Pforzheim Pforzheimer Rathaus durchsucht

Das Pforzheimer Rathaus ist am Dienstagvormittag von Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Mannheim durchsucht worden. Wie ein Sprecher mitteilte, werden derzeit Akten und Computer eingesehen.

Die Aktion stehe im Zusammenhang mit riskanten Derivatgeschäften, bei denen der Stadt Millionenverluste drohen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue stehen den Angaben zufolge die Verantwortlichen der Kämmerei der Stadt sowie die frühere Oberbürgermeisterin Christel Augenstein. Die Staatsanwaltschaft Mannheim war zunächst nicht zu erreichen.

Stadtkämmerin Susanne Weishaar gab erst vorige Woche bekannt, dass sie das Rathaus verlässt. In einer Pressemitteilung der Stadt hieß es, dass die Vertrauensbasis zwischen ihr und Teilen des Gemeinderats und Teilen der Verwaltung nicht mehr in ausreichendem Maße gegeben sei. Dafür sei eben diese Diskussion um die Derivatgeschäfte ausschlaggebend gewesen.

Am selben Tag gab es eine weitere Pressemeldung aus dem Pforzheimer Rathaus, in der veröffentlicht wurde, dass die Schulden durch Derivatgeschäfte noch höher sein könnten, als zunächst befürchtet. Anstatt 50 bis 60 Millionen Euro Minus stehen inzwischen 77,5 Millionen Euro im Raum.

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