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Karlsruhe MIT Nordbaden: Zweite Rheinbrücke bauen - "Nadelöhr" beseitigen

Die derzeitigen Entwicklung der Verkehrssituation rund um Karlsruhe nimmt die Mittelstandsvereinigung (MIT) Nordbaden mit etwa 1.000 Mitgliedsbetrieben zum Anlass, sich ebenfalls im Rahmen des jüngsten Vorstandsbeschlusses in einer Pressemitteilung für die zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe auszusprechen.

Die Region um Karlsruhe sei eine Wachstumsregion, so Gregor Wick, stellvertretender Bezirksvorsitzender der MIT. Grundlage jedes soliden Wachstums sei eine entsprechende Infrastruktur. Karlsruhe drohe der Verkehrskollaps, wenn nicht endlich die zweite Rheinbrücke komme, so Wick.

Sowohl die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK) als auch der ADAC Nordbaden hätten hierzu positive Stellung bezogen. Wick weiter: "Umwege führen zu unnötigen Zusatzbelastungen der Bürger und der Wirtschaft und schließlich auch der Umwelt."

"Nadelöhr endlich erweitern"

Nicht nur der Sanierungsbedarf der bestehenden Brücke sei alarmierend, sondern auch die latente Gefahr, dass ein Schiff auf dem Rhein diese eine Brücke ramme und dann wegen der Sperrung der Brücke "wochenlang nichts mehr ginge", so Wick. Den Gegnern einer zweiten Rheinbrücke gibt die MIT Nordbaden zu bedenken, dass die Umwelt und die Menschen durch Staus und Umwege mehr belastet würden, als wenn der Verkehr vernünftig fließen könnte.

Auch die Wirtschaft mit ihren 10.000den von Arbeitsplätzen hätte weniger Ausfallzeiten. Rolf Buttkus, Vorsitzender der MIT Nordbaden, erinnert daran, dass die Karlsruher Südtangente vor 20 Jahren für 40.000 Fahrzeuge täglich ausgelegt worden sei, inzwischen aber 80.000 Fahrzeuge täglich gemessen würden. Daher müsse dieses "Nadelöhr" endlich erweitert werden. Was für Mannheim gut sei (sogar drei Brücken), das sei auch für Karlsruhe gut, so Buttkus.

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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    30.04.2012 18:27 Uhr
    Wem ginge es
    PR-technisch eigentlich an den Kragen, wenn die Brücke wie geplant gebaut wird, dann immer noch Stau ist und dann flächendeckend nach einer Ursache gesucht wird und im Zuge der Suche gefunden wird, dass man es schon vorher gewusst hat?

    Juristisch belangt würde wohl niemand, würde ich mal vermuten.
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  •   bergdoerfler
    (1556 Beiträge)

    30.04.2012 20:29 Uhr
    dann muss man wohl die Brücke Nr. 3
    bauen... Der Verkehr wird sich trotzdem
    stauen
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  •   alpinium
    (5482 Beiträge)

    30.04.2012 19:11 Uhr
    Das geht wie das Hornberger Schiessen aus
    Ein paar kleine Beamte werden gehängt, die Politiker schauen bedröppelt in eine Kamera und faseln was von "das hat man ja nicht ahnen können..."", der Steuerzahler schaut das Spinnennetz in seinem Geldbeutel an und der Karlsruher bastelt sich Feinstaubfilter und Ohrstopfen, um Dreck und Lärm besser ertragen zu können.

    Was Deine Vermutung angeht genau niemand, es sei denn es wurde grob fahrlässig gehandelt, aber weise das mal nach.
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  •   lynx1984
    (2739 Beiträge)

    30.04.2012 15:57 Uhr
    Neue Lösung der Kategorie 1.April
    Wenn sich schon keine Lösung der bestehenden Situation findet, muss die Situation geändert werden! Sprich der Rhein muss in eine andere Rinne umgeleitet werden. Zum Beispiel "links" um Wörth rum und unter Nutzung der Altrheinarme umweltverträglich wieder in das bestehende Flussbett zurück geführt werden. Dann brauchen wir an bestehender Stelle auch keine Brücke mehr, haben aber immer noch Stau... Wer merkt wo das Nadelöhr der aktuellen Situation wirklich ist?

    Beste Grüße
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  •   lynx1984
    (2739 Beiträge)

    30.04.2012 15:50 Uhr
    Nadelöhr
    dass ich nicht lache!
    Ich glaube der Herr Wick fahrt viel zu selten über die Rheinbrücke, um fest zu stellen, dass das Nadelöhr nicht die Brücke sondern der Pförtner ist. Hätte er allerdings vor Veröffentlichung der PM auch in den Faktencheckunterlagen nachlesen können...
    Wir könnten ja einen 7-spurigen, zweiröhrigen Tunnel an bestehender Stelle bauen lassen und dann wieder auf 2 Spuren auf der Südtangente zusammen führen. Vielleicht merken dann die letzten wo das Nadelöhr tatsächlich ist...
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    30.04.2012 18:25 Uhr
    Es gibt halt Leute
    die denken "hm, ich stehe hier auf der Brücke im Stau, also muss die Brücke die Ursache sein".

    Sind garnicht so wenige, würde sogar sagen, das ist die Mehrheit.
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  •   lynx1984
    (2739 Beiträge)

    30.04.2012 21:00 Uhr
    Gefährliches Unwissen!
    Dagegen sollte was getan werden...

    Denn für Außenstehende hört es sich plausibel an dort eine weitere Brücke zu bauen wo Regelmäßig Stau ist...
    Ich denke sogar solche Leute wie der Herr Wick lassen sich durch sowas blenden und machen dann entsprechende Pressewind
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  •   bergdoerfler
    (1556 Beiträge)

    30.04.2012 15:49 Uhr
    in wenigen Jahren ist der Rhein eh trocken, verursacht durch
    die viele heiße Luft und den Klimawandel. Dann brauchts keine Brücke mehr. Und wenn der letzte Tropfen Sprit verbrannt ist, was dann?
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    30.04.2012 12:15 Uhr
    Was denn nun?
    Nadelöhr beseitigen oder eine Brücke bauen? Für beides reicht das Geld nicht.
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  •   alpinium
    (5482 Beiträge)

    30.04.2012 14:21 Uhr
    Erst Nadelöhr weg
    dann warten, ob's was bringt. Und dann ganz vielleicht mit dem Rest eine Brücke oder eine Fähre oder noch besser eine Furt, dann können, die die Gottvertrauen haben auf eine Teilung des Rheins hin beten und warten.
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