Nach dem Einbruch von Wasser und Erdreich in den Tunnel der Neubaustrecke im August 2017 und der anschließenden wochenlangen Sperrung der darüber führenden europäischen Nord-Süd-Verbindung Rheintalbahn hatten Bahn und Bauunternehmen ein Schlichtungsverfahren vereinbart. Damit wollen sie einen langwierigen Gerichtsprozess vermeiden.

Wie die Bahn am Freitag mitteilte, sind die seit Mai laufenden Bohrungen Teil der Suche nach Beweisen. Der Baugrund an der Schadensstelle wird detailliert untersucht, darunter auch Stellen am Rand der demnächst gesperrten Ringstraße. Alle Bewohner würden jedoch noch mit dem Auto zu ihren Häusern kommen, versicherte die Bahn.

Die Arbeiten umfassen an die 60 Bohrungen, einige davon werden zu Messstellen für das Grundwasser ausgebaut. Ursprünglich war der Abschluss der Arbeiten für Ende Juli vorgesehen - nun ist Ende August angepeilt. Die Höhe des Schadens durch die Havarie ist noch nicht beziffert. Das gesamte Tunnelbauprojekt verzögert sich voraussichtlich um zwei Jahre und wird wohl erst 2024 fertig.

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