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Karlsruhe "Schlechter Stil": Grüne kritisieren Sonntags-Demo auf Rheinbrücke

Die Grüne Gemeinderatsfraktion und der Arbeitskreis (AK) Verkehr der Karlsruher Grünen kritisieren die mehrstündige Sperrung der Rheinbrücke am vergangenen Sonntag durch das "Bündnis für eine zweite Rheinbrücke".

"Es ist absurd, aus Angst davor, dass die bestehende Rheinbrücke irgendwann gesperrt werden muss, die Brücke im Rahmen einer Demonstration zu blockieren", so Aljoscha Löffler, Sprecher des AK Verkehr in einer gemeinsamen Pressemitteilung. "Der vergangene Sonntag war als einer der Höhepunkte des Karlsruher Stadtgeburtstags lange eingeplant", betont Bettina Lisbach, Vorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion.

"Schlechter Stil"

"Da grenzt es schon an schlechten Stil, an einem solchen Tag die Zufahrt von der Pfalz nach Karlsruhe zu blockieren. Nicht nur den vielen Mitwirkenden beim Stadtgeburtstag, auch dem baustellengeplagten Einzelhandel wurde damit ein Bärendienst erwiesen." Auch müsse vermieden werden, dass das gute nachbarschaftliche Verhältnis zwischen der Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins unter Meinungsverschiedenheiten über den Bau einer zweiten Brücke leide, betonen die Grünen.

"Sowohl in Baden als auch in der Pfalz gibt es BefürworterInnen und GegnerInnen einer weiteren Brücke", so Lisbach. "Und auf beiden Seiten wissen die Menschen, wie sehr sie von der guten Nachbarschaft profitieren. Das betrifft sowohl die Bereiche Arbeit und Wirtschaft als auch die Freizeitgestaltung und den Tourismus." "Deshalb lassen auch wir als Gegnern einer zusätzlichen Brücke keinen Zweifel daran, dass eine leistungsfähige Rheinquerung für alle Verkehrsmittel notwendig ist", betont Johannes Honné, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion.

"Die Allgemeinheit nicht unnötig belasten"

"In diesem Sinne hoffen wir auch, dass sowohl Pfälzer als auch Karlsruher am letzten Sonntag aus der Not eine Tugend gemacht und zahlreich von der heute schon guten Nahverkehrsanbindung über den Rhein profitiert haben. Gerade beim öffentlichen Verkehr sehen wir aber auch noch viel Verbesserungspotential, um noch mehr Autoverkehr auf die Schiene zu verlagern."

Erleichtert zeigen sich die Grünen darüber, dass die Aktion des "Bündnis für eine zweite Rheinbrücke" offenbar durch den großen Andrang von BesucherInnen aus der gesamten Region kompensiert werden konnte. "Wir appellieren dennoch an die Veranstalter, auf weitere Aktionen dieser Art zu verzichten", so die Grünen. "Konzentrieren Sie sich besser auf kreative Protestformen, anstatt die Allgemeinheit unnötig zu belasten."

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  • unbekannt
    (576 Beiträge)

    21.07.2015 09:19 Uhr
    volle
    Zustimmung!
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  •   Rechtsausleger
    (1434 Beiträge)

    20.07.2015 23:41 Uhr
    Wer im Glashaus sitzt ...
    An den brillianten Stil grüner "Nie wieder Deutschland" Demos, mittels denen ganze Innenstädte lahmgelegt werden, kommen die paar Pfälzer Bäuerle natürlich nicht ran.

    Oder diese stilsichere Bevormundung, den Spießbürgern das Weihnachtsfest mittels Massentierhaltungs- Schuldkult vermiesen zu wollen, unvergesslich.

    An diesem Stil sollten sich die Brückensteher mal ein Beispiel nehmen.
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    20.07.2015 23:07 Uhr
    Mich hats "erwischt" und das obwohl
    ich es vorher wusste, bin nichtsahnend nach Maximiliansau reingekommen mit dem Motorrad - zum Glück durch den Ort - und dann fiel es mir wie Schuppen von der Fontanelle: Demonstration . . . . Sack und Asche . . . musste dann zur Fähre Leimersheim, dort an der Autoschlange vorbei, drauf und 3 Euro löhnen. Sollte man den Demohorsten in Rechnung stellen. Von daher bin ich mit den Grünen daccord.
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  •   Rheinbrueckendemonstrant
    (226 Beiträge)

    20.07.2015 23:58 Uhr
    man kann es ja mal probieren
    Hat ja schon einer angefragt, wem er die Mehrkosten für den Umweg ueber Iffezheim in Rechnung stellen darf.

    Er wird es mir hoffentlich weitergeben, wenn er raus hat, wer die Folgekosten der unzureichenden Verkehrsinfrastruktur traegt - ich haette da auch einige Mehrkosten abzurechnen. ..
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    20.07.2015 23:50 Uhr
    Und ich habs
    dir noch gesagt....
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  •   Rahmdieb
    (717 Beiträge)

    20.07.2015 22:42 Uhr
    Kommentarbewertungen
    Hallo ka-news, warum kann ich nur positiv bewerten, aber nicht negativ?
    Ich persönlich fühle mich benachteiligt, da ich bei den meisten Kommentaren und Umfragen lieber ein Nein/Minus/Ablehnung/Unterirdisch/Überflüssig/Sozialinkompetent setzen würde.
    Gibt es einen bestimmten logischen/demokratischen Grund dafür?
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  •   Rahmdieb
    (717 Beiträge)

    20.07.2015 22:31 Uhr
    Was für ein Geplärr..
    Die Fronten sind seit Jahren klar: Ich will, ich will nicht.
    Konstruktive Lösungsansätze von beiden Seiten, Fehlanzeige.
    Dauergeplärr und Dauerkindergartengeschrei (..Dante isch doch mei Bauklotz..). Hauptsache eine Brück, egal wo diese endet. Hauptsache eine zehnspurige Südtangente, egal wen es betrifft.
    Reißt die Scheißbrücke ab!
    Wer schwimmen kann kommt dahin wo er will und andere sollen sich ein Boot kaufen. Back to the roots oder wie schon die EAV sang : ...Willkommen im Neanadertal..!
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    20.07.2015 23:44 Uhr
    Noch gar nicht mal so lange her
    war das die rote Zone gegenüber des Rheins, Evakuierungs- und Kriegsgebiet. Und heute will man das wohl wieder dazu machen grinsen
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  •   Rahmdieb
    (717 Beiträge)

    20.07.2015 23:53 Uhr
    Verlust..
    hätten wir Badener den Krieg gegen Bayern um die Pfalz gewonnen, wäre das nun ein innerstädtisches Problem.
    Lösung:
    U-Rheinstrab!
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    21.07.2015 22:50 Uhr
    Ländergrenzen
    Das zeigt eigentlich schon, wie sinnlos die Bundesländergrenzen gezogen sind. Sie entsprechen ja nichtmal den Dialekträumen. Genauso, Ulm ist schwäbisch, Neu-Ulm bayrisch. Und der Karlsruher Dialekt ist näher am Heilbronner oder sogar Nürnberger Dialekt, als am Freiburger oder dem am Bodensee. Trotzdem fühlen sich Karlsruher und Freiburger als Badner, während für den Karlsruher die Heilbronner die "bösen Schwaben" sind.

    Eigentlich müßte die "Grenze" von West nach Ost verlaufen, nicht von Nord nach Süd...
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