"Die künftige Ausrichtung der CDU im Land, sowohl inhaltlich, aber auch personell, darf nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden werden. Die Hauruck-Politik ist vorbei", erklärte der Bezirksvorsitzende Nikolas Löbel auf dem Bezirkstag am Samstag. Konkret forderten die Jung-Konservativen von der Landes-CDU mehr Diskussionen bis Ostern und stellten das Verschieben des Wahlparteitages, der bisher auf den 7. Mai terminiert ist, zur Diskussion.

Neben dem parteiinternen Wunsch nach mehr Mitbestimmung formulierte der CDU-Nachwuchs zwei Themenschwerpunkte: Unter dem Motto "Sicherheit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit" fordert die JU den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien. So soll der zügige Ausbau der Leitungsnetze forciert und eine intensive Forschung nach Speicherkapazitäten für elektrische Energie betrieben werden.

Daneben sprach sich das Gremium grundsätzlich gegen ein kommunales Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer aus und begründete dies damit, dass das Wahlrecht als Bürgerrecht an die Staatszugehörigkeit gebunden sei: "Jeder Bürger hat das Recht zu Wählen. Öffnet man dies nun allen, unterläuft man die Bürgerrechte jedes einzelnen", so der JU Bezirksvorsitzende Nikolas Löbel.

Mit Blick auf die Bildungspolitik lobte Löbel das bestehende Bildungssystem im Land und warnte die künftige grün-rote Koalition: "Sollten die Grün-Roten das kaputt machen und an die Wand fahren, dann gehen wir mal auf die Straße", so der JU-Chef.