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Karlsruhe Grüne wollen keine zweite Rheinbrücke - auch keine Varianten

Die Grüne-Gemeinderatsfraktion hält an ihrem Nein zur zweiten Rheinbrücke fest und erteilt den Überlegungen zu einer Variante E eine klare Absage. "Diese weiter nördlich gelegene Variante ist mit massiven Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden und wurde deshalb völlig zu recht schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt verworfen", so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach in einer Pressemitteilung.

"Dies gilt entsprechend für die jetzt zusätzlich ins Spiel gebrachte Variante E2, die auf pfälzer Seite mit denselben ökologischen Problemen verbunden ist wie die ursprüngliche Nordvariante E. Auf badischer Seite kämen bei E2 der enorm hohe Flächenverbrauch sowie die Führung in unmittelbarer Nachbarschaft des Naturschutzgebietes Altrhein/Kleiner Bodensee als gravierende Nachteile hinzu", heißt es weiter.

"Zwar haben die Brücken-Befürworter bejubelt, dass die zusätzliche Rheinbrücke im Investitions-Rahmenplan von Kategorie D auf C vorgerückt ist. Aber schon die Kosten der Maßnahmen in Kategorie A und B überschreiten bereits die bis 2015 zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel um mehrere Milliarden Euro. Es ist also utopisch, mit dem Bau einer Rheinbrücke in absehbarer Zeit zu rechnen", findet Johannes Honné, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. Ein neuer Vorschlag würde ein neues Planverfahren erfordern. Damit wäre die Entlastung der Pendler auf den "Sankt Nimmerleins-Tag" verschoben.

Vorschlag von Stober bereits Anfang März

Die Grünen sind davon überzeugt, dass durch Veränderungen am Knielinger Pförtner, den Ausbau der Bahnangebote über den Rhein und durch eine rasche Sanierung der bestehenden Brücke nach dem neuen Verfahren eine zweite Rheinbrücke entbehrlich bleibt. "Wir erwarten, dass die länderübergreifende Arbeitsgruppe Vorschläge für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur Reduzierung der morgendlichen Stauproblematik macht", so die Grünen-Stadträte. "Vor dem Hintergrund, dass für den Bau einer weiteren Brücke in den nächsten Jahren ohnehin keine Investitionsmittel zur Verfügung stehen, wären auch die Befürworter einer zweiten Rheinbrücke gut beraten, sich für solche Sofortmaßnahmen stark zu machen."

Der SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Stober hatte bereits Anfang März eine weiter nördlich gelegenen Rheinquerung auf Basis der als "Variante E" bezeichneten Trasse vorgeschlagen. Diese komme mit weitaus weniger Eingriffen in die Natur aus und könne möglicherweise als Kompromiss für alle Beteiligten in der Region taugen, so Stober damals.

Siehe auch:

Zweite Rheinbrücke: Stober konkretisiert Vorschlag für "Variante E2"

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Kommentare (42)
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  •   schulthe
    (64 Beiträge)

    13.04.2012 00:00 Uhr
    Wie immer
    nur ein Beispiel. Die Grünen waren gegen die Südtangente. Wer war als erstes auf der fertiggestellten Straße? Die Grünen.....mit deren stinkenden alten Fahrzeugen.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    13.04.2012 00:29 Uhr
    Meinst du etwa
    die schönen alten handbemalten Bullys (nicht Bullies, weil Name)?

