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Philippsburg/Karlsruhe Jetzt ist es offiziell: Zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe darf gebaut werden

Fast vier Jahre nach dem Planfeststellungsbeschluss für den Bau der zweiten Rheinbrücke ist dieser nun endlich rechtskräftig. Die Stadt Philippsburg (Kreis Karlsruhe) zog ihre Klage dagegen zurück, wie das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe am Donnerstag mitteilte. "Damit sind alle Rechtsstreitigkeiten ausgeräumt und es herrscht nun endlich Rechtssicherheit, so dass wir so weiterplanen können wie vorgesehen", sagte eine Behördensprecherin. Die Brücke soll zwischen Karlsruhe und dem rheinland-pfälzischen Wörth entstehen.

Vor einem Jahr hatten bereits die Stadt Karlsruhe und der Umweltschutzbund BUND, die ebenfalls gegen das Land Baden-Württemberg geklagt hatten, einen Rechtsstreit beendet. Sie stimmten vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg einem Vergleich zu. Dabei waren unter anderem ein Geh- und Radweg sowie verbesserter Naturschutz vereinbart worden.

Luftbild von der Rheinbrücke Karlsruhe.
Luftbild von der Rheinbrücke Karlsruhe. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

Baubeginn nicht vor 2027

Die neue Brücke zwischen Wörth und Karlsruhe soll etwa 1,4 Kilometer entfernt von der alten, völlig überlasteten Rhein-Querung errichtet werden. Nun muss unter anderem noch ein sogenanntes Planergänzungsverfahren folgen - unter anderem, um die Standorte für die Brückenpfeiler festzulegen.

Frühester Baubeginn wäre nun im Jahr 2027, zwei bis vier Jahre später soll die Brücke stehen. Die Federführung für Bau und Planung liegt nach Worten der Sprecherin des RP Karlsruhe inzwischen beim Land Rheinland-Pfalz.

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Karlsruhes zweite Rheinbrücke | ka-news.de: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
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Kommentare (23)
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  •   AlterMann
    (364 Beiträge)

    25.06.2021 17:47 Uhr
    Zeitplanung
    So eine Zeitplanung verstehe ich nicht.
    Wenn doch alles genehmigt ist dann sollte doch die Planung schon fertig sein dass man sofort damit beginnen kann. Zumindest mal mit den Ausschreibungen. Was wird denn noch so lange gemacht dass man so viele Jahre warten muss? Hofft man dass man es noch verhindern kann? Aber wenn ich bedenke dass eine Stadt wie Basel alleine innerhalb drei Rheinbrücken hat dann ist die eine bei Karlsruhe schon etwas wenig.

    Ähnliches gibt es auch in Pforzheim. Vor vielen Jahren wurde die Westtangente genehmigt. Sinn macht die erst wenn sie befahrbar ist von der Autobahn bis zur B294. Aber erst wurde ein Anschluss an die Autobahn und B10 gebaut, dann Jahre später der erste Teil der Strecke bis irgendwo in Wald, aktuell, auch wieder Jahre später, ist die Verbindung zur B294 im Bau. Verstanden hab ich nie warum das nicht alles zeitgleich gemacht wird, warum da immer Jahre dazwischen liegen.
    Je früher man anfängt desto früher hat man den Nutzen.
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  •   Karsten2010
    (223 Beiträge)

    25.06.2021 21:49 Uhr
    In Basel ...
    ... verbinden die Rheinbrücken Stadtteile miteinander, in KA lediglich die Stadt mit dem Umland. In Basel ist sicherlich ein höherer Bedarf auch an Nichtautofahrern vorhanden als in KA. Und solange es keine Nordtangente dazu gibt, enden 2 Brücken mit zusammen 4 oder 5 Fahrspuren pro Richtung auf einer pro Richtung 2-spurigen Südtangente. Und wenn es eine Nordtangente dazu gibt, wird das Autofahren wieder einmal noch komfortabler und die Verkehrswende ist nur Gequatsche.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (648 Beiträge)

    25.06.2021 12:53 Uhr
    Wer
    kommt denn bitte auf die Idee, die bestehende 6-spurige Rheinbrücke/-querung sei "alt" und "völlig überlastet" (Zitat aus dem Artikel)?
    In Wirklichkeit ist die Brücke frisch renoviert, um für künftige Jahrzehnte funktionieren zu können.
    Der einzige Engpass ist der auf Karlsruher Seite mit Absicht eingebaute "Karlsruher Pförtner", eine Verengung auf 2 Spuren, die logischerweis ab und an zu Staus führen kann.
    Diese Basis-Fakten können nach jahrelanger Diskussion auch der ka-news-Redaktion langsam bekannt sein zwinkern
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  •   tom1966
    (1538 Beiträge)

    25.06.2021 13:12 Uhr
    Tatsache ist
    dass es seit der Sanierung de Brücke kaum Staus gab. Woran das liegt, kann ich nicht sagen.
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  •   CR23
    (9 Beiträge)

    25.06.2021 14:50 Uhr
    Stichwort HomeOffice
    Nach der Fertigstellung kam Corona. Dank Home-Office müssen viele Pendler nicht mehr täglich über die Brücke. Zudem gingen Reise- und Shoppingverkehr zurück.
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  •   Apu
    (242 Beiträge)

    25.06.2021 09:54 Uhr
    Eine brücke
    Die in frühestens 15 jahren fertig gestellt sein wird.
    Stellt sich doch die frage, ist das verkehrsaufkommen in 15 bis 20 jahren noch so hoch wie heute? In zeiten in denen der klimaschutz ganz oben steht und durch corona viele das bike und E bike entdeckt haben? Der logistikverkehr rollt immer, ja. Allerdings gibt es doch nur 2 stellen von der A5 bis in die pfalz bei denen es hackt, bei bulach und mühlburg. Ansonsten rollt der Verkehr. Naja, die gelddruckmaschine muss wohl irgendwo bei jemanden im keller stehen.
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  •   NeoTiger
    (744 Beiträge)

    25.06.2021 18:29 Uhr
    Es wird auf jeden Fall in 15 Jahren noch Verkehr geben der über diese Brücke muss. Und je älter die jetzige wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass mal bei einer Routine-Inspektion etwas entdeckt wird, das sofort und ohne wenn und aber die Sperrung der gesamten Brücke erforderlich macht - so wie bei der Hernando de Soto Brücke in den USA bei Memphis letzten Monat. Und dann wird das Geschrei groß sein.
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  •   mueck
    (12306 Beiträge)

    25.06.2021 10:42 Uhr
    !
    Die neue Kanzlerin wird's hoffentlich richten und den Bundesverkehrswegeplan klimagerecht entrümpeln ... zwinkern
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  •   santana
    (1326 Beiträge)

    26.06.2021 07:24 Uhr
    Eine "neue Kanzlerin"
    wird es mit Sicherheit nicht geben und das ist auch gut so.
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  •   patrickkk
    (2170 Beiträge)

    25.06.2021 09:36 Uhr
    ...
    Mindestens 30 Jahre, eher 40 Jahre zu spät.

    Zusammen mit der Rheintalbahn ein Zeugnis der herrschenden Politik. Zukünftige Generationen werden sich fragen wie zwischen 1950 und 1980 so viel aufgebaut werden konnte, und was dann passiert ist.
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