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Karlsruhe Für die 2. Rheinbrücke: Demo lässt 1.000 bunte Ballons steigen

Wer am Sonntag, 17. September, die Rheinbrücke überqueren will, muss sich auf Behinderungen einstellen. Der Grund: Das Aktionsbündnis Zweite Rheinbrücke kündigt für den Abend ab 17.30 eine Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug an.

Ursprünglich für den 2. Juli geplant, findet die diesjährige Demo auf der bestehenden Rheinbrücke Maxau für den baldigen Bau einer zweiten Rheinbrücke und gegen Sanierungsexperimente an der bestehenden Brücke am Sonntag, 17. September, statt.

Wie bei den ersten drei Demos startet die Versammlung nach Angaben der Veranstalter am SBK-Kreisel um 17.30 Uhr mit einer Kundgebung, Begrüßung und technischen Ansagen. Deshalb wird die Ein- und Ausfahrt Maximiliansau ab zirka 17 Uhr durch die Polizei und die Straßenmeisterei gesperrt. Um kurz vor 18 Uhr wird dann die Fahrbahn der B10 Richtung Karlsruhe durch die Polizei gesperrt, da sich der Demonstrationszug in Bewegung setzt.

1.000 Luftballons als Zeichen für zweite Rheinbrücke

Abweichend vom bisherigen Ablauf stoppt der Zug nach Angaben des Aktionsbündnisses auf der Brücke. Dort sollen dann über 1.000 bunte Luftballons als Zeichen für die zweite Rheinbrücke hoch steigen. Die daran befestigten Postkarten tragen auf einer Seite die Logos des Aktionsbündnisses und der Industrieinitiative #PRO2 und können auf der anderen Seite mit Absenderdaten versehen werden. Weiterhin kann der Finder des wieder niedergegangenen Ballons laut dem Veranstalter seine Daten angeben und die Postkarte an den Verein zurücksenden.

Nach der Ballon-Aktion führt der Marsch zurück zur Einfahrt Maximiliansau. Ende der Veranstaltung und Freigabe der Fahrspur in Richtung Karlsruhe wird laut Aktionsbündnis gegen 19.20 Uhr sein.

Fähren und ÖPNV als Alternativen zur Rheinüberquerung

Wie die Veranstalter ausdrücklich erwähnen, ist es in diesem Zeitraum nicht möglich, mit dem Auto die Demo zu umfahren und zwischen Wörth und Karlsruhe über den Rhein zu gelangen. Die Ausnahme: Eine der Fähren in Neuburg oder Leimersheim. Aber weder durch Wörth-Dorschberg, noch durch Altwörth und auch nicht durch Maximiliansau können Autofahrer eine alternative Verbindung über den Rhein finden.

Es ist jederzeit möglich, mit dem schienengebundenen ÖPNV die Bahnbrücke zu überqueren. In Richtung Pfalz gibt es lediglich eine Temporeduzierung. Zu Fuß und mit dem Rad kann man jederzeit in beide Richtungen fahren.

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Kommentare (35)
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  •   Icy
    (105 Beiträge)

    17.09.2017 17:45 Uhr
    Auch Radfahrer und Fußgänger
    profitieren von einer funktionierenden Logistik.
    Und die LKWs sollen im Wörther Parkhaus parken und Ihre Ware mit der Stadbahn über den Rhein bringen?
    Und was sollen die Leute alle am HBF? Da sind viele die mit dem Auto über die Rheinbrücke fahren noch lange nicht am Ziel. Für ein paar wäre diese Lösung eine Alternative, packt man aber noch ein paar mehr oben drauf dann bricht auch diese Lösung zusammen.
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  •   Robert1959
    (1677 Beiträge)

    17.09.2017 18:18 Uhr
    Keine Antwort von Icy!
    Warum soll dies nur eine reine Autobrücke werden? Falls einmal die bestehende Brücke einstürzen würde, wäre ja auch kein Ersatz da! Die LKW´s können über Germersheim oders Wintersdorf fahren. Auch Leute die öffentliche Verkehrsmittel benutzen, sind noch längst nicht am Ziel.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (705 Beiträge)

    16.09.2017 22:03 Uhr
    Springt
    doch. grinsen
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    16.09.2017 18:06 Uhr
    ...ich verstehs immer noch nicht.....
    Die Brücke an sich ist doch nicht das Problem - der Verkehr staut sich doch wegen "dahinter" - was soll da ne zweite Brücke?

    Wegen Redundanz? Da hätten wir viel zu tun, alles doppelt zu bauen.

    Wenn etwas ausfällt, dann gibts Probleme - und es muß demzufolge schnell repariert werden. Das ist aber bei jedem Autobahnkilometer so.
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  •