13  

Karlsruhe Planungen für 2. Rheinbrücke: B36-Anbindung kommt, Öffentlichkeit wird eingebunden

Nach dem Erlass des Planfeststellungsbeschlusses zu einer zweiten Rheinbrücke im letzten Jahr, arbeitet das Regierungspräsidium derzeit an den Planungen für den Bau einer rechtsrheinischen Verbindung (Querspange) zur B36 bei Karlsruhe-Neureut. Diese Planungen sollen auch ein sogenanntes Scoping-Verfahren beinhalten.

"Mit der Realisierung einer Querspange würde es eine durchgehende überregionale vierstreifige Straßenverbindung zwischen der B9 bei Jockgrim und der B36 geben", das teilt das Regierunspräsidium Karlsruhe (RP) aktuell in einer Pressemitteilung mit. Im laufenden Planungsprozess für diese Querspange werden, so das RP, alle erforderlichen Untersuchungen durchgeführt und die Unterlagen für das spätere Planfeststellungsverfahren erarbeitet.

Der zuständigen Planfeststellungsbehörde des RP Karlsruhe sei es wichtig, dass bereits in diesem frühen Stadium mögliche Konflikt-/Problempunkte umfassend ermittelt werden würden, um so die Planung optimieren zu können. Daher wird nun ein sogenanntes Scoping-Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt.

Jeder kann Bedenken vorbringen

Dieses Verfahren diene, so die zuständigen Planfeststellungsbehörde, der Ermittlung der umweltrelevanten Themen und soll den Vorhabenträger frühzeitig darüber zu unterrichten, welchen Inhalt, Umfang und Detailtiefe die Unterlagen über die Umweltauswirkungen des Vorhabens haben müssen. Zusätzlich solle jedermann die Gelegenheit erhalten, betreffende Bedenken oder Anregungen vorzubringen.

Wie das Regierunspräsidium mitteilt, sind betroffene Fachbehörden, anerkannte Naturschutzvereinigungen, sonstige Vereinigungen sowie die Öffentlichkeit zu Stellungnahmen aufgerufen. Möglich ist eine schriftliche Einreichung bei der Planfeststellungsbehörde. Zudem wird ein öffentlicher Besprechungstermin (Scoping-Termin) stattfinden, in dessen Rahmen Bedenken und Vorschläge geäußert werden können. Den genauen Termin wird das Regierungspräsidium rechtzeitig bekannt geben.

Die für das Verfahren vorgelegten Scoping-Unterlagen mit weitere Informationen werden auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema
Karlsruhes zweite Rheinbrücke | ka-news.de: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (13)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   bergdoerfler
    (1598 Beiträge)

    23.03.2018 17:42 Uhr
    Wann wird die A 8-Unterbrechung
    zwischen Pirmasend und KA-Dreieck beendet? Da könnte man doch das Rheinbrückenproblem u.a. Straßenprobleme mit lösen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   seelenheil
    (484 Beiträge)

    23.03.2018 17:18 Uhr
    Kostenloser ÖPNV
    Der Bürgermeister der kleinen Nachbarstadt Wörth macht es vor. Er will für seine Bürger kostenlosen ÖPNV einführen. Dann fallen schon mal rund 1.000 der täglich 13.000 Einpendler nach Karlsruhe weg.. äh... steigen um auf den ÖPNV. Nein. 500 machen das ja schon. also werden es 500 weniger. Und ganz viele Menschen werden nach Wörth ziehen, weil es dort kostenlosen ÖPNV gibt.
    Dort steigen die Immobilienpreise, was unweigerlich die Preise in KA sinken lässt und ruckzuck ziehen alle, die nicht des kostenlosen ÖPNV wegen nach Wörth ziehen, direkt nach Karlsruhe und schon wieder pendeln 2.000 Menschen weniger über den Rhein, die Frage nach Tunnel oder Brücke erübrigt sich....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    23.03.2018 19:08 Uhr
    Es wär ja lustig wenn es nicht so traurig wäre
    Es lässt sich wunderbar lästern wenn mann nicht betroffen ist! Aus unmittelbarer Anschauung heraus kann ich nur sagen, dass ein Armutszeugnis ist wie es um die Verkehrssituation in Karlsruhe bestellt ist.
    3 Möglichkeiten der Querung von Ost nach West ( Südtangente , Adenauerring und Kriegsstraße) Das ist alles andere als Metropolregion, das ist eher ein Kaff am Rand der Welt! Ist es ja auch, wenn demnächst die Rheinbrücke Dicht macht!
    Die Logistiker verlassen einer nach dem anderen Karlsruhe und suchen sich besser angebundene Gegenden wie Phillipsburg. Erst geht die Logistik dann der Handel (Streit) und danach die Dienstleister. Die verbliebenen
    Studenten und Verwaltungsbeamten teilen sich dann eine dahinsiechende Stadt!
    Die A8 endet bei Pirmasens und wird von der B10 aufgenommen die teilt sich ab Landau die A65 und ab Kandel kommt die E35 und in Wörth die B9 dazu und all quälen sich über die Rheinbrücke und die Südtangente! Verkehrspolitik verfehlt, setzen 6!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   heikoka
    (301 Beiträge)

