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Pforzheim Offizieller Spatenstich auf der A8: Autobahn-Ausbau bei Pforzheim startet

Am Samstag begann mit dem offiziellen Spatenstich der sechsstreifige Ausbau der A8 bei Pforzheim. Bereits seit Freitagabend ist die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Ost erstmals für das Bauvorhaben voll gesperrt. Solche Situationen sollen in Zukunft aber die Ausnahme sein.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat am Samstag gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, den Ausbau der A8 im Enztal bei Pforzheim mit einem Spatenstich begonnen. "Die letzte Lücke für den sechsspurigen Ausbau der A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart wird durch den Bau der Enztalquerung geschlossen", sagte der Verkehrsminister.

Nicht nur die A8 wird erneuert

Auf einer Länge von insgesamt 4,7 Kilometern wird die Autobahn in den kommenden Jahren sechsspurig ausgebaut: An diesem Wochenende erfolgt zunächst der Abbruch der Brücke der Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Pforzheimer Stadtteil Eutingen und dem Ortsteil Niefern der Gemeinde Niefern-Öschelbronn. "Dieser Brückenabbruch ist Voraussetzung für die erforderliche Erneuerung der Eisenbahnüberführung auf der Bahnstrecke Karlsruhe - Stuttgart", erklärt das Verkehrsministerium.

Der eigentliche Ausbau der Fahrstreifen soll den aktuellen Plänen nach 2019 beginnen. Dann werden beide Richtungsfahrbahnen nacheinander in jeweils rund zwei Jahren Bauzeit auf drei Fahrstreifen ausgebaut. Und nicht nur die A8 an sich bekommt in diesem Zuge ein neues Gesicht: So ist im aktuellen Plan unter anderem auch die Realisierung von leistungsfähigeren Zufahrten der Anschlussstelle Pforzheim-Ost vorgesehen.

Zudem ist in diesem Bereich auch der Ausbau der B10 zu einer vierspurigen Fahrbahn geplant. Und auch Lärmschutzeinrichtungen, sowie eine Parkplatzanlage mit WC sind für die neue Enzatalquerung vorgesehen. Der gesamte Ausbau soll nach bisheriger Planung 2024/2025 abgeschlossen sein.

 

(Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Begrüßung)

Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der Autobahn

"Um die Verkehrsbeeinträchtigungen beim Ausbau der A8 im Enztal so gering wie möglich zu halten, erfolgt die Umsetzung des Projektes weitestgehend unter Aufrechterhaltung des Verkehrs", verspricht das Verkehrsministerium. Eine Vollsperrung des Autobahnabschnitts soll in Zukunft die Ausnahme sein, hieß es am Samstag beim Spatenstich auf der A8.

In den Ausbau werden nach Angaben der Verantwortlichen insgesamt rund 150 Millionen Euro investiert. Hiervon trägt der Bund mit rund 140 Millionen Euro den Hauptanteil. 46 Millionen Euro werden in den Lärmschutz investiert. Davon entfallen 33 Millionen Euro auf eine 380 Meter lange Lärmschutzeinhausung und 13 Millionen Euro auf Lärmschutzwände und Lärmschutzwälle. Bilger erklärte diese Investition am Samstag als "sehr gut angelegtes Geld für Baden-Württemberg."

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Kommentare (9)
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  •   art5gg
    (537 Beiträge)

    29.04.2018 17:39 Uhr
    Wenn schon die Anzugträger mit einem Bolzenschneider....
    ... einen Spatenstich machen wollen, kann man nur hoffen, dass die Bauarbeiter wissen, was für Werkzeug sie für ihre Arbeit brauchen!
    Ansonsten wird daraus die Fortsetzung vom Hauptstadtflughafen!
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  •   teflon
    (2682 Beiträge)

    29.04.2018 11:48 Uhr
    Wenn ich sehe,
    wie die Anzugträger mit dem Bolzenschneider hantieren, dann hoffe ich, dass die Krankenkasse keine Anmeldung zur Kur wegen muskulärer Schmerzen ausstellen muss. Zudem geht das Ganze wieder komplett in die Hose- man hat die sinnbefreite Klein-Klein-Lösung gewählt und wird die geplanten Kosten & Zeiträume sicher um Faktor 2 bis 3 in den Himmel jagen.
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    28.04.2018 20:07 Uhr
    riesiger volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
    Diese Baustelle ist falsch. Anstatt parallel eine leistungsfähige Brücke über das Tal zu bauen, nun diese Lösung mit Übertunnelung und Umbau von zig kleinen Brücken. Das Schlimmste dabei...die Bauzeit! In China werden in dieser Zeit ganze Städte gebaut. Aber mit dem Deutschen Michel ist das alles kein Problem.
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  •   Gaensebluemchen
    (526 Beiträge)

    29.04.2018 09:30 Uhr
    Eine Brücke ...
    ... würde sich ideal anbieten, das Tal wäre von Lärm und Abgasen deutlich befreiter.
    Man muss nicht nach China schielen, wo ja eher nach Diktatoren-Art bestimmt wird. Aber beim Nachbarn Frankreich wäre das auch schon längst erledigt.
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  •   info@achimklein.de
    (2 Beiträge)

    15.09.2018 12:23 Uhr
    Richtig?
    Ich verstehe den ganzen Ausbau nicht. Die Brücke war die beste Lösung. Die Bauzeit ist ein Skandal! Pforzheim ist das Pkw-Nadelöhr zwischen Nord- und Südeuropa. Das muss schneller gehen ...
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  • unbekannt
    (1273 Beiträge)

    30.04.2018 08:52 Uhr
    Dieser Gedanke wurde schon vor über 30Jahren abgelehnt
    Der Natur und den Menschen zuliebe. Vielleicht war es gut so. Damals hätte man die Brücke wahrscheinlich eh nur 4-spurig ausgebaut und müsste "heute" wieder von vorne anfangen.
    Die Bauzeit lässt natürlich zu wünschen übrig. Das sind ja fast 18Monate/km. Arbeiten da nur 4 Personen an der Sache ?
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  •   Gaul
    (310 Beiträge)

    29.04.2018 09:43 Uhr
    Die Wiese!
    Ist euch auch aufgefallen, wie viel grüner das Gras bei allen anderen ist? In China würde man die 50 verünglückten Bauarbeiter hinnehmen (wie auch grade am Istanbuler Flughafen) und in Frankreich wäre die Brücke vielleicht fertig, aber dafür vom Streik blockiert. Deutsche Ingenieurskunst war mal das obereste Gütezeichen, heute weiß es a) jeder besser und b) muss es vor allen Dingen möglichst schnell gehen.
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  •   JimmyBluebutton
    (831 Beiträge)

    29.04.2018 13:30 Uhr
    Es geht besser und schneller.
    Das haben nicht wenige deutsche Firmen beim Bau der Gotthardröhre bewiesen.
    Die Bremser und Fehlplaner sitzen bei uns in den Amtsstuben...
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  •   info@achimklein.de
    (2 Beiträge)

    15.09.2018 12:22 Uhr
    Stimmt!
    Ich verstehe den ganzen Ausbau nicht. Die Brücke war die beste Lösung. Die Bauzeit ist ein Skandal! Pforzheim ist das Pkw-Nadelöhr zwischen Nord- und Südeuropa. Das muss schneller gehen ...
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