    Wo sind die eigentlich geblieben? Oder den 1,6 Liter Capri mit der täglichen Öllache den unser oberster Latzhosengrüner damals 1984 an der Schule gefahren hat? Oder Rezzos Porsche?
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    12.04.2012 21:51 Uhr
    Aus Sicht des Schutzes der Menschen,
    sprich dem Schutz der Bevölkerung im Westen der KA muss dennoch ein Standort, möglichst südl. von KA, gefunden werden. Dies ist längst überfällig. Von mir aus mit Brücken, Tunnel usw. Mit welchem Recht wird meine Lebenserwartung verkürzt, ist nicht geschützt, ist gleichgültig und gleichzeitig ist das Leben von Fröschen und Mückenh höherwertiger? Selbst kleine Menschenschutzmaßnahmen sind im Westen von KA nicht möglich. Tempo 30 nachts in Durlach, aber nicht in der Eckener Straße, in der Rheinhafenstraße und in der Pulverhausstraße. Straßenbeläge wie Schotterpisten (Asphalbeton AC16DS, extrem laut). Geschwindigkeitskontrollen möglichst da wo keine Lkw fahren, niemals nachts. Kurzzeitige Radarabzocke statt permanente Geschwindigkeitsanzeigen wie im Landkreis mit großem Erfolg mit 24h-Wirkung üblich. Ich liebe die Natur, aber nicht den gegen mich gerichteten sogenannten Naturschutz um jeden Preis, um den Preis meiner Gesundheit. Weshalb versagt die Politik KA so jämmerlich?
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    12.04.2012 21:21 Uhr
    Diese kleinkarierten Schräubchenzähler.
    Seit 30 Jahren labern die schon alle für und wieder durch und nichts Brauchbares kommt dabei raus.

    Im Grunde brauch Karlsruhe zwei neue Brücken. Beide mit Anbindung an die A5 und B36. Eine im Norden so auf der Höhe von der L604 und eine südlich ca bei Lauterburg.

    Und Sperrung der Südtangente für den Fernlastverkehr.

    Machen, net rumschwätze.
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    12.04.2012 21:34 Uhr
    Damit
    kann ich mich sofort anfreuden.
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  •   mueck
    (9082 Beiträge)

    12.04.2012 20:57 Uhr
    !
    Die Stobersche E2-Variante wäre evtl. auf badischer Seite etwas naturschonender als die Original-E-Variante. Dafür hat E2 dasselbe Problem wie eine Knielingen-Querspange, eher noch stärker als diese:
    Durch einen Anschluss einer der beiden Straßen an die B36 bei der Abfahrt Neureut-Süd (oder bei der Querspange ggfs. auch noch weiter südlich) wird sich ein Schlechverkehr durch Neureut und/oder die Nordweststadt und Nordstadt entwickeln. Es werden nur wenige den Bogen über die Querspange nördlich Neureut nehmen, wenn sie in die City wollen ...

    Naturschutzlich evtl. wenig besser, verkehrlich deutlich schlechter ...
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  •   ka25
    (362 Beiträge)

    12.04.2012 20:35 Uhr
    Ich bin für die 2. Brücke . Egal welche Variante.
    Hauptsache schnell umsetzen und die Grünen in den Wald schicken....
    Auch die Gelben können nach China verschifft werden...

    Bauen jetzt mit Deutschen Firmen und Sozialversicherten Mitarbeiter...
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  •   andi-b7
    (2492 Beiträge)

    12.04.2012 20:54 Uhr
    wo ?
    gibt es solche Firmen noch?
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  •   altruist
    (478 Beiträge)

    12.04.2012 20:02 Uhr
    Ich fände es gut, wenn die Grünen
    in den regelmäßigen Staus vor der Rheinbrücke Flyer verteilen, in denen die Stadpunkte dargelegt werden. So nach dem Motto: "Wir stehen dazu, wir stehen für Stillstand..., Wir stehen das mit Ihnen durch ... )
    Die Wasserschutzpolizei würde ich aber vorsorglich informieren wollen, denn der ein oder andere Grüne landet sicher im Rhein zwinkern - soll ja keiner ernsthaft zu Schaden kommen...
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  •   mueck
    (9082 Beiträge)

    12.04.2012 20:52 Uhr
    !
    Nicht die Brücke ist das Problem, sondern die Weiterführung des Verkehrs auf badischer Seite.

    Also:
    Auch 1024 neue Brücken ändern nichts am Stau.

    Am Stau würde sich etwas ändern, wenn man am Pförtner was macht oder eine Spange an Knielingen vorbei baut, wenn man die Kondequenzen tragen will, also vermutlich Staus dann an anderer Stelle.

    Und wenn man sowas macht, kann man auf weitere Brücken verzichten, denn all das macht den Stau auch ohne neue Brücke weg.

    Brückenbau ist die falsche Baustelle
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