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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Verfahren noch dieses Jahr abgeschlossen?

Vor mehr als fünf Jahren haben die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ein Verfahren für den Bau einer zweiten Rheinbrücke angestoßen. Seither wird viel über die Notwendigkeit einer neuen Brücke gestritten. Im Oktober könnte das Verfahren nun zum Abschluss kommen.

Wie Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup bei einem Medientreffen am Donnerstag verriet, soll noch im Oktober der Planfeststellungsbeschluss für die zweite Rheinbrücke vorliegen. Das Verfahren läuft bereits seit mehr als fünf Jahren. Mit dem Beschluss wäre es dann endgültig abgeschlossen.

Und anderem wird sich der Gemeinderat dann Einschätzung des Oberbürgermeisters mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Fächerstadt juristisch gegen die Pläne vorgehen wird. Aktuell steht nach Aussage Mentrups noch die Frage im Raum, ob der "verkehrliche Nutzen dem zu erwartenden Landschaftsverbrauch Rechnung tragen wird". Pfälzische Naturschutzverbände hätten bereits eine Klage gegen Beschluss angekündigt. 

Die Stadt Karlsruhe hatte sich bereits in der Vergangenheit kritisch zu den Plänen für eine zweite Rheinbrücke geäußert. 2011 hatte sich die Fächerstadt in einer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren gegen die Planung der Brücke ausgesprochen. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags wiederum hatte sich im Juni hinter den Bau der Brücke und der Anbindung an die B36 gestellt. 

 

 

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Kommentare (31)
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  •   andi-b7
    (2485 Beiträge)

    31.07.2017 18:41 Uhr
    Also eine Rheinbrücke brachen wir nicht Tunnel ist besser.
    Mit Lucken für den Rhein wenn mal wieder Stau ist.
    Mal sehen ob da nicht einer reicht.
    😜
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  •   albern
    (203 Beiträge)

    31.07.2017 13:04 Uhr
    Eine weitere Rheinbrücke mag sinnvoll sein, wenn Sie den Verkehr nicht in die Stadt leitet
    Denn darin ist der Rückstau begründet, der dann eben bis auf der Brücke steht. Wenn der Verkehr nicht abfließen kann bedeutet eine 2. Brücke für die KFZ-Lenkenden halt nur, dass sie sich aussuchen können auf welcher Brücke sie stauen wollen.
    Wenn der Abfluss heute verbessert würde stünden morgen schon keine Pendler mehr auf der Brücke und die Diskussion ginge nur noch um die erforderliche Sanierung.
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  •   ckckck
    (420 Beiträge)

    31.07.2017 07:44 Uhr
    unglaublich
    Zitat:
    "verkehrliche Nutzen dem zu erwartenden Landschaftsverbrauch Rechnung tragen wird". Pfälzische Naturschutzverbände hätten bereits eine Klage gegen Beschluss angekündigt.

    Wer so was denkt, soll mal jeden morgen über die Rheinbrücke fahren... einfach nur unglaublich
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  •   lynx1984
    (2713 Beiträge)

    30.07.2017 22:03 Uhr
    Vermurkst
    Ist all die Planung zur 2. RB.
    Ohne Frage gibt es fast jeden Tag mehr als genug Stau und auch der ÖPNV ist keine Lösung. Aber die vor-vor Landesregierung hat Last-Minute unter Mappus noch diese Variante in das Planfeststellungsverfahren geschickt. Mit der Linienführung made in Rheinland-Pfalz. Da kam für Karlsruhe nix gescheites raus, wie das so Last Minute ist... Sehr gespannt kann man nun beobachten wie die B36 Anbindung separat angedoktort wird. Leider ist insgesamt festzustellen dass nur über die 2. RB pro und contra gesprochen wird und so gut wie nie auf die Stausituation eingegangen wird.
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  •   dipfele
    (4178 Beiträge)

    31.07.2017 01:51 Uhr
    die Staus....
    ..... werden in erster Linie von den unvermögenden Autofahrern selbst verursacht, die sich nicht richtig einfädeln können. Ausserdem fängt der Stau bereits in Durlach an, weil das KA- Strassennetz nicht aufnahmefähig ist !! Da hilft auch eine zweite Strassenbrücke nichts. Und noch was: Dass mit der Strassenbrücke Naturschutzgebiete zerstört werden, stört die Autofahrer überhaupt nicht. Nur wenn die mal wirklich paar Minuten im Stau stehen, dann spielt auf einmal der Umweltschutz eine grosse Rolle.
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  •   ka-lex
    (1519 Beiträge)

    30.07.2017 20:03 Uhr
    Wozu eine zweite Rheinbrücke?
    Wenn die Verbrennungsmotoren nicht mehr zulassungsfähig sind, wird sich die Zahl der Individualfahrzeuge drastisch reduzieren.
    Elektroindividualfahrzeuge sind keine Alternative. Der Massenverkehr von morgen läuft nicht mehr auf Asphaltrennbahnen. Das "Fünfpersonenauto", besetzt mit einer Person, dem Fahrer, ist bald Vergangenheit.
    Wir werden es bald belächeln wie die Kutschen der Vergangenheit.
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  •   dipfele
    (4178 Beiträge)

    31.07.2017 01:56 Uhr
    sehr optimistisch....
    ..... denn man sieht ja, dass die PKW + LKW immer grösser werden, dass CO2 und Feinstaub nicht vom Autofahren abhalten. Auch die E -Mobile werden unsere verstopften Strassen nicht entlasten. Aber immerhin emissionsfrei fahren und die Umwelt nicht noch zusätzlich vergiften.
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    30.07.2017 18:55 Uhr
    Mit dem Ende des Disels und des Verbrennungsmotors...
    ...erleben wir gerade auch das Ende des PKW, wie wir ihn heute kennen.

    Elektromobilität wird aus vielen Gründen andere Verkehrskonzepte notwendig machen als die, die wir heute kennen. Mit Sicherheit wird Sie massenhaft nicht in der Gestalt eines "normalen" Autos mit Elektromotor kommen, wie Tesla es heute baut.

    Die heutige Verkehrsplanung sollte deshalb aufhören, von einer weiteren Zunahme des motorisierten Individualverkehrs heutiger Prägung auszugehen und aktiv alternative Konzepte erarbeiten und natürlich auch viel stärker ÖPNV forcieren.

    Eine zweite Rheinbrücke als zusätzliche Autobahnbrücke geht schon deshalb in die vollkommen falsche Richtung. Sie führt zu einer weiteren Belastung der Karlsruher Bevölkerung durch Abgase und Verkehrslärm und zu einer weiteren Überlastung der Karlsruher Straßen. Mehr Straßen führen nicht zu weniger sondern zu mehr Staus.

    Es ist Zeit umzudenken!
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  •   kommentar4711
    (1468 Beiträge)

    30.07.2017 19:58 Uhr
    Glaube ich nicht
    Glauben Sie wirklich, dass sich die Leute vom Individualverkehr abbringen lassen werden nur weil die Politik das will? Eher wählen bei der nächsten Wahl 95% die Autofahrerparteil als das sie mit dem Fahrrad oder dem E-Bus durch die Gegend fahren anstatt mit dem eigenen Auto.
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    30.07.2017 23:10 Uhr
    Ich glaube nicht, dass sich die Menschen vom
    Individualverkehr abbringen lassen, aber der wird drastisch anders aussehen als wir es heute gewohnt sind. Und schon aus technischen Gründen wird die Autobahn der Zukunft einige entscheidende Unterschiede zu der von heute aufweisen..
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