgraben?
    Nur Schilda verhält sich mal wieder extrem clever- man könnte ja evtl. sogar geld verdienen - so wie ein wirklich "erfolgreiches" Oberzentrum halt....wenn´s so zielstrebig weitergeht, kann sich Schilda bald hinter Bretten , Bruchsal und Pforzheim einordnen
    Dafür gibt es noch einen Billig-Ramschladen a la Roller - einfach nur geil
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  •   ralf
    (3722 Beiträge)

    18.12.2009 17:46 Uhr
    Ich verstehe IKEA ohnehin nicht
    Die hätten in Roppenheim schon längst mit dem Bau beginnen können. Müsste man zwar den Iffezheimer Rheinübergang demnächst nicht nur zweispurig, sondern dreispurig ausbauen, aber das ist ja nicht das Problem von IKEA. Ideal wäre natürlich auch noch eine Stadtbahnverbindung nach Roppenheim.
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.12.2009 15:49 Uhr
    Ein IKEA
    in Rastatt generiert sicher keine neuen Kunden. Aber er verteilt sie zumindest. In Rastatt selbst wird man doch gar nichts merken. IKEA Kunden sind Überzeugungstäter. Sie fahren zu ihrem IKEA und gut ist. Oder glaubt jemand, dass momentan jemand nach dem IKEA Besuch noch ins schöne Walldorf zum Bummeln geht? Eben. Hier bei uns wird so lange mit was Neuem rumgeeiert bis es den Leuten zu blöd wird. Ich bin echt froh, dass es die Supermärkte in Lauterbourg, Haguenau und Strasbourg gibt. Da trag ich meine paar Kröten lieber hin als in einen Gruschtladen wie real. Mit vielen anderen Dingen wirds irgendwann genauso werden.
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