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Karlsruhe Getrennte Verfahren: Zweite Rheinbrücke mit Anschluss an B36 rückt näher

Im August einigten sich Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz darauf, bei der Planung der zweiten Rheinbrücke einen Streitpunkt herauszulösen: die Querspange an der B36. Wie der Verband mittlerer Oberrhein (RVMO) in einer Pressemitteilung erklärt, hat das Bundesverkehrsministerium grünes Licht für die Entflechtung der Verfahren von Zweiter Rheinbrücke und deren Durchbindung an die B36 gegeben.

Der Verbandsvorsitzende Christoph Schnaudigel zeigt sich erfreut über die Entscheidung des Ministeriums. Somit könnten die Planfeststellungsverfahren für die Zweite Rheinbrücke auf rheinland-pfälzischer und auf baden-württembergischer Seite zügig abgeschlossen werden.

"Unter dieser Voraussetzung kann dieses zentrale, länderverbindende Verkehrsprojekt jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Die Region hat bereits seit einer Dekade gefordert, die Planverfahren von Brücke und B 36-Anschluss zu entkoppeln, damit beide schneller vorankommen", so Landrat Schnaudigel. "Wir appellieren nun an das Land, diese Steilvorlage des Bundes zu nutzen. Das bedeutet, die notwendigen Ressourcen bereitstellen und beide Verfahren rasch bearbeiten", ergänzt Verbandsdirektor Professor Gerd Hager.  

Das schon weit fortgeschrittene Brückenverfahren solle durch das noch in einem frühen Stadium befindliche Durchbindungsprojekt nicht aufgehalten werden. "Hier soll kein Geleitzug zusammengestellt werden, bei dem der Langsamste das Tempo bestimmt", so Hager weiter. Inhaltlich und verkehrstechnisch würden beide Projekte zusammen gehören. Deshalb müsse auch das zweite Verfahren, die Durchbindung zur B36, zügig aufgenommen, konsequent durchgeführt und schnellstmöglich zum Erfolg geführt werden.

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Kommentare (26)
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  •   Robert1959
    (1677 Beiträge)

    15.10.2016 17:33 Uhr
    Und wo bleibt die zweite Rad-und Fußgängerbrücke?
    Und von welchen Resourcen spricht der Professor? Der hat noch nie einen Lohnzettel eines Arbeitnehmers gesehen.
    Falls eine neue Brücke komme, dann sollte sie Privatfinanziert werden oder aus der Parteikasse der CDU. Man kann dort auch gleich eine Mautstelle einrichten und gleichfalls eine Plakette Kontrollstelle, denn der Verkehr geht durch Wohngebiet.
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  •   Manneger
    (14 Beiträge)

    15.10.2016 13:44 Uhr
    Khe brauchte keine Brücke Weil....
    Mache meine Einkäufe immer im Supermarkt um die Ecke.

    Meine Penny und Rewe und Co. brauchen keine Brücken, weil die Regale sind immer Voll....

    Man muss nur soviele Faktoren ausgrenzen, dann stimmt auch das gewünschte Ergebiss.

    Die Pfälzer brauchen die Brücke 2mal am Tag für 5-10 Minuten.....und ich bin kein Pfälzer !

    Khe braucht die Brücke aber 24 Stunden am Tag !

    Wetten, wenn Sie gesperrt wird, wie mancher sich Wundern wird.....
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  •   dipfele
    (4178 Beiträge)

    15.10.2016 16:22 Uhr
    und weil...
    ...dort wo die neue Strassenbrücke geplant ist ein Naturschutzgebiet zerstört wird,der Containerhafen mit einer Hochbrücke überquert werden muss und nicht zuletzt auf Seite Karlsruhe wichtiges Naherholungs-und Wohnbaugebiet unwiederbringlich zerstört wird.
    Lieber Kinderlärm statt Strassenlärm.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    16.10.2016 03:04 Uhr
    Also
    dein letzter Satz zeugt nicht von differenzierter Betrachtung. Denn überall wo Leute wohnen müssen sie auch an den Verkehr angebunden sein. Ich weiss, dass wir alle auch im Winter barfuss und in kurzen Hosen durch den Schneesturm jeden Tag acht Kilometer zur Schule und zurück gelaufen sind. Aber die Zeiten sind vorbei.
    Das ist eine 'Wasch mich aber mach mich nicht nass' Einstellung. Jedwede Art von Wohngebieten muss durch Strassen und Bahnen erschlossen werden. In erster Linie durch Strassen, da diese wesentlich individueller nutzbar sind, und das nicht nur durch Autos.
    Das bringt mit sich, dass es auch Strassen für den Durchgangsverkehr geben muss, ebenso wie es Bahntrassen gibt die auch nicht alle weitab jeglicher Zivilisation verlaufen. Jeder der in der Nähe einer Bahntrasse wohnt oder in der Stadt in einer Strasse durch die die Bahn fährt kann davon ein Lied singen.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    16.10.2016 03:21 Uhr
    Wenn die Stadt wächst,
    und das tut sie im Falle von Karlsruhe und zwar verdammt schnell, dann wächst auch der Verkehr und die Infrastruktur muss das aufnehmen können. Also die Infrastruktur muss sozusagen immer einen Vorsprung haben. Der einfachste Fall: Wenn ich ein Baugebiet erschliesse müssen als erstes mal die Strassen und Versorgungsleitungen vorhanden sein, dann kann ich erst anfangen zu bauen.

    Und abschliessend: Lieber Strassenlärm als Kinderlärm, der Strassenlärm hat nämlich eine deutlich angenehmere Frequenz.

    Also man muss sich da schon entscheiden welchen Weg man einschlägt. Und Naturschutzgebiete sind auch nicht auf 1000 Jahre festgeschrieben. Wenn man Wohnraum braucht braucht man ihn eben. Geht vor Naturschutzgebiet. Von mir aus können wir in KA auch ein paar Wolkenkratzer bauen, mich störts nicht. Ist eben nicht so doll zum Wohnen.
    Also die Zusammenhänge sind schon sehr komplex. Das ist aber jetzt nur meine Meinung.
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  •   Bahnnutzer100
    (130 Beiträge)

    14.10.2016 14:41 Uhr
    Leider übersehen!
    Leider wurde bei der Diskussion übersehen, dass es bereits eine zweite Rheinbrücke neben der bestehenden sechsspurigen Straßenbrücke gibt. Und zwar eine zweigleisige Eisenbahnbrücke. Auf der verkehrt ungefähr alle zehn Minuten in jeder Richtung ein Personenzug des KVV (RE, RB und S), um eine Verbindung zwischen dem südpfälzer Raum und Karlsruhe herzustellen. Der Begriff "zweite Rheinbrücke" ist also genauso falsch wie eine zusätzliche Straßenrheinbrücke unnötig ist. Sie ist für Karlsruhe sogar problematisch und für das öffentliche Verkehrsangebot kontraproduktiv. Deshalb wurde sie ja auch vom Karlsruher Gemeinderat abgelehnt.
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  •   Icy
    (104 Beiträge)

    15.10.2016 11:32 Uhr
    ...nicht übersehen, nur abgekürzt!
    Es bingt uns keinen Schritt weiter wenn bei jedem Artikel über die zweite Rheinbrücke erwähnt wird dass es vollständig "zweite Straßen-Rheinbrücke" heißen müsste. Aber Danke für die Feststellung, dass die Aussage "eine zusätzliche Straßenrheinbrücke unnötig ist" falsch ist.
    Abgelehnt wurde die Rheinbrücke vom Karlsruher(!) Gemeinderat nach dem St.-Floriansprinzip. Verständlich, dass man seine eigenen Stimmengeber vor Verkehrsbelastungen schützen möchte und sie lieber anderen zuschiebt. Verkehrstechnisch benötigt man die Lösung aber dort, wo der Verkehr anfällt und auch eine Ausweichmöglichkeit bietet, wenn die erste Straßenbrücke ausfällt. Man sollte dabei auch im Auge haben dass diese Rheinseitenverbindung auch eine Katastrophen-Schutzfunktion hat, z.B. wenn der Großraum Stuttgart evakuiert werden muss...
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  •   lynx1984
    (2712 Beiträge)