    23.03.2018 10:35 Uhr
    Tunnel bauen und gut
    .. nach der neuen Rheinbrücke in den Tunnel und direkt an B10 Kreuzung / Karlsruhe Nord wieder raus.
    + minimaler Flächenverbrauch
    + Hagsfeld und der Hardwald bleiben unangetastet
    + Das sind 9 km Tunnel .. je nach dem wo man nachschaut sollte sich so etwas für 100-200 Mio bauen lassen.
    Zahlen würde ja wohl der Bund oder das Land.... ?!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   dipfele
    (4837 Beiträge)

    23.03.2018 21:41 Uhr
    Oder auf die Bahn umsteigen....
    ... den Tunnel sind extrem teuer und genauso umweltgefährdent, wie die Strassen. Die Kfz werden auch nicht weniger.
    Intelligente Lösungen, die Strassenverkehr vermeiden, sind angesagt, wenn die Klimaziele von Paris einigermassen erreicht werden sollen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (9840 Beiträge)

    23.03.2018 12:28 Uhr
    !
    Zu "nach der neuen Rheinbrücke":
    Wären die Brückenfans schlau gewesen, hätten sie auch einen Tunnel mituntersucht und sich dafür entschieden, dann hätten sie nun kaum Probleme mit dem Naturschutz, nur mit dem Geld für eine verkehrlich weiterhin überflüssige zusätzliche Rheinquerung ...
    Das zeigt: Niemand hat die Absicht, eine zweite Autobrücke zu bauen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    23.03.2018 19:21 Uhr
    Bleib mir weg mit dem Naturschutz
    Die Landschaft links und rechts des Rheins ist keine Naturlandschaft sondern eine Kulturlandschaft!
    Knielingen würde noch regelmäßig im Rhein absaufen, wenn Herr Tulla nicht den Rhein gebändigt hätte!
    100 Jahre liegenlassen hat zu dem geführt was heute da ist!
    Es geht aber auch schneller siehe Flughafen-Gelände. 20 Jahre keinen Dummen gefunden der die Mineralöl haltigen Altlasten der Amis beseitigen möchte und Schwups - Nauturschutzgebiet!
    Oder die Pfinzmündung bei Linkenheim-Leopoldshafen, oben Naturschutz unten drunter Radio-Aktiv!

    Nur weil Einigen die dringend benötigte Rheinbrücke nicht passt wird die Naturschutzkarte gezogen und dringend benötigte Projekte kommen ins Stocken. Und das weil ein Beflissener behauptet den Kot !!! eines Jurten Käfers oder vergleichbares gefunden zu haben!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   NeoTiger
    (566 Beiträge)

    23.03.2018 10:55 Uhr
    Tunnel sind hier teuer
    Wegen des hohen Grundwassers und dem Sandigen Boden der Rheinebene ist das nicht so einfach wie eben mal kurz durch einen Berg sprengen.

    Schallschutzwände sind da deutlich günstiger.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   betablocker
    (3136 Beiträge)

    23.03.2018 14:20 Uhr
    Tunnel
    in offener Bauweise machen. Einen Graben ziehen, ausbetonieren und Deckel drauf. Obendrauf einen Grünstreifen (keine Bäume, die drücken nach 10 Jahren auf die Tunneldecke) mit Fuss- und Radschnellweg.
    Bauweise mit fahrender Schalung die hinter dem Bagger herfährt, ähnlich wie TBM. Sohlentiefe 10 Meter, Tunnelhöhe sieben Meter, Überdeckung drei Meter. Aus dem Abraum wird auf halber Strecke ein Aussichtsberg aufgeschüttet (ca. 80 Meter hoch).
    Planung sechs Monate, Tunnelbau 12 Monate (bei 30 Meter/Tag), Ausbauarbeiten sechs Monate, Dreischichtbetrieb.

    Wann fangen wir an?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   dipfele
    (4837 Beiträge)

    23.03.2018 21:43 Uhr
    Angefangen wird.....
    ..... wenn die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden und die Finanzierung gesichert ist.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben