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Karlsruhe Termin steht: Klage gegen Zweite Rheinbrücke wird am 24. Juni verhandelt

Die Stadt Karlsruhe und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) haben gegen den Bau der zweiten Rheinbrücken geklagt. Jetzt steht der Verhandlungstermin: Am 24. Juni wird im Karlsruher Südwerk entschieden.

Die Verhandlung sollte ursprünglich Ende April stattfinden, wurde aber Anfang April aufgrund der Corona-Pandemie verlegt. Die mündliche Verhandlung zu den beiden Klageverfahren ist auf Mittwoch bis Freitag, 24. bis 26. Juni, angesetzt. 

Die Verhandlung sollte zunächst im Gerichtsgebäude des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim stattfinden. "Da dort - Corona-bedingt - aber zu wenige Sitzplätze für die zahlreichen Verfahrensbeteiligten, die Presse und die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, wird der 5. Senat des VGH zu den mitgeteilten Zeiten im Bürgerzentrum Südstadt, Henriette-Obermüller-Straße 10, 76137 Karlsruhe verhandeln", so das Verwaltungsgericht Karlsruhe in einer entsprechenden Pressemeldung.

Rheinbrücke ist über 50 Jahre alt

Seit 1966 spannt sich das Bauwerk zwischen Wörth und Karlsruhe über den Rhein. Bis zu 80.000 Autos queren die Brücke täglich. Zuletzt wurde sie ab November 2018 monatelang saniert: Nach zwei Vollsperrungen, Pannen bei Schweißnähten und Beton und mehreren Fahrbahneinschränkungen, konnte sie Anfang 2020 wieder freigegeben werden.

Über eine zweite Rheinquerung wird seit Jahren debattiert. Sie soll 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Brücke gebaut werden. Die Kosten von 107 Millionen Euro würde der Bund tragen. Das Bauprojekt besteht aus zwei Genehmigungsverfahren: Einmal in Rheinland-Pfalz und einmal in Baden-Württemberg.

Gegen das aktuelle Planfeststellungsverfahren hatten Umweltverbände Klage eingereicht. Diese wurde für das Verfahren auf rheinland-pfälzischer Seite im November 2019 abgewiesen - für das baden-württembergische Verfahren steht noch eine Entscheidung aus. Sie soll zwischen dem 24. und dem 26. Juni fallen.

Auf baden-württembergischer Seite tritt auch die Stadt Karlsruhe als Kläger gegen die aktuellen Planungen auf. Streitpunkt ist der Anschluss der B36 an die neue Rheinbrücke: Umweltschützer kritisieren das Durchschneiden eines Naturschutzgebietes, die Stadt Karlsruhe sieht im Anschluss keine nachhaltige Verkehrsentlastung. 

Die Debatte um eine zweite Rheinquerung existiert seit Jahrzehnten. Eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen in unseren Dossier: https://www.ka-news.de/zweite-rheinbruecke-karlsruhe./

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Karlsruhes zweite Rheinbrücke | ka-news.de: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
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Kommentare (7)
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  • unbekannt
    (3017 Beiträge)

    05.06.2020 12:03 Uhr
    Wenn man die Verkehrsführung anschaut, wird
    klar, dass das Nadelöhr die Südtangente mit dem von dort ab-/zufliessenden Verkehr ist. In wie weit die jetzige Rheinbrücke noch nach der Überholung hält, ist völlig unklar - für mich ist die 2te Brücke eine Ersatzbrücke. So lange Karlsruhe kein gescheites Verkehrskonzept auf die Reihe bekommt, bleibt der Stau erhalten - egal wieviele Brücken man noch baut. Es fehlt die Kapa einer Nordtangente, die den Verkehr in Menge & Bereich entzerrt und so den zweiten Direktanschluss an die A5 darstellt . Oder man findet eine andere Lösung, die die Südtangente entlastet
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  •   tom1966
    (409 Beiträge)

    05.06.2020 11:17 Uhr
    Bitte löschen
    Doppelpost durch Neuladen der Seite
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  •   schmidmi
    (2655 Beiträge)

    05.06.2020 10:59 Uhr
    Genau
    das ist ja einer der Klagegründe!
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  •   tom1966
    (409 Beiträge)

    05.06.2020 10:41 Uhr
    Zweite Rheinbrücke
    Obwohl der Verkehr seit Aufhebung der Baustelle im Dezember besser fliest als vor der Baustelle, halte ich eine zweite Rheinbrücke für sinnvoll. Sie soll nicht nur den Verkehr besser verteilen, sonder auch eine Alternative für die jetzige Rheinbrücke sein. Zwischen Iffezheim und Phillippsburg gibt es nur die Karlsruher Rheinbrücke- was ist, wenn die mal nicht befahren werden kann? Es gibt viele Möglichkeiten was passieren könnte: Schwerer Unfall mit LKW, womöglich mit brennender Ladung, wobei die Brücke beschädigt werden könnte, Schaden am zentralen Stützpfeiler usw.. Dann muss der gesamte Verkehr sehr weiträumig ausweichen. Von Wörth nach Knielingen muss ich dann über Germersheim oder Rastatt fahren - macht das Sinn?
    Bei einer kompletten Sperrung könnten auch die Radwege betroffen sein, so dass die Radfahrer vor dem gleichen Problem stehen.
    Wie man es auch nimmt, auf Dauer führt wohl kein Weg an einer zweiten Rheinbrücke vorbei.
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  •   tom1966
    (409 Beiträge)

    05.06.2020 10:12 Uhr
    Trassenführung
    Wenn ich mir das obige Bild mit der geplanten Trassenführung ansehe, so fällt auf, dass der Verkehr von beiden Brücken auf die sowieso schon stark belastete Südtangente geführt werden soll. Was mir hier fehlt, ist eine Anbindung nach Norden - an die B36 oder noch besser an die Autobahn.
    Wenn ich derzeit von der Pfalz kommend auf die A5 in Richtung Norden will, muss ich entweder Karlsruhe im Süden umfahren oder durch Knielingen auf die B36 und dann in Bruchsal auf die A5. An der AS KA Nord auf die A5 zu gehen, macht aus Richtung der Rheinbrücke gar keinen Sinn.
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  •   Iglaubsnet
    (790 Beiträge)

    05.06.2020 16:22 Uhr
    Auf karlsruher Seite
    kommt ein grosser Parkplatz und eine Straba-Haltestelle äh. und ein Radschnellweg.
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  •   jmiles
    (126 Beiträge)

    05.06.2020 10:25 Uhr
    Ja
    Ganz genau ... wüßte auch gerne welches Kleinhirn sich das so ausgedacht hat. Kann kein Karlsruher sein!
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