Normalerweise strotzen naturnahe Gewässer nur so vor Individualität. Unterschiedliche Wassertiefen und -breiten, Fließgeschwindigkeiten und Bodenbeschaffenheiten halten die Tier- und Pflanzenwelt auf Trab. Die Pfinz legt ihre 60 Kilometer heute weitgehend monoton und geradlinig zurück. Das bietet den Tieren und Pflanzen entsprechend wenig Abwechslung - und weitgehend einheitliche Lebensräume. Das soll sich nun ändern.

Ab dem 25. Juli 2022 will das Regierungspräsidium Karlsruhe eine ökologische Strukturmaßnahme zur Verbesserung der Pfinz umsetzen. Das Projekt beschränkt sich dabei auf den Flusslauf in Remchingen. Mit diesen Maßnahmen soll ein wichtiger Beitrag zur Zielerreichung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geleistet werden - und die Pfinz in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden.

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Auch wilde Enten machen es sich gern an der Pfinz gemütlich. | Bild: pixabay @ couleur

Auf einer Strecke von 200 Metern, westlich der Brücke Kappelwiesenweg in Remchingen-Singen, werden die Arbeiten bis voraussichtlich Ende August stattfinden. Ziel soll dabei sein, den Uferbereich herzurichten und die Lebensräume Ufer und Gewässer einladend miteinander zu verknüpfen. Eine großräumige Lageveränderung des Gewässerlaufs sei dabei nicht zu erwarten, bestätigt das Regierungspräsidium Karlsruhe. Schließlich wolle man die Wegführung entlang der Pfinz möglichst erhalten.

Die Maßnahmen richten sich demnach hauptsächlich auf das Flussbett. Dort sollen Niedrigwasserbuhnen, Kiesdepots und Fischunterstände für das gewünschte Ergebnis sorgen. Um die Fische vor den Baumaßnahmen zu schützen, werden sie in andere Abschnitte der Pfinz umgesiedelt. 

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