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Karlsruhe/Maxau Weiterhin Probleme beim Probebelag: Rheinbrückensanierung verzögert sich erneut - bis Oktober

Die Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth muss dringend saniert werden, das ist schon lange klar. Doch der geplante Baubeginn Anfang August wurde um vier Wochen verschoben, da es Probleme mit dem Probebelag gab, mit dem die Rheinbrücke saniert werden sollte. Am Mittwochmorgen gab das Regierungspräsidium bekannt, dass sich der bereits verschobene Baustart erneut verzögert.

Die Blitzer sind schon abgebaut, Ampeln, die die Verkehrsführung während der Bauphase regeln sollen, hängen schon: Doch so schnell wird die Sanierung der Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth nicht beginnen können. Der bereits nach hinten verlegte Baubeginn Anfang September kann nicht eingehalten werden.

"Die Baumaßnahmen verschieben sich erneut", das teilt das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) in einem Pressegespräch am Mittwoch mit. Erst Ende Oktober sollen die Arbeiten an dem stark befahrenen Brückenbauwerk beginnen - sofern die betontechnischen Anforderungen dann erfüllt werden. Ende September soll die neue Probeplatte betoniert werden, nach knapp einem Monat könnte dann Ende Oktober mit den Arbeiten in Fahrtrichtung Wörth begonnen werden.

Wegen Hitze Probleme mit der Probeplatte

Denn auch die zweite betonierte Probefläche konnte nicht alle Kriterien erfüllen, die das RP von den beauftragten Unternehmen verlangten. Einen großen Einfluss auf die nicht erfüllten Werte spielte auch die extrem Hitze der letzten Wochen, bestätigen die Verantwortlichen. Der Verkehrsfluss wird durch die Verzögerung nicht beeinflusst, da ein Eingriff auf den Verkehr erst erfolgt, sobald der Beton alle Voraussetzungen erfüllt und aufgetragen werden kann. 

Es handelt sich um ein Verfahren, das auch schon an einigen Brücken in den Niederlanden erfolgreich angewendet wurde. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) begleitet die Brückensanierung mit dem ultra-hochfesten Beton im fachlichen und wissenschaftlichen Bereich. Um das Ende der Bauarbeiten einzuhalten, geplant waren knapp eineinhalb Jahre bis Ende 2019, soll der Fahrplan der Baumaßnahmen entsprechend angepasst werden. Dazu könnte nach aktuellem Stand ein Puffer im Januar und Februar 2019 genutzt werden.

Dieser Artikel wurde nachträglich bearbeitet!

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Kommentare (42)
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  •   Icy
    (126 Beiträge)

    16.08.2018 09:02 Uhr
    Genua, Bologna - nur wenige Tage liegen
    zwischen der Unterbrechung zweier wichtiger Verkehrsachsen durch zerstörte Brücken aus völlig unterschiedlichen Gründen. Das sollte den Verantwortlichen schon zu denken geben dass das Ausfallrisiko der Rheinbrücke in Karlsruhe nicht Null ist und das hinauszögern einer zweiten Querung unverantwortlich ist.
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  •   357.Magnum
    (58 Beiträge)

    15.08.2018 21:15 Uhr
    einfach die Brücke für den Schwerlastverkehr sperren
    und zwar für immer.
    Dann hält die Rheinbrücke für PKW, auch ohne Sanierung, noch geschätzte 500 Jahre.
    Besser den Weg über Speyer/Germersheim nehmen, dort können die LKW bequem, mit wenig Umweg, über den Rhein fahren.
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  •   dipfele
    (4958 Beiträge)

    16.08.2018 02:41 Uhr
    oder die Firmen....
    … könnten ihre Gleisanschlüsse wieder nutzen !
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  •   chris
    (574 Beiträge)

    15.08.2018 20:53 Uhr
    Genua
    Nach Genua sehe ich das Ganze anders.
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  •   olafb
    (246 Beiträge)

    15.08.2018 18:45 Uhr
    Geplant bis Ende 2019!
    Nur ein Puffer von 2 Monaten? Dieser ist ja schon weg. Also ab Ende Oktober wird dann nach Zeitplan durchgebaut. Übrigens die Erde ist doch eine Scheibe.
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  •   Toleranz
    (199 Beiträge)

    15.08.2018 17:31 Uhr
    Haha
    hahaha .... wieso nicht, ein Land das vom Testen und Verzögern lebt. Als ob die Bibliotheken nicht voller Wissen wären...
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  •   likeka
    (373 Beiträge)

    15.08.2018 21:49 Uhr
    Neues Wissen
    Neues Wissen generiert sich durch ausprobieren.
    Zudem geht es gerade um die praktische Umsetzung eines in der Theorie (und auch in den Niederlanden) funktionierenden Verfahrens. Das Regierungspräsidum hat es auch schon an einer kleinen Brücke angewendet.
    Übrigens zahlen die Versuche die beauftragten Unternehmen.
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  •   dipfele
    (4958 Beiträge)

    16.08.2018 02:45 Uhr
    Wenn die Unternehmen....
    … diese Versuche zahlen, von welchem Geld denn? Baufirmen leben von der Hand in den Mund. Sicher werden diese Versuche über den Gesamtauftrag vom Steuerzahler finanziert.
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  •   citizentm
    (1277 Beiträge)

    15.08.2018 19:23 Uhr
    Bücherliebhaber
    Wollen Sie den Brückenbelag aus alten Büchern generieren?
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  •   Pilsi57
    (270 Beiträge)

    15.08.2018 15:38 Uhr
    In Deutschland sind wir nicht mehr fähig
    größere Projekte ohne Pannen und Mehrkosten durchzuführen. Wir entwickeln uns da immer mehr zum Schwellenland zurück. Leider auf allen Feldern wie Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung. Die Rheinbrücke ist ein weiteres Beispiel dafür. Da wird an einer wichtigen Brücke über den Rhein mit einem, wie man mehr und mehr Sieht, unausgegorenen Verfahren rumgepfuscht. Wenn man eine 20 qm Festplatte nicht hinkriegt, wie soll dies im großen Stil klappen? Das kommt davon, wenn Leute mit ideologischen Scheuklappen das politische Sagen haben, und nicht rational denkende Menschen. Das Ganze endet in einem Fiasko .
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