    15.10.2016 14:32 Uhr
    St. Florian Prinzip
    Danach hat der Gemeinderat nicht "abgelehnt". Er hat nur Stellung bezogen. Bauherr ist der Bund. Ausführung ist durch die Bundesländer. Hierin hat sich der GR neben naturschutzrechtlichen Dingen auch sehr sachlich zu dem verkehrlichen Nutzen einer 2. RB kritisch auseinander gesetzt. Da dem GR auch nur die bisher geplante Varianten (ohne B36) vorgelegt wurde, hat er diese mangelhafte Planung berechtigterweise zerpflückt. Hauptkritikpunkte waren, dass
    - 2. RB auf die Südtangenten einspurig angebunden wird und an keine andere Straße.
    - Dadurch erhöhte Staugefahr in KA und keine Entlastungswirkung
    - Redundanz kein ausreichendes Argument für den Abbau einer weiteren Brücke.
    - kritisiert, dass die Linienbestimmung und damit die Standortfestlegwubg auf den nördlichen Standort nicht die Karlsruher Verkehrssituation berücksichtigt hat (z.B. wurde keine Südvariante geprüft)

    Mehr hat der GR im Prinzip nie gemacht oder "blockiert".
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  •   Icy
    (104 Beiträge)

    15.10.2016 16:52 Uhr
    Anbindung/ Redundanzen / Südvarianten
    Ich habe nicht den Eindruck, dass sich der Gemeinderat ins Zeug gelegt hat die 2. Rheinbrücke besser anzubinden sondern die genannten Argumente vorrangig genutzt hat, die 2.RB eben zu verhindern.
    Eine Redundanz sehe ich in der Situation durchaus als gewichtiges Argument, auch wenn es das Standardvorgehen so vielleicht nicht vor sieht. Aus meiner Sicht führt das in Karlsruhe zu den Verkehrsproblemen der letzten 10+x Jahre dass man viele „Redundanzen“ abbaut.
    Bzgl. Linienfestlegung/Südvariante:
    Es gibt keine realistische Lösung einer Südvariante wenn man mal von einem 4spurigen Ausbau bei Iffezheim mit Umsetzung der Bienwaldautobahn absieht. Dafür müsste sehr viel mehr gebaut und bisher unbebaute Gebiete/Naturschutzgebiete durchschnitten werden. Eine Querung bei Neuburgweier kam schon vor rund 40Jahren u.a. aus Naturschutzgründen nicht zu Stande – wie soll das heute funktionieren?
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  •   lynx1984
    (2712 Beiträge)

    15.10.2016 18:01 Uhr
    Ähm
    Du weißt schon, dass der Gemeinderat nur das Abnicken kann was ihm vorgelegt wird oder eben einen Stellungnahme dazu abgeben. Diese Stellungnahme muss auch mehrheitsfähig im gesamten Gemeinderat sein. Und genau das erwarte ich mir auch vom GR, dass er offensichtliche Mängel anprangert. Wäre das nicht geschehen, dann wäre jetzt die 2. RB im Bau, mit einer einspurigen Anbindung ans Ölkreuz - ohne Möglichkeit diese Trasse irgendwann irgendwohin anders anzubinden. Das wäre dann das Mega Nadelöhr von Karlsruhe. 2 Spuren neue Rheinbrücke und 3 Spuren bestehende Rheinbrücke werden binnen weniger hundert Meter auf 2 Spuren zusammengequetscht, zugleich Spurwechsel wegen kurz darauf folgender Abfahrt nach Knielingen.

    Planungsänderungen obliegt den Institutionen des Landes. Da dürften alle Parteien in den letzten Jahren ran. Ergebnis: kein Konzept und eine dafür unpassende Lösung.
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