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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: "Wenn schon eine Brücke, dann mit Rad- und Fußweg!"

Die zweite Rheinbrücke ist eine Fehlplanung. Dieser Meinung ist aktuell die Interessengemeinschaft "Radweg Ritterhecke". Der Grund: In den Planungen zur neuen Rheinbrücke ist kein Rad- beziehungsweise Fußweg vorhanden.

Um auf diesen Missstand hinzuweisen wendet sich die Interessengemeinschaft, deren Mitglieder "so gut es geht versuchen, so viele Wege wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen", nun mit einem offenen Brief an die Landesregierungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

"Die Planungen der zweiten Rheinbrücke bei Wörth ohne begleitenden Radweg und der gleichzeitig geplante Rückbau bestehender Radwege führen dazu, dass dieser Weg künftig deutlich beschwerlicher wird", erläutern Hans Wünstel, Gerald Künzig und Michael Elgas stellvertretend für "Radweg Ritterhecke" die Problematik einführend und weisen damit auf den täglichen Arbeitsweg vieler Mitglieder auf dem Fahrrad hin.

"Erste Unfälle bereits vorprogrammiert"

Auf der jetzigen Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe gibt es zwei Rad-/Fußwege, jeweils einen südlich und nördlich. Stand jetzt soll der südliche Weg auf Höhe des sogenannten Ölkreuzes "zu allem Überfluss" zurück gebaut werden. "Der einzig verbleibende nördliche Rad-/Fußweg wird dann im Begegnungsverkehr befahr-/begehbar sein", heißt es in dem offenen Brief weiter. Sowohl für Fußgänger, Radfahrer, E-Bikes und Kleinkrafträder. Von zwei Radwegen auf einer Brücke bleibe also ein Radweg auf zwei Brücken übrig. Da seien laut Interessengemeinschaft die ersten Unfälle bereits vorprogrammiert.

Außerdem stellt sich die Gemeinschaft die Frage, wie solch eine Planung in den nationalen Radverkehrsplan 2020 passen kann? Deshalb möchte die Interessengemeinschaft mit ihrem Schreiben anregen, über die Schaffung eines Radwegs auf der neuen Brücke nachzudenken. Außerdem fordert sie deutlich: "Wenn schon eine Brücke zwischen zwei Bundesländern, dann bitte mit Rad-/Gehweg!"

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Kommentare (20)
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  •   mueck
    (10822 Beiträge)

    09.01.2018 11:56 Uhr
    Radweg Ritterhecke
    Im Faktencheck wurde ja ein potentieller Radweg an der neuen Brücke auch planerisch skizziert. Demnach hätte der nur an der Brücke selbst sein sollen, kurz vor/nach dem Rhein wäre er wieder "auf den Boden" gekommen und hätte weitere eigene Infrastruktur erfordert, damit hätte die Gemeinschaft "Radweg Ritterhecke" weiterhin ihr eigentliches Kernproblem, dass der Radverkehr durch das kleine Stückchen Hafengebiet (und nur dieser nach dem neuesten Urteil, der Autoverkehr darf bleiben! Gibt's da neuere Infos, ab wann etc.?) verboten werden soll, obwohl ein Gericht in einem Verfahren zuvor zutreffend festgestellt hat, dass es die ganzen Jahre kein einziges Problem dort mit Radverkehr gab ... Da fasst man sich auch an den Kopf, mindestens genauso intensiv wie bzgl. des Radweges an der Südtangente, wenn man sieht, was die Planer da für'n Megaquatsch produziert haben ...
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    09.01.2018 09:36 Uhr
    Hä?
    Seit wann interessieren sich Radfahrer für Radwege?
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  •   ALFPFIN
    (6770 Beiträge)

    09.01.2018 16:53 Uhr
    Das wäre doch mal ein guter Vorschlag,
    zur neuen Rheinbrücke, die sowieso nicht gebaut wird. Ein Fußweg und ein Radweg, sehr zur Freude gewisser Radfahrer. Sie bekommen einen Fußweg, zum Radfahren, da müssen sie sich nicht einmal auf der Brücke umgewöhnen. grinsen
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    09.01.2018 10:01 Uhr
    Ein Fussweg
    auf der einen und ein kombinierter Rad-Kleinkraftradweg auf der anderen Seite, wo ist denn da das Problem? Oder ein kombinierter Weg für Fussgänger und normale Radfahrer einerseits und einer für Räder mit Hilfsantrieb und Mopeds auf der anderen.
    Auf den Mopedweg dürfen dann auch die Sportradfahrer (absolute Minderheit), dann ist doch alles im Lack.
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  •   mueck
    (10822 Beiträge)

    09.01.2018 11:59 Uhr
    PS
    Hat die IG "Radweg Ritterhecke" im Planfeststellungsbeschluss auch eine Ident-Nr.?
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  •   mueck
    (10822 Beiträge)

    09.01.2018 11:41 Uhr
    Und wo
    bleiben die Kutschen, Reiter und die Hirten mit ihren Schafherden?

    Ok, die kommen eher selten vor, dürften heute aber jederzeit unsere jetzige Universalbrücke benutzen. Dank Anschluss der zweiten Brücke an die Südtangente hat der ganze Langsamverkehr vom Rad bis zum Schaf ein massives Problem. Das wird den planenden Behörden hoffentlich noch vor Gericht um die Ohren fliegen, da sind massive Nachbesserungen nötig ...
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  •   Garrincha
    (485 Beiträge)

    09.01.2018 08:31 Uhr
    Ist die Erde doch eine Scheibe?
    eine Brücke ohne Radweg so ein absoluter Schwachsinn kann doch nur von CDU-Hirnen für gut befunden werden
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  •   Mammut
    (766 Beiträge)

    10.01.2018 08:57 Uhr
    Für diejenigen, die in einer Blase leben....
    ....ist diese Erkenntnis sicher ein Schock!
    Aber es kommt noch schlimmer: Die Erde ist eine Kugel und wir leben auf der Oberfläche derselben!
    Und die Realität auf dieser Erde sieht ganz anders aus, als sich die Blasenbewohner in ihrer kunterbunten, "weltoffenen" und beschränkten Welt immer eingeredet haben!
    Die Truman-Show lässt grüssen:
    „Guten Morgen... Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen: guten Tag, guten Abend und gute Nacht!“
    Mein Rat: wenn Sie sich mit der Realität überfordert fühlen, gehen sie schnell wieder zurück in Ihre Blase, bis Sie erwachsen sind!
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  •   lynx1984
    (3175 Beiträge)

    09.01.2018 09:02 Uhr
    das kommt dabei heraus
    wenn die Interessenvertreter für Radfahren erst jahrzehntelang lediglich eine Komplettblokadepolitik betreiben und dann wenn alle Sachen beschlossen sind um die Ecke kommen und feststellen, dass es keinen Radweg gibt. Dafür hätte man sich bereits vor Jahren einsetzen können. Fakt ist: Der Bund baut keine Radwege. Das Land BW, die Stadt Karlsruhe und der Landkreis Karlsruhe inkl. den Pfälzer Gemeinden hätten sich für den Radweg beim Bund stark machen können und auch -wichtig!- die Finanzierung dafür in Aussicht stellen können und dann wäre die 2. RB mit Radweg geplant worden. Rote Landesregierungen, schwarze, grüne in unterschiedlicher Konstellation haben das nicht hinbekommen...
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  •   Mammut
    (766 Beiträge)

    09.01.2018 17:58 Uhr
    Wenn Interesse an einer Fahrradbrücke besteht......
    ....warum wird das dann nicht als Bedarf gemeldet?
    In Straßburg hat man eine tolle Brücke für schlappe 21 Millionen über den Rhein gebaut - nur für Fußgänger und Radfahrer.
    Bei den Kosten für die überflüssige U-Bahn könnte man das doch auch noch unterbringen, so unter dem Punkt "Verschiedenes". Dann gäbe es wenigstens eine sinnvolle Position in dem ganzen Projekt.
    Nach einigen Faktenchecks, Kundgebungen, Zeichen-setz-Aktionen, Demonstrationen und Mahnwachen für die bedrohte gemeine Rheinschnake usw. würde dann sicherlich in 20 Jahren ein Planfeststellungsbeschluss auf dem Tisch liegen.
    Bis dann die Klagen dagegen abgearbeitet sind gibts dann ca.2050 die feierliche Eröffnung.
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