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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Berlin bewertet Ersatzbrücke nicht

Das Bundesverkehrsministerium hat dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein in einem aktuellen Schreiben bestätigt, dass der von Baden-Württemberg für den Bundesverkehrswegeplan 2015 vorgeschlagene Ersatzneubau für die bestehende Rheinbrücke nicht in die laufende Bundesbewertung aufgenommen werde.

In der Auswahlentscheidung könnten nur Projekte berücksichtigt werden, mit denen die Straßenkapazitäten wesentlich erweitert würden. Dies sei bei einer Ersatzbrücke nicht möglich, da der Ausbau des anschließenden Streckennetzes nicht vorgesehen beziehungsweise möglich sei, so heißt es in einer Pressemeldung des RMVO.

"Diskussion um Ersatzneubau beendet"

"Mit dieser glasklaren Äußerung hat der Bund die Diskussion um einen Ersatzneubau aus fachlicher Sicht beendet. Jetzt gilt es, nach vorne zu blicken und die Planfeststellung für die Nordbrücke zügig abzuschließen", äußert sich Verbandsdirektor Gerd Hager.

Das Bundesverkehrsministerium wird die Projektbewertung, darunter die Zweite Rheinbrücke, bis voraussichtlich diesen Sommer durchführen. Anschließend bewerten externe Gutachter die Projekte gesamtwirtschaftlich, wobei sie für jede Maßnahme ein Nutzen-Kosten- Verhältnis errechnen. Bei der Einteilung für den Bundesverkehrswegeplan in "vordringlichen Bedarf" und "weiteren Bedarf“ spielen laut Bundesministerium dann auch "netzkonzeptionelle, raumordnerische, städtebauliche und ökologische Aspekte" eine Rolle.

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Kommentare (21)
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  •   mueck
    (9077 Beiträge)

    18.07.2014 10:45 Uhr
    !
    Da die Ersatzbrücke zu den drei Spuren je Richtung neu einen Standstreifen bekommen hätte, hätte das im Baustellenfalle, wenn eine Hälfte gesperrt würde, sehr wohl eine Kapazitätsauseitung bedeutet. Insoweit war die Entscheidung nicht unbedingt korrekt ...

    In der Tat ist die aktuelle Brücke für Zausel nicht sonderlich attraktiv, insbesondere auf Pfälzer Seite ist die Radinfrastruktur großer Murks. Und mit der zweiten Autobrücke würde alles noch schlimmer, vor allem auf der derzeit noch bruachbaren Karlsruher Seite ...

    Ich finde, man sollte daher mal das Thema einer ersten Rheinbrücke für Zausel auf die Tagesordnung bringen. Hätte da schon eine in der Schublade. Sind zufällig Bauigel anwesend, die die mal eben fertig planen könnten?

    Im Radverkehr liegt die Zukunft, da könnte man noch Kapazitätserhöhung brauchen! Nicht dass wir den Autofahrern eines Tages noch eine Spur auf der ersten Autobrücke klauen müssen und Beschwerden darüber kommen ... zwinkern
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.07.2014 16:00 Uhr
    Also
    im Radmittelstrecken- und Fernverkehr liegt wohl keine Zukunft. Im städtischen Radnahverkehr wird das so sein, ja.
    Aber maximal ein Kandelaber wird auf die Idee kommen mit dem Rad von Kandel nach KA zur Arbeit zu fahren. Vielleicht mal an einem schönen Sommertag, dann ist das Sportprogramm gleich mit abgearbeitet.
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  •   mueck
    (9077 Beiträge)

    18.07.2014 10:38 Uhr
    Olle Kamelle
    Die Sache hatten wir doch schon.
    Klar ist aber auch, dass das noch lange nicht das Ende der Ersatzbrücke ist. Es ist nur deren Ende als "Ausbaumaßnahme", aber nicht deren Ende als "Sanierungsmaßnahme".

    Davon abgesehen täte ich gerne mal den Originalbrief des Bundesverkehrsministeriums sehen, wie genau da das formuliert ist, was der RVMO als "da der Ausbau des anschließenden Streckennetzes nicht vorgesehen beziehungsweise möglich sei." zitiert, aber nicht direkt, sondern nur indirekt in womöglich eigenen Worten ... Aktuell vorgesehen wohl nicht, korrekt, aber "nicht möglich" erachte ich als falsch. Da wäre auf Wörther Seite Platz für einen passenden Ausbau mit Standspur etc. wie auf der Brücke, auch durch den Wörther Trog etc., da dort nur auf einer Seite Bebauung ist. Und auf Karlsruher Seite gibt es real existierend Vorschläge zum Ausbau mit Öffnung des Knielinger Pförtners. Von daher wüsste ich gerne, ob das "unmöglich" dazuinterpretiert wurde oder original drinstand und warum ...
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  •   giggls
    (223 Beiträge)

    19.07.2014 11:19 Uhr
    Informationsfreiheitsgesetz
    Du könntest ja mal eine IFG-Anfrage machen
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  •   lynx1984
    (2735 Beiträge)

    18.07.2014 12:05 Uhr
    Prüfung
    Das Bundesministerium hat wie von Dir beschrieben nur den Antrag selbst geprüft. Darin wird nix von möglichen Ausbaustufen (Öffnung Pförtner usw.) stehen. Das Bundesministerium wird auch einen Teufel tun und irgendwas in einen Antrag rein interpretieren al'a man könnte doch... Oder gar Vorschläge erabeiten. Das ist nicht die Zuständigkeit des Ministeriums. Föderalismus lässt Grüßen! => neue Varianten und Möglichkeiten zur Lösung des Kapazitätzengpasses im Karlsruher Straßenverkehr Rücken in weite Ferne
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  •   Bundesadler
    (280 Beiträge)

    18.07.2014 09:14 Uhr
    Wolpertinger
    Der Wolpertingerschutzverband fordert eine Elwetritschenschutzschleuse, dann stimmt er dem Brückenneubau zu.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.07.2014 16:01 Uhr
    Den Grottenolm
    nicht zu vergessen!
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  •   Bundesadler
    (280 Beiträge)

    18.07.2014 09:12 Uhr
    In 20 Jahren
    geh ich in Rente.

    Da ich dann sowieso nicht mehr von der neuen Brücke profitiere geht mir die Diskussion langsam auch am Allerwertesten vorbei.
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  • unbekannt
    (379 Beiträge)

    18.07.2014 13:35 Uhr
    noch 20 Jahre?
    Dann kannst du die Diskussionen um den Wildpark ebenfalls ignorieren. zwinkern
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  •   ALFPFIN
    (5714 Beiträge)

    18.07.2014 17:05 Uhr
    In 20 Jahr'
    und wir fahren wieder "obe rum uff de Kaiserstraß mit de Straßebahn", da braucht er als Rentner auch nicht mühsam nach unten zur "U-Strab". Hat schon seine Vorteile, wenn er erst in 20 Jahren in Rente gehen "darf". grinsen
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