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Karlsruhe Sanierung der Rheinbrücke: Konzept zur Verkehrsabwicklung steht

Da kommt was auf die Pendler zu, wenn im Sommer 2018 die Rheinbrücke saniert wird. Da die ersten Ausschreibungen vergeben wurden, stellt das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) nun vor, wie der Verkehr in der Zeit der Bauarbeiten abgewickelt werden soll.

Ab dem Sommer wird die Rheinbrücke saniert, dazu muss sie auch immer mal wieder voll gesperrt werden. Damit die Pendler auch weiterhin über den Rhein kommen ohne unbedingt im Stau zu stehen, werden für die Dauer der Bauarbeiten auch mehr Züge und S-Bahnen über die Brücke fahren. Nun hat das Regierungspräsidium Karlsruhe die vier Eckpfeiler des Verkehrskonzepts vorgestellt. 

  • 1. Sicherheitskonzept für den Umgang mit Unfallszenarien und deren Abwicklung
    Um im Notfall vorbereitet zu sein und um im Vorfeld ein passendes Konzept zu erstellen, gab es im März einen vor-Ort-Termin mit den Behörden und Organisationen für Sicherheitsaufgaben (BOS). Kameras sollen die Verkehrsführung in den Baustellen überwachen. Eine Lichtsignalanlage soll außerdem installiert werden, damit die BOS eine schnelle Zufahrt hat. Eine transportable Schutzeinrichtung, die die beiden Fahrstreifen trennt, hat Notöffnungen, um im Falle eines Unfalls den Verkehr abwickeln zu können. Desweiteren sollen für kleinere Unfälle mit Blechschäden Nothaltepunkte eingerichtet werden.
  • 2. Beschilderungskonzept zur Lenkung des weiträumigen Verkehrs
    Um die Staugefahr rechtzeitig zu erkennen und zu umfahren, sollen Hinweise bereits an den wesentlichen Knotenpunkten der A5, B35 und B36 bei Baden-Baden und Bruchsal sowie auf der Seite von Rheinland-Pfalz ab dem Autobahnkreuz Mutterstadt und der A65 und B9 ausgeschildert werden. Zudem wird gerade geprüft, ob ein dauerhaftes oder zeitlich begrenztes Fahrverbot für den Schwerverkehr eingerichtet werden kann und ob das auch rechtlich möglich ist. Pendler großer Arbeitgeber werden gebeten, für die Dauer der Bauarbeiten Fahrgemeinschaften zu bilden. 
  • 3. Verstärktes Konzept im SPNV
    Die Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist bereits erfolgt, es sollen verstärkt Bahnen zwischen beiden Seiten verkehren. Laut RP wird aktuell auch analysiert, wo Park&Ride-Plätze bereitgestellt werden können. 
  • 4. Infos über Änderungen der Bauphasen und zum aktuellen Verkehrsaufkommen
    Laut Regierungspräsidium Karlsruhe sei das wichtigste Element, um zu informieren, nicht nur die klassischen Medien sondern auch die Homepage des RP. Zentral werden alle Hinweise zur Verkehrssituation auf der Rheinbrücke gesammelt. Hier soll auch über bevorstehende Sperrungen oder notwendige Änderungen im Bauablauf informiert werden. Zudem soll eine App entwickelt werden und so das Konzept erweitern. 

"Wir sind uns unserer Verantwortung für die Durchführung dieses komplexen Projektes bewusst und haben die von uns koordinier- und steuerbaren Maßnahmen bereits weitestgehend aufgesetzt", so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl in der Pressemitteilung abschließend. 

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Kommentare (23)
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  •   skynet
    (112 Beiträge)

    22.03.2018 14:13 Uhr
    Wo ist denn nun das Konzept?
    Bisher sind das doch alles nur die üblichen Worthülsen ala "wir haben die Lage im Griff, alles wird gut".
    Wo ist denn nun das konkrete Konzept? Warum gibt es immer noch keine extra eingerichtete Informations- Homepage? Was passiert denn mit den Auf- und Ausfahrten direkt nach der Brücke (Maximiliansau)?
    Ich sehe hier bisher noch kein wirkliches Konzept. Absichtserklärungen interessieren mich nicht. Sind doch eh nichts wert.
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  •   neigschneiter
    (40 Beiträge)

    21.03.2018 11:45 Uhr
    Das Konzept steht ...
    ... dazu gehört bestimmt auch dass die Fahrbahnmarkierungen und Absperrungen zur Sicherheit schon zwei Monate vor Baubeginn eingerichtet werden, sonst kann man ja vorher auch keinen einzelnen Container auf der Brücke abstellen.
    Das war schon immer so bei Bauarbeiten auf der Brücke. Bin mal gespannt.
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  •   neigschneiter
    (40 Beiträge)

    21.03.2018 11:24 Uhr
    Konzept steht ...
    ... dazu gehört bestimmt auch dass die Fahrbahnmarkierungen und Absperrungen zur Sicherheit schon zwei Monate vor Baubeginn eingerichtet werden, sonst kann man ja vorher auch keinen einzelnen Container auf der Brücke abstellen.
    Das war schon immer so bei Bauarbeiten auf der Brücke. Bin mal gespannt.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3093 Beiträge)

    21.03.2018 05:48 Uhr
    Die Verkehrsplaner in Karlsruhe
    sollen lieber ihre Hausaufgaben machen und nicht ideologisch gefärbten Vorstellungen nachrennen sondern die vorhandenen Probleme lösen statt noch mehr Probleme zu schaffen.
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  •   lynx1984
    (3042 Beiträge)

    20.03.2018 21:37 Uhr
    Warum erst jetzt?
    Erst mussten die Pendler Sturm gegen die Pläne laufen bis „da oben“ jemand aufgewacht ist. Auf den bisherigen Infoveranstaltungen haben die !Verantwortlichen! grobe Unkentnisse der örtlichen Situation gehabt und von diesen Schritten war keine Rede. In Salamitaktik wird nun das Konzept bekannt gegeben. Zum Glück nun eine Salamitaktik die positives zum Vorschein bringt.
    Zumindest ist nun versprochen (noch lange nicht gehalten):
    - Mehr ÖPNV
    - weiträumige Umleitung des Transitverkehr
    - Konzept bei Störungen
    - Öffentlichkeitsarbeit
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  •   chris
    (574 Beiträge)

    20.03.2018 21:17 Uhr
    SUPERGAU a la BER
    Wenn etwas schief geht - analog BER - oder anderen Großprojekten...tja, der SUPERGAU für KA. Dann muss sich der OB erklären. Wiederwahl ist dann bestimmt auch garantiert! zwinkern BUND und die Alternativen, die keine sind. Manchmal ist eine Demokratie schwer erträglich. Kann nur hoffen, das die Gerichte die Klage schnellstmöglich abweisen und endlich, endlich mit dem Bau der 2. Rheinbrücke begonnen werden kann.
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  •   andip
    (9220 Beiträge)

    21.03.2018 15:41 Uhr
    ??
    Was hat die Reparatur der bestehenden Rheinbrücke mit einer eventuellen neuen zweiten zu tun?
    Gar nichts!
    Selbst wenn es keine Klagen etc. gäbe, mit dem Bau einer zweiten Rheinbrücke würde es frühestens in 10 Jahren losgehen.
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  •   Freigeist1
    (664 Beiträge)

    20.03.2018 21:58 Uhr
    Genau solche Hardliner-Positionen führen zu
    jahrelangen Blockaden. Wenn die selbst ernannten Pendlervertreter die berechtigten Interessen der Bürger Karlsruhes nicht achten, werden Sie ihr Ziel garantiert nie erreichen. Die Umlandbewohner werden Ihre Vorstellungen von Verkehr nicht den Karlsruhern aufzwingen können. Wer das versucht, wird auf Granit beißen. Das ist klar. Wer Gast ist und hier einkauft oder Arbeit findet sollte sich auch wie ein Gast benehmen. Hier feht der Respekt. Ein Fänomen unserer Zeit - schade. Umso wichtiger, das man damit nicht durchkommt.
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  •   art5gg
    (491 Beiträge)

    21.03.2018 08:14 Uhr
    Bürgerwille aber nur dann, wenn er mit den Vorstellungen...
    ...der Verwaltung übereinstimmt.
    Ansonsten wird vorsichtshalber erst gar nicht gefragt!
    (Siehe auch Kaiserstraßendesaster!)
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  •   schmidmi
    (1143 Beiträge)

    21.03.2018 12:23 Uhr
    Wo ist denn nur
    das Kaiserstraßendesaster????
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