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Pforzheim Auto über Nacht gestohlen: Polizei warnt vor technisch versierten Autoknackern

In Pforzheim wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Mercedes vor der Haustür seines Besitzers gestohlen. Dabei gingen die täter offenbar äußert raffiniert und unauffällig vor, so dass sie unerkannt entkommen konnten. Die Polizei will Autobesitzer vor solchen Diebstählen sensibilisieren.

Ein mit dem sogenannten Keyless-Go-System ausgestatteter Mercedes-Benz im Wert von rund 75.000 Euro wurde in der Nacht zum Freitag in der Pforzheimer Südoststadt gestohlen. Das Fahrzeug wurde am späten Freitagabend gegen 23 Uhr direkt vor dem Anwesen des Fahrzeugbesitzers in der Kantstraße abgestellt. Am frühen Freitagmorgen war das teure Auto weg! 

Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass das Fahrzeug durch die unbekannten Täter durch einen sogenannten "Funkstrecken-Verlängerer" geöffnet wurde. "Durch diese Technik ist es den Dieben möglich, das dauerhaft gesendete Signal der Fahrzeugschlüssels aus dem Innern der Wohnhäuser abzufangen und an den am Fahrzeug stehenden Mittäter weiterzuleiten", erklärt die Polizei in einer Pressemitteilung. So lasse sich das Fahrzeug ohne Diebstahlspuren und Lärmgeräusche öffnen und wegfahren.

Das Polizeipräsidium Karlsruhe rät Besitzern von Autos mit Keyless-Go-Systemen zu verschiedenen Verhaltenstipps, um nicht selbst Opfer der technisch versierten Autodiebe zu werden. 

  • "Autobesitzer sollten auf  fremde, verdächtige Personen und Fahrzeuge achten. Es könnte sich um professionelle Autodiebe handeln, die möglicherweise versuchen sich unauffällig das Schlüsselsignal zu verschaffen.
  • Hochwertige Fahrzeuge sollten nach Möglichkeit in einer abschließbaren Garage abgestellt werden.
  • Besitzer sollten beim Hersteller Ihres Fahrzeuges nachfragen, ob für Ihr Fahrzeug der Komfortzugang deaktiviert werden kann.
  • Fahrzeugschlüssel sollten nicht in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür abgelegt werden.
  • Bei Nichtbenutzung des Fahrzeugs sollten Hüllen oder Behältnisse verwendet werden um das Funksignal abzuschirmen.  Schlüsseletuis mit eingebauter Abschirmfolie oder Schlüsseltresore können über das Internet oder im Fachhandel erworben werden.
  • Besitzer sollten ihr Fahrzeug durch einen zusätzlichen optischen oder akustischen Alarm sichern, der die Diebe bei ihrer Arbeit stört oder abschreckt.
  • Je länger es dauert, ein Fahrzeug zu öffnen und zu entwenden, umso unwahrscheinlicher wird der Fahrzeugdiebstahl. Daher sollten Fahrzeugbesitzern es den Dieben schwer machen. Dabei können mechanische Diebstahlsicherungen, wie zum Beispiel die klassische Lenkradkralle, eine Gangschaltung- oder Pedalsperre helfen.

Bei Fragen stehen Fahrzeugbesitzern jederzeit kostenfrei die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen zur Verfügung. Hinweise zum beschriebenen Diebstahl nimmt der Kriminaldauerdienst rund um die Uhr unter 0721/939-5555 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Kommentare (4)
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  •   Mammut
    (740 Beiträge)

    10.02.2018 10:10 Uhr
    Wann werden Kfz-Käufer zur Verantwortung gezogen....
    ...die ein Fahrzeug mit eingebauter Diebstahlhilfsvorrichtung anschaffen?
    Oder müsste man da die Hersteller mit Produkthaftung in die Pflicht nehmen?
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  •   NeoTiger
    (615 Beiträge)

    10.02.2018 11:25 Uhr
    Werden sie doch
    Jemand nimmt ihnen zur Strafe einfach das Auto weg.
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  •   Mammut
    (740 Beiträge)

    10.02.2018 11:34 Uhr
    ...und die Versicherung...
    ...zahlts!
    Oder gibts da eine eigene Fahrzeugklasse für Fahrzeuge mit Diebstahlvereinfachvorrichtung?
    Vielleicht wollen die Fahrzeughersteller damit ihre Zulassungszahlen in Deutschland erhöhen und bieten deshalb dieses Ausstattungsmerkmal ohne Aufpreis an (Deaktivierung gegen saftigen Aufpreis)?
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  •   Gaensebluemchen
    (483 Beiträge)

    10.02.2018 12:42 Uhr
    Die Versicherung zahlt nur...
    ... auf Umwegen. Natürlich zahlen alle Versicherten den Schaden, Solidarprinzip halt. Die Versicherung holt sich ihr Geld immer, die Beiträge werden einfach mal wieder locker erhöht und gut ist.
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