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Karlsruhe Sperrung der Rheinbrücke Maxau: Wie geht's alternativ über den Rhein?

Da kommt was auf die Pendler und Autofahrer zu, wenn ab August die Rheinbrücke Maxau saniert wird. Über ein Jahr sollen die Bauarbeiten dauern. Zeitgleich wird zudem der Rheinübergang Gambsheim erneuert. Ab Januar 2019 wird dann ebenfalls die Rheinbrücke Speyer (B39) saniert. Wie kommt man nun über den Rhein, der Baden von der Pfalz und Frankreich trennt?

Schwimmen kommt nicht in Frage, ein Boot werden die wenigsten ihr Eigen nennen. Doch wie kommen die Autofahrer dann über den Rhein, wenn ab dem Sommer immer mal wieder die Rheinbrücke bei Maxau voll gesperrt sein wird. Oder eben einfach nur viel los ist in der Rush Hour? Was bleibt sind dann andere Rheinübergänge wie die Staustufe Iffezheim und die Rheinbrücke in Germersheim oder die Fähren in Plittersdorf. 

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Zwei Rheinbrücken bei Speyer

50 Kilometer nördlich von Karlsruhe (Luftlinie sind es etwas mehr als 33 km) liegt Speyer. Die Domstadt hat einen entscheidenden Vorteil: Sie hat gleich zwei Rheinbrücken. Eine über die A61 und knapp 3 Kilometer weiter südlich die Rheinbrücke über die B39. Sie verbinden Speyer mit Hockenheim. Doch diese Rheinquerung über die B39, mit Anschluss an die B9, wird ab Januar 2019 aufwendig saniert und ertüchtigt. 

 

 

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Rund 6 Millionen Euro soll die Sanierung der Salierbrücke kosten, die Bauarbeiten dauern über 20 Monate. Dabei soll die Fahrbahn neu gemacht werden, der Radweg, die Brückenlager erneuer werden und die Übergangskonstruktion saniert werden. Dann erstrahlt die Brücke, die 1956 in Betrieb ging, wieder in neuem Glanz. 

Von Germersheim nach Bruchsal und wieder zurück

Rheinbrücke Germersheim Baustelle
Die Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke dauern länger wie zuerst angenommen. | Bild: Wikipedia/Störfix

In der nördlichen Ecke des Landkreise auf der anderen Rheinseite, etwa 23 Kilometer Luftlinie von der Fächerstadt entfernt, liegt Germersheim. Dort spannt sich die Rudolf-von-Habsburg-Brücke über den Rhein und verbindet Germersheim mit Bruchsal. Im Jahr 2016 fuhren von Montag bis Freitag im Schnitt 17.636 Fahrzeuge über die Brücke zwischen Pfalz und Baden. 2015 waren es noch 17.172 binnen 24 Stunden. "Die Brücke wurde zwischen 2001 und 2005 grundhaft saniert", so das Ministerium für Verkehr in Rheinland-Pfalz, die für die Brücke zuständig sind auf Anfrage von ka-news. "Im Rahmen von kleineren Maßnahmen wurden in den letzten Jahren Sanierungen an den Entwässerungseinrichtungen und an den Übergangskonstruktionen vorgenommen. Ein akuter Sanierungsbedarf besteht derzeit nicht!" Doch durch ihre gute Anbindung an die B35, B36 und B9 kommt der Verbindung eine enorme Bedeutung zu, wenn an der Rheinbrücke bei Karlsruhe gebaut wird. 

Weit über der ausgelegten Belastung

Rheinbrücke bei Maxau
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Weiter im Lauf des Rheins Richtung Süden kommt die Rheinbrücke B10/Maxau - das gefühlte Nadelöhr für Karlsruhe. Bei der Eröffnung der Brücke im Dezember 1966 fuhren täglich etwa 18.000 Autos über die Rheinquerung, mittlerweile sind es weit über 80.000 Fahrzeuge. Dabei war sie für gerade mal 30.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt! Ab August 2018 muss das 51 Jahre alte Bauwerk aufwendig saniert werden. Mehrere Vollsperrungen sind notwendig, damit die Fahrbahn verstärkt werden kann die Schutz- und Leiteinrichtung erneuert werden kann. Laut Regierungspräsidium Karlsruhe soll die Brücke dann weitere Jahrzehnte ohne verkehrliche Einschränkungen zur Verfügung stehen. 

Kleine Eisenbahnbrücke bei Rastatt

 

 

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Eine weitere Alternative zur Brücke zwischen Karlsruhe und Wörth, wenn diese im Zuge der Baumaßnahmen gesperrt wird, ist die Brücke bei Wintersdorf bei Rastatt. Die ehemalige Eisenbahnbrücke verbindet Deutschland mit Frankreich. Laut Straßenverkehrszentrale querten im Jahr 2015 etwa 7.450 Fahrzeuge pro Tag die über 100 Jahre alte Brücke. 

Keine Brücke sondern eine Staustufe

 

Über den Rhein bei Iffezheim spannt sich keine Brücke, sondern die Staustufe. 140 Meter lang verbindet sie Iffezheim mit dem französischen Örtchen Roppenheim. Auch wenn die Staustufe etwas weiter südlich von Karlsruhe liegt (zirka 35 Kilometer Luftlinie) wäre sie eine gute Alternative für die Brücke Maxau. Gerade weil sie an die B500 und somit an die Autobahn bei Baden-Baden gut angebunden ist. Von 2011 bis 2012 wurde die Schleusenbrücke grundsaniert. "Dabei wurde die Brücke verstärkt und in diesem Zuge die komplette Fahrbahn erneuert", so das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Freiburg auf Nachfrage von ka-news. Im Jahr 2016 haben laut Zähleinrichtung mehr als 17.670 Fahrzeuge am Tag die Staustufe überquert. 

Warum Brücken, wenn es Fähren gibt?

In der Region sind als Alternativen zu den Brückenquerungen auch vier Rhein-Fähren in Betrieb: Zwischen Speyer und Rheinhausen, zwischen Leimersheim und Leopoldshafen, zwischen Neuburg am Rhein und Neuburgweier sowie zwischen Seltz im Elsass und Plittersdorf. Die Fahrtzeiten liegen jeweils bei rund fünf Minuten - für Autofahrer bei freier Fahrt sicherlich also kein Zeitvorteil. Bei einem Verkehrschaos oder einer Sperrung aber vielleicht doch?

Für die Autofahrer fällt die Fähre bei Speyer dabei raus - sie kann nur Fußgänger und Fahrräder transportieren. Auch bei Plittersdorf kann es eng werden: Da die Seilfähre über den Rhein nur sechs Kraftfahrzeuge pro Fahrt laden kann, ist der Durchsatz eher gering.

Fähre bei Leimersheim
Die Fähre "Peter Pan", die zwischen Leimersheim und Leopoldshafen pendelt. | Bild: Fährbetrieb Johann Freiwald

Fähren rechnen mit mehr Aufkommen

Etwas besser sieht es dagegen in Leopoldshafen und Neuburgweier aus: Diese Schiffe fassen bis zu 22 beziehungsweise 16 Autos. Bei Höchstlast könnten die Fähren so 250 beziehungsweise 200 Fahrzeuge in der Stunde transportieren. Aber die Auslastung ist derzeit eher gering, so Marc Freiwald von der Betreiber-Familie der beiden Fähren. Er ist täglich mit der Fähre in Neuburgweier unterwegs, sein Vater fährt in Leimersheim. Im Schnitt liegt die Auslastung der beiden Fähren bei 20 bis 30 Prozent - je nach Verkehr auf den Brücken.

Fähre Baden-Pfalz
Die Fähre Baden-Pfalz, die zwischen Neuburg am Rhein und Neuburgweier unterwegs ist. | Bild: Fährbetrieb Johann Freiwald

"Die Autofahrer nutzen derzeit die Fähren eigentlich nur, wenn der Verkehr auf der Brücke nicht läuft", so Freiwald. Selbst wenn Wohn- und Arbeitsort direkt in der Nähe der Anlegestellen liegen, würden die Pendler den Umweg über die Brücken in Kauf nehmen, erzählt er im Gespräch mit ka-news. Während der Sanierung der Brücke bei Maxau rechnet er mit Arbeit für ihn, doch "man kann mit einer Fähre keine Brücke kompensieren." Sollte der Betrieb aber während der Sanierung zunehmen, würden auch die Fähren den Takt erhöhen: "Wir fahren dann los, sobald die Fähre voll ist."

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Kommentare (57)
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  •   suedoschtkarle
    (150 Beiträge)

    16.04.2018 19:22 Uhr
    Ich votiere für...
    ...Amphibienfahrzeuge mit Dieselantrieb.
    Umweltfreundlich, schön anzusehen und auch für den Angel- und
    Familienausflug zu benutzen. Ganz zu schweigen von den Vorzügen
    bei Überschwemmung...
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  •   lynx1984
    (2847 Beiträge)

    17.04.2018 09:57 Uhr
    Amphibienfahrzeuge
    Meine Anfrage an die Stadt Karlsruhe wo ich auf der Karlsruher Gemarkung vom Rhein aus anlanden darf ist vom Rathaus und vom Ordnungsamt bisher nicht beantwortet worden...
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  •   suedoschtkarle
    (150 Beiträge)

    17.04.2018 10:01 Uhr
    Pionierhafen...
    ...is my best guess. Früher wurden da Pontonbrücken über den Rhein
    geschlagen. Kann die Bundeswehr das noch, oder müssen wir unsere Freunde
    wegen marodem Zeug um Hilfe bitten ?
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  •   Route66
    (997 Beiträge)

    16.04.2018 18:06 Uhr
    Was ist eigentlich
    wenn es Auf einer oder sogar beiden Spuren einen Unfall gibt? Dann Mahlzeit. Da kannste noch nicht mal mehr eine ordentliche Rettungsgasse bilden.
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  •   Freigeist1
    (491 Beiträge)

    16.04.2018 21:34 Uhr
    Wenn an der Rheinbrücke eine Unfall gibt passiert genau
    das gleiche, wie wenn es auf der A5 oder A8 einen Unfall gibt: Verkehrszusammenbruch, weil zu viele Leute allein in Ihren Karren unterwegs sind und ein Stau bilden. Daher sollte der Anteil des Autoverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen dringend gesenkt werden.
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  •   Mili
    (653 Beiträge)

    17.04.2018 10:07 Uhr
    Was gurkt den sonst noch auf der AB herum?
    Sind doch nur LKWs. Hier sollte der Anteil mal deutlich reduziert werden.
    Und nicht vergessen, es heißt nicht umsonst AUTObahn !
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  •   dipfele
    (4511 Beiträge)

    16.04.2018 20:48 Uhr
    Desshalb sollten alle Autofahrer.....
    ... besonders vorsichtig fahren und Eilige das Kolonnenspringen und damit Unfälle, vermeiden. Die Zeiteinsparung ist gering, aber der damit verursachte Stau in der Tat katastrophal.
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  •   Moggl
    (4 Beiträge)

    16.04.2018 19:46 Uhr
    Hast Du recht!!!
    Ja - es gibt sogar noch Realisten, die normal denken.
    Ich schlage vor: Bei jedem Pipifax-Unfällchen oder Panne mit Rückstau größer 5km bekommt von den fundametalistischen Gegnern der dringend notwendigen 2. Rheinbrücke einen erfrischenden Imbiß bzw. Snack, bezahlt aber aus deren eigenen Privat-Geldbeutel.
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  •   betablocker
    (2095 Beiträge)

    16.04.2018 18:38 Uhr
    Wozu auch,
    macht doch eh keiner.
    Das Rettungsfahrzug kann ja dann die Fähre nehmen...
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  •   betablocker
    (2095 Beiträge)

    16.04.2018 17:54 Uhr
    Muss man
    eigentlich unbedingt alternativ über den Rhein gehen, so mit Zauselklamotten und langen fettigen Haaren, oder kann man das auch ganz normal tun?
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