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Karlsruhe Gemeinderat stimmt gegen zweite Rheinbrücke

In einem Punkt waren sich alle einig: Es sei "eine der wichtigsten Entscheidungen, die der Karlsruher Gemeinderat hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit der Stadt zu treffen" habe, so Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Zufrieden mit dem Ergebnis der Abstimmung am Dienstagnachmittag dürfte das Stadtoberhaupt allerdings nicht sein. Mehrheitlich stimmten die Stadträte gegen den Bau der zweiten Rheinbrücke, wie sie aktuell vom Bund geplant ist. Offen ist allerdings, in wie weit dieser die Meinung des Karlsruher Gemeinderats berücksichtigt.

Der Karlsruher Gemeinderat ist gegen eine zweite Rheinbrücke, wie sie aktuell vom Bund geplant wird. Diese Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren muss die Stadtverwaltung dem Regierungspräsidium nun bis zum 8. Juni 2011 übermitteln. Das Regierungspräsidium muss diese Stellungnahme berücksichtigen - ob damit eine zweite Rheinbrücke verhindert wird, ist allerdings offen.

"Man baut keine zweite Brücke nur weil man die erste sanieren muss"

Der Entscheidung des Gemeinderats ging eine fast zweistündige, hitzige Debatte voraus. Während sich die CDU und das Bürgermeisteramt für eine zweite Rheinbrücke aussprachen, aber deutliche Nachbesserungen bei der Planung verlangten, votierten Grüne, SPD, Karlsruher Liste (KAL), Freie Wähler (FW), Linke und Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) gegen den geplanten Bau. Die In einem letztlich mit 26 zu 19 Stimmen angenommenen interfraktionellen Antrag kritisieren sie unter anderem, dass die aktuelle Planung für die zweite Rheinbrücke von unrealistischen Prognosen über den zu erwartenden Verkehr ausgehen und daher für die "Lösung der verkehrlichen Anforderungen" ungeeignet sei.

Auch die FDP sprach sich in einem eigenen Änderungsantrag gegen die vom Bund vorgelegte Planung der zweiten Rheinbrücke aus. Eine solche sei zwar dringend erforderlich, aber eben nicht so, wie sie aktuell vom Bund geplant sei. Dies komme in der von der Verwaltung vorgelegten Stellungnahme nicht deutlich genug zum Ausdruck. "Die FDP-Fraktion hat stets betont, dass sie eine zweite Rheinbrücke im Raum Karlsruhe für erforderlich hält - übrigens nicht nur wegen eventueller Reparaturen an der bestehenden", so FDP-Fraktionschefin Rita Fromm. Dies könne aber nicht auf Karlsruher Gemarkung entstehen und schon gar nicht an dieser Stelle, die dem Planfeststellungsverfahren zugrunde liege. Nachdem der interfraktionelle Antrag von Grünen, SPD, KAL, FW, Linke und GfK angenommen worden war, wurde über den weniger weitreichenden FDP-Antrag nicht mehr abgestimmt.

"Woanders am Rhein baut man auch nicht jedes Mal eine zweite Brücke, nur weil man die erste sanieren muss", kritisierte Bettina Lisbach (Grüne) in Hinblick auf die geplante Sanierung der bestehenden Rheinbrücke. So, wie die zweite Rheinbrücke jetzt geplant sei, erzwinge man außerdem den Einstieg in die Nordtangente. Hinzu käme, dass die aktuelle Planung für die zweite Brücke gravierende Mängel bezogen auf den Naturschutz aufweise. Es sei auch nicht verständlich, dass für die zweite Rheinbrücke nicht nur kein Fahrradweg vorgesehen sei, sondern durch den Bau sogar noch ein bestehender Radweg wegfiele.

7000 Autos fallen in den Rhein?

"Wir leben in einer Technologieregion mit einer hervoragenden Universität und haben noch nicht einmal alle Lösungen  geprüft", so Doris Baitinger von der SPD. Die aktuell vorgesehene Lösung in Form der zweiten Rheinbrücke schaffe dagegen mehr Probleme als sie löse.

"Je weiter man reinliest, desto mehr (Fehler) findet man", kritisierte auch Eberhard Fischer von der KAL. Das fange schon bei unterschiedlichen Annahmen über die Entwicklung des Verkehrs zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an. Vergleiche man die Planfeststellungsverfahren in beiden Ländern, müssten täglich 7000 Fahrzeuge von der Brücke in den Rhein stürzen, so Fischer - um diese Zahl differierten die Annahmen nämlich.

Rheinbrücke als Einstieg in die Nordtangente befürchtet

Besonders kritisch sahen die Stadträte die von Oberbürgermeister Fenrich und CDU geforderten Anbindung der zweiten Rheinbrücke an die B36 statt, wie in der derzeitigen Planung vorgesehen, an die B10. Eine Anbindung an die B36 erzwinge mittelfristig den Einstieg in die Nordtangente-West - eben diese werde von der Mehrheit des Karlsruher Gemeinderats aber abgelehnt.

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Karlsruhes zweite Rheinbrücke | ka-news.de: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
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  • unbekannt
    (435 Beiträge)

    24.05.2011 22:31 Uhr
    Passt nicht zum Thema
    Aber Thema Radstreifen

    Karlsruhe muss diese Radstreifen " bauen, weil doch Karl Drais hier geboren wurde , der Erfinder des Laufrades !! (Hat er zwar in Mannheim aber.)

    WIR müssen allein aus der Historie heraus, Karlsruhe als "RAD - Stadt" zwanghaft in jeder Straße diesen Mist realisieren.

    Ich als "Alter" Mensch habe zwar zig Jahr ohne diesen Mist als Radfahrer überlebt, aber HEUTE ist das im modernen Städtebau doch ein MUST HAVE.

    Aber Thema Strassenbahn
    Siehe Heidebahn / Erzbergerstr. die hat mit der Bahn zwar etwas Grünstreifen verloren , aber Lebensqualität dank auch neuer Infrastruktur und bessere Integration in die Stadt gewonnen oder nicht.

    Aber beim Thema Autoverkehr ist Khe ein Hinterwälter Dorf.

    Wartet mal ab wie das Durlacher Tor mal toll mit dem Auto zu "umrunden ist" wenn die U-Strab fertig ist.

    Soll dann alles über den Ostring (dann mit Straßenbahn durch den Kreisel usw.) gehen , der ist jetzt schon fast überlastet !

    Tja.........
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    24.05.2011 22:47 Uhr
    "Passt nicht zum Thema"
    das war eine Antwort auf Volker 704. Passt dann schon. Karlsruhe ist eine Radstadt weil das Gelände hier passt und tatsächlich auch viele Leute hier mit dem Rad fahren. Da sollte man als Autofahrer eigentlich heilfroh sein, sonst wären die Staus noch größer. Vielleicht mal aus dieser Sicht sehen, das wäre hilfreich.
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  • unbekannt
    (435 Beiträge)

    24.05.2011 23:08 Uhr
    Ich Bike auch in Khe
    Aber nehme statt des Radstreifen in der Kaiserallee oder der Moltkestr. oder der "Rad-Straße" Sophienstr. doch lieber die Hildapromenade.

    Oder "Umrunde" Khe gemütlich neben bzw. an der Alb. Ist halt ein bisschen weiter, aber Stress freier als Jeder Radsteifen egal wie breit der auf die Strasse gepinselt ist.
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    24.05.2011 22:15 Uhr
    Hauptsache
    der dicke BMW oder Landrover kommt gut durch die Stadt, gell ? Wer Rad fährt und die Luft nicht verpestet ist ja selber schuld und soll sich auf die Fußgängerwege beschränken.
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  •   baeuerchen
    (672 Beiträge)

    24.05.2011 22:01 Uhr
    Stimmt!!! ;)
    Wenn man in die Stadt zieht soll es einem mies ergehen!

    Sehr klare Logik.

    Da kann man dann sogar eigentümliche Planungen wie diese fast schon freistehende unangebundene Brücke gut finden.

    Eine Brücke wird also an eine bestehende Straße parallel zu einer bestehenden Brücke angebunden. Ein klassischer Bypass! Wozu?
    Warum kann man diesen Bypass nicht direkt neben die bestehende legen?
    Das wäre zu logisch und würde keine Natur zerstören, das wollen wir ja nicht, denn nur die Gutmenschen kümmern sich um Natur und Lebensqualität. Ist also überflüssig.

    Die Planung für diese Brücke ist eine Frechheit und darum hat der Gemeinderat dagegen gestimmt! Hausaufgaben machen- eine saubere und rechtlich korrekte Planung und sie wird gebaut.
    Aber intransparente und arrogante Projekte durchdrücken, das ist zum Glück vorbei!
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  •   zico
    (1471 Beiträge)

    24.05.2011 20:24 Uhr
    die Dummheit
    zeigt sich ja an Deinem Kommentar, die Zeit der Möchtegern-Politiker die über die Köpfe anderer alleine entscheiden ist vorbei!

    Es betrifft die Karlsruher (Dich zähle ich nicht dazu, wahrscheinlich noch ein Landei, sonst wo her!) Falls Dir die Ortskenntnis fehlt, schau Dir mal nen Stadtplan an!
    Kann alterka nur bedingt zustimmen, Richtung B36 ist die Fahrbahn (Sudetenstraße) frei und der Rückverkehr staut sich im Moment auf der Eggensteiner Straße, eigentlich eine 30er Zone und nicht für Pendlerverkehr gedacht!

    Es geht jetzt mit Baustellen schon seit über 2 Jahren so und wird durch eine 2te Rheinbrücke auch nicht besser.
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  •   fritzi
    (933 Beiträge)

    24.05.2011 20:16 Uhr
    mein Kommentar wie leider sooo oft
    KARLSRUHE ... leider alles nur zweitklassig. WARUM wird über einen Entwurf überhaupt abgestimmt, der nicht alle Tatsachen berücksichtigt ? Wer hat diesen Entwurf beauftragt, und wo, und wie viel hat der schon wieder gekostet (uns alle) ??? Es ist zum Mäuse melken mit unseren gewählten Volksverdummern !! Können die wirklich nur einmal, wenigstens einmal, alles richtig machen ??
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  •   KuWally
    (162 Beiträge)

    24.05.2011 20:04 Uhr
    Leider hat die Dummheit gesiegt
    Warum tut Karlsruhe immer so als sei dies ein private Brücke nur für Karlsruhe? Die Brücken gehören dem Bund und den Ländern und allen Bürgern und die sagen was nötig ist.
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  •   cape21
    (325 Beiträge)

    25.05.2011 00:05 Uhr
    und die sagen...
    du sollst in den rhein springen und du machst das auch du lemming....
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    24.05.2011 19:12 Uhr
    Die grösste deutsche Stadt
    die direkt vom Rhein durchflossen wird hat sagenhafte sieben Rheinbrücken.

    Das ist zwar hier sinnfrei, aber ich wollts mal gesagt haben. grinsen
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