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Steinmauern Dramatische Rettung: Auto versinkt im Hochwasser

Am Sonntag, um 4.17 Uhr, wurde durch eine Anruferin über Notruf mitgeteilt, dass sie auf der Rheinstraße (K3726) in Steinmauern in Richtung Kieswerk unterwegs sei und an der Hochwassergrenze Hilfeschreie wahrgenommen habe. Sie vermute, dass sich dort Personen in Gefahr befinden könnten, so die Polizei in einer Presseinformation.

Vor Ort stellte sich heraus, dass eine 29-jährige Pkw-Fahrerin mit ihrem Pkw, Peugeot 206 CC, in Richtung Kieswerk fuhr, obwohl die Fahrbahn überflutet war. Aufgrund der Strömung wurde der Pkw, nach einer kurzen Fahrtstrecke von zirka 50 bis 70 Metern nach der Wassergrenze, von der Straße gespült und ging unter. Im weiteren Verlauf verfing sich das Fahrzeug in den rechts neben der Fahrbahn stehenden Bäumen und blieb hängen.

Die vier Fahrzeuginsassen konnten sich aus dem Pkw befreien, auf das Dach des Fahrzeuges retten und an den Bäumen festhalten. Zwischenzeitlich rückten die alarmierten Feuerwehren Steinmauern, Rastatt-Plittersdorf und Rastatt mit insgesamt sechs Fahrzeugen, einem Boot und 40 Einsatzkräften aus. Die Einsatzleitung vor Ort wurde durch den Kreisbrandmeister übernommen.

Rettungsboot kentert

Die DLRG rückte ebenfalls mit sechs Fahrzeugen und das DRK mit vier Rettungsfahrzeugen und einem Notarztfahrzeug aus. Weiterhin wurde die Wasserschutzpolizei Karlsruhe verständigt und positionierte sich in Höhe des Unglücksortes am Rhein und ein angeforderter Polizeihubschrauber leuchtete die Einsatzstelle während den Bergungsmaßnahmen aus. Bei den Bergungs-/Rettungsmaßnahmen der Fahrzeuginsassen durch die Feuerwehr Steinmauern in Zusammenarbeit mit dem DLRG kam es bei dem Zustieg der zu rettenden Personen zum Kentern des Bootes.

Hierbei fielen alle zehn beteiligten Personen ins Wasser. Die Personen konnten sich jedoch teils am gekenterten Boot sowie an den Bäumen festhalten, um nicht weiter abgetrieben zu werden. Durch weitere Einsatzkräfte konnten alle Personen (Fahrzeuginsassen / Feuerwehrleute und Strömungsretter) gerettet und um 5.45 Uhr sicher an Land gebracht werden. Nach einer Erstversorgung durch das DRK wurde festgestellt, dass alle beteiligten Personen wohlauf sind. Auf eine Bergung des Pkws wurde vorläufig verzichtet.

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Kommentare (28)
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    03.06.2013 23:31 Uhr
    Kommentar Teil 2
    aus dem Auto herausschwimmen als es bereits komplett unter Wasser war und konnte sich dann mit den anderen auf das Dach stellen, nachdem sich das Auto zwischen den Bäumen verhakt hatte.
    Nun könnte man den Spieß umdrehen und fragen, weshalb die Straße nicht gesperrt war?
    Man könnte auch hinterfragen, weshalb die DLRG 6 eigene Kräfte im Boot hat und dann ALLE 4 Verunglückte auf einmal ins Boot laden wollte, obwohl die Verunglückten zuerst nur die einzige Frau retten lassen wollten.
    Man könnte hinterfragen, weshalb die Einsatzleitung 10 Personen in ein Boot schaffen ließ, obwohl dieses nicht für diese Situation ausgelegt war.
    Man könnte hinterfragen, ob es angebracht ist, wenn der Einsatzleiter einem der Verunglückten Gewalt androht, weil durch den Unfall "seine" Leute in Gefahr geraten sind (kentern).
    Man könnte hinterfragen, ob die Einsatzleitung überhaupt richtig gehandelt hat oder nicht sogar noch zusätzlich Gefahr geschaffen hat?
    Es gibt mehrere Blickwinkel. Denkt mal drüber nach.
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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    04.06.2013 15:21 Uhr
    Kleine Korrektur
    Das Boot war von der Feuerwehr, also war ein Bootsführer von der FW an Bord. Der DLRG war an Bord mit DREI Strömungsrettern, davon zwei der seltenen weiblichen SR (eine war meine Tochter). Als Frage bleibt also übrig: Wozu waren noch zwei Feuerwehrkameraden an Bord? Als Ballast?
    Der Bootstyp kann auf dem Rhein 12 Personen auch durch Wellen transportieren, sonst wäre meine Tochter nicht eingestiegen.
    Nachdem die drei SR die anderen gesichert und beruhigt hatten, konnten mit vier weiteren SR vom DLRG an Seilen entlang alle schnell an Land gebracht werden.
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  •   merquez
    (338 Beiträge)

    04.06.2013 19:42 Uhr
    ...
    Standard Feuerwehr Bootsbesatzung. Bootsführer, Bootssteuerer und ein weiterer Kamerad für Funk, Leinenübernahme, Warschau, Unterstützung etc. Hätte ja auch gepasst. 3 Kameraden der Feuerwehr 3 Strömungsretter, 4 Fahrzeuginsassen = 10 Personen. Bei Zulassung für 12 plus Sicherheitsreserve verstehe ich die Spitzfindigkeit mit dem "Balast" nicht.
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  • unbekannt
    (78 Beiträge)

    04.06.2013 14:25 Uhr
    HOCHWASSERWARNUNG IM LÄNDLE !!!!
    außerdem ..
    "Die nüchterne ortsunkundige Fahrerin ist aber 30 Meter zu spät abgebogen und somit nicht in die gewollte Richtung nach Plittersdorf gefahren sondern ohne es zu wissen Richtung Rhein."
    ORTSUNKUNDIG ODER NICHT - sie hat ja bestimmt von den Hochwasserwarnungen was mitbekommen ??? ... und die anderen Mitfahrer waren bestimmt aus der Region !!! Kann man nur den Kopp schütteln - einfach nur dämlich - sorry
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  • unbekannt
    (78 Beiträge)

    04.06.2013 14:27 Uhr
    HOCHWASSER IM LÄNDLE ::
    Kommentar gedacht für "Moosi"
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  •   merquez
    (338 Beiträge)

    04.06.2013 13:13 Uhr
    Du hast...
    ...Dich im Strassenverkehr so zu verhalten wie es die Verhältnisse zulassen. Was wäre denn gewesen wenn nach der Kuppe ein verunfallter Radfahrer auf der Strasse gelegen hätte? Ups, nicht gesehen, da war eine Kuppe...und nebelig war es auch noch...hat er eben Pech gehabt wenn ich ihm über den Hals fahre! Vor der Fähre in Plittersdorf sind auch keine beleuchteten Hinweisschilder. Dieser Einsatz hatte seine Tücken...und wenn die Einsatzkräfte ihr Leben aufs Spiel setzen dann geht eben nicht Alles nach Schema F...und es ist auch nachvollziehbar dass bei so einem Einsatz die Nerven blank liegen. Sei froh dass Alle heil ans Ufer gekommen sind und lass zu dass die von Dir gebashten Einsatzkräfte diesen Job freiwillig machen und ihr Leben aufs Spiel setzen während Andere mit ihrem Hintern im warmen Bett liegen.
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  • unbekannt
    (78 Beiträge)

    04.06.2013 14:23 Uhr
    stimme merquez voll zu ...
    außerdem ..
    "Die nüchterne ortsunkundige Fahrerin ist aber 30 Meter zu spät abgebogen und somit nicht in die gewollte Richtung nach Plittersdorf gefahren sondern ohne es zu wissen Richtung Rhein."
    ORTSUNKUNDIG ODER NICHT - sie hat ja bestimmt von den Hochwasserwarnungen was mitbekommen ??? ... und die anderen Mitfahrer waren bestimmt aus der Region !!! Kann man nur den Kopp schütteln - einfach nur dämlich - sorry
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    03.06.2013 23:09 Uhr
    Kommentar Teil 1
    Bin echt sprachlos wie kurzsichtig manche Kommentare sind ! Wenn jemand morgens um 4 Uhr absichtlich ins Wasser fährt ist das sichrlich dämlich. Als Angehöriger eines der Feuerwehrleute weiß ich aber dass es anders war. Die 4 Personen waren auf dem vermeintlichen Heimweg von einer Feier. Die nüchterne ortsunkundige Fahrerin ist aber 30 Meter zu spät abgebogen und somit nicht in die gewollte Richtung nach Plittersdorf gefahren sondern ohne es zu wissen Richtung Rhein. Die Straße war weder gesperrt noch waren beleuchtete Hinweisschilder auf Hochwasser aufgestellt, so dass sie die vorhandenen Hinweisschilder nicht gesehen hat. Ich kenne die Strecke: Sogar bei Tage sieht man erst ca. 100 Meter vorher, dass die Straße stark abfällt und überschwemmt ist. Bei Nacht hat man keine Chance. Da bist Du von einer auf die andere Sekunde im Wasser, zumal da die Kuppe nach einer Rechtkurve kommt. Das Auto wurde dann sofort von der Straße geschwemmt und ging unter. Der letzte Insasse konnte erst...
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  • unbekannt
    (3 Beiträge)

    05.06.2013 15:48 Uhr
    Krass
    Krass dass die Straße nicht richtig gesperrt war... bei uns wird alles dicht gemacht, selbst wenn man Schilder übersieht stehen Straßensperren.

    Zum Glück ist nicht noch mehr passiert ....
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  • unbekannt
    (37 Beiträge)

    03.06.2013 16:30 Uhr
    Unfallstelle
    Wer die Unfallstelle am Sonntag bei Tageslicht gesehen hat, wäre im Traum nie eingefallen da hindurch zu fahren. Die Überspühlung der Straße durch die Murg glich einem Wasserfall mit dementsprechender starker Strömung. Mut und Dummheit liegen manchmal oft beieinander.
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