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Pforzheim Vollsperrung der A8 bei Pforzheim: So wird der Verkehr umgeleitet

Im Zuge des Ausbaus der A8 bei Pforzheim wird die Eisenbahnbrücke über die A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Ost ersetzt. Dafür ist eine Vollsperrung der Autobahn nötig. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat nun die Umleitungen für diesen Zeitraum bekannt gegeben.

Die parallel zur Bahnlinie verlaufende Gemeindestraßenbrücke zwischen Niefern-Vorort und Eutingen wird abgerissen. Für den Abbruch muss die A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und -Ost ab Freitag, 27. April, 22 Uhr, bis spätestens Montag, 30. April, 6 Uhr, in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.

Trotz Vollsperrung: Wie kommt man von A nach B?

Der überregionale Verkehr zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und dem Autobahnkreuz Walldorf wird nach Angaben des Regierungspräsidiums über die A81 und A6 umgeleitet. Der regionale Verkehr werde für die Dauer der Vollsperrung über die bestehenden Bedarfsumleitungen geführt. "Die regionale Umleitung in Fahrtrichtung Karlsruhe erfolgt über die Umleitung U28. Diese führt ab der Anschlussstelle Pforzheim-Ost über die B10 durch Niefern-Vorort, Eutingen, Kieselbronn und über die B294 bei Pforzheim-Nord wieder zurück auf die A8", heißt es weiter.

Die Umleitung des regionalen Verkehrs in Fahrtrichtung Stuttgart erfolgt laut Regierungspräsidium über die Umleitung U7a. Diese führt den Verkehr ab der Anschlussstelle Pforzheim-Nord über die B294 durch Pforzheim und im weiteren Verlauf über die B10 bei der Anschlussstelle Pforzheim-Ost zurück auf die A8 in Richtung Stuttgart.

Umleitungsstrecke A8-Vollsperrung April 2018
Die Umleitungsstrecken während der A8-Vollsperrung. | Bild: Regierungspräsidium Karlsruhe

Fertigstellung der neuen Brücke im Frühjahr 2019

"Der Abriss der Brücke ist notwendig, da das vorhandene Bauwerk eine Engstelle im Autobahnquerschnitt darstellt", so das Regierungspräsidium. Die Arbeiten für die neue Bahnbrücke werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein. Für die Abbrucharbeiten und den Einschub des neuen Überbaus werden im Jahr 2018 insgesamt an drei Wochenenden Vollsperrungen der Autobahn im betroffenen Abschnitt notwendig.

Brücke bei Pforzheim-Ost
Die Brücke bei der Anschlussstelle Pforzheim-Ost. | Bild: ka-news

Die neue Bahnbrücke werde außerhalb des Verkehrsraumes der Autobahn beziehungsweise der Bahnstrecke unmittelbar neben dem bestehenden Bauwerk hergestellt. Der Abbruch der bestehenden Eisenbahnüberführung sowie der Einschub des neuen Bauwerkes werden im November 2018 innerhalb eines vierwöchigen Sperrfensters der Deutschen Bahn (DB) umgesetzt. Um diese Arbeiten ausführen zu können, muss die vorhandene und parallel zur Bahnlinie verlaufende Gemeindestraßenbrücke zwischen Niefern-Vorort und Eutingen abgebrochen werden.

Die Kosten für den Ersatzneubau des Überführungsbauwerkes betragen rund 14 Millionen Euro und werden zu unterschiedlichen Anteilen vom Bund und der DB getragen. Für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen und Belastungen bittet das Regierungspräsidium Karlsruhe die Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis.

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Kommentare (3)
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  •   Mili
    (855 Beiträge)

    17.04.2018 09:43 Uhr
    Wer sich hier etwas auskennt,
    wird sofort merken, dass diese Umleitungsstreckung zum größten GAU aller Zeiten in der Region führen wird. KA Richtung S - Schon alleine die Strecke durch Eutingen hindurch. Des wird luschtig. An alle Anwohner: "Viel Spaß".
    S Richtung KA - Hier werden auch die Wenigsten die B294 Richtung Pforzheim-Nord nehmen, sonder sich durch die Stadt auf der B10 verweilen. Kannst ja niemand dazu zwingen die ausgeschilderte U-Strecke zu benutzen.
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    (2680 Beiträge)

    17.04.2018 10:50 Uhr
    Das war schon
    immer so, wenn es in diesem Bereich der A8 zu grossen Störungen kam. Man muss das wesentlich weiträumiger umfahren über die AS PF-West, PF-Süd oder gar Heimsheim
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  •   dipfele
    (4680 Beiträge)

    16.04.2018 21:23 Uhr
    Aus der Ferne...
    ... sieht die vierwöchige Sperrung der Bahnstrecke Pforzheim- Mühlacker mit Busersatzverkehr etwas unnötig aus.Vor allem gibt es Fahrzeitverlängerungen für Berufspendler von geschätzten 20 Minuten. Bei angenommenen 10.000 Leuten pro Tag sind das dann rund 3.300 h pro Tag und rechnet man die Stunde mit 20,-- ergibt das in 30 Tagen rund 2,0 Mio € Zusatzkosten zur Fahrkarte. Früher bauten die Beamtenbähnler zwei getrennte Überbauten, da wurde erst die eine Brückenhälfte neu eingebaut, dann die andere Brückenhälfte. Die Züge konnten immer eingleisig die Baustelle passieren. Kundenfreundliches Bauen hat wohl die Managerbahn verlernt.
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