Pforzheim Vollsperrung auf A8 bei Pforzheim: Zwei Unfälle und 15 Kilometer Stau

Nach einem Verkehrsunfall auf der A8 Richtung Stuttgart zwischen der Anschlussstelle Pforzheim-Süd und Heimsheim sind mehrere hundert Liter Diesel ausgelaufen. Wie die Karlsruher Polizei berichtet, bildete sich ein Rückstau von bis zu 15 Kilometern. Im Stau kam es zudem zu einem weiteren schweren Unfall, bei dem ein Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt wurde. Gegen 14.30 Uhr konnte die Vollsperrung aufgehoben werden.

"Die Fahrbahnreinigung ist noch nicht abgeschlossen, das kann noch dauern. Momentan gibt es einen Rückstau von rund zehn Kilometer Länge", berichtet Alex Renner von der Karlsruher Polizei gegenüber ka-news. An dem Unfall waren ein Lkw sowie ein Sprinter beteiligt. Verletzt wurde vermutlich niemand. 

Aktualisierung, 11.30 Uhr:

Folgeschäden von offenbar mehreren hunderttausend Euro zieht ein Unfall vom frühen Montagmorgen auf der Autobahn A8 bei Friolzheim nach sich. Das berichtet die Karlsruher Polizei in einer aktuellen Pressemitteilung. Gegen 4.45 Uhr waren in Fahrtrichtung Stuttgart ein Lieferwagen der Sprinterklasse und ein Sattelzug nach einem fehlerhaften Fahrstreifenwechsel derart unglücklich zusammengeprallt, dass an der Zugmaschine des Schwerfahrzeugs der Tank aufriss und rund 800 Liter Diesel ausliefen.

Die unverletzt gebliebenen 25 und 39 Jahre alten Fahrer gaben jeweils an, dass der jeweils andere den Unfall verursacht hätte. Zwar hielt sich der Schaden an den Fahrzeugen mit insgesamt etwa 8.000 Euro in Grenzen. Da sich der Kraftstoff aber auf etwa 300 Metern Länge über alle drei Fahrstreifen verteilte und hier entsprechende Schäden anrichtete, muss die Fahrbahndecke von Montag auf Dienstag im Rahmen einer Nachtbaustelle zunächst provisorisch instandgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt wohl komplett erneuert werden.

Die Richtungsfahrbahn nach Stuttgart musste nach dem Unfall voll gesperrt und der Verkehr im Abschnitt zwischen Pforzheim-Süd und  Heimsheim bis weit in die Vormittagsstunden hinein über die Bedarfsumleitung geführt werden. Hierdurch kam es zum Rückstau, der eine Länge von teilweise über 15 Kilometer erreichte.

Während die beteiligten Fahrzeuge bis gegen 10.20 Uhr geborgen  waren, war mehrfach eine Nassreinigung der Fahrbahn mit Spezialgerät erforderlich - diese Maßnahmen dauern auch derzeit (11.00 Uhr) noch  an. Nach deren Abschluss ist vorgesehen, den Verkehr unter  Einrichtung einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 Kilometern pro Stunde wieder freizugeben.

Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt

In dem Stau kam es kurz nach 6.00 Uhr zu einem folgenschweren Unfall mit einem Motorradfahrer nahe Niefern-Öschelbronn. Der 25-Jährige wurde dabei nach Aussage der Polizei lebensgefährlich verletzt. Nach den Feststellungen des Verkehrskommissariats Pforzheim hatte  der junge Mann kurz nach 06.00 Uhr mit seiner Maschine vom mittleren  auf den linken Fahrstreifen gewechselt und war hier fast ungebremst  auf einen am Ende eines unfallbedingten Staus anhaltenden Pkw aufgefahren.

Während der 24-jährige Autofahrer Glück hatte und zumindest  äußerlich unverletzt blieb, musste der schwerstverletzte  Zweiradfahrer nach erster Versorgung durch einen herbeigeeilten  Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Karlsruher Klinik  geflogen werden. An der Maschine wie auch am Pkw entstanden Totalschäden in Höhe  von insgesamt etwa 11.000 Euro; beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt.  Neben Notarzt und Hubschrauber waren an der Unfallstelle auch zwei  Rettungswagen im Einsatz.

Aktualisierung, 16.18 Uhr:

Gegen 14.30 Uhr konnte die Vollsperrung der A8 in Richtung Stuttgart aufgehoben und ein Fahrstreifen  freigegeben werden. Derzeit herrscht auf dem betroffenen  Streckenabschnitt stockender Verkehr auf einer Länge von 17  Kilometern. Um die von Diesel auf einer Länge von 500 bis 600 Metern  verunreinigte Fahrbahn auszufräsen und umgehend wieder mit Asphalt zu füllen, sind von Montag auf Dienstag sowie in der Folgenacht, jeweils von 19.00 bis 8.00 Uhr, Nachtbaustellen vorgesehen. Im betroffenen Bereich ist bis mindestens Mittwochmorgen eine  Geschwindigkeitsbegrenzung unumgänglich.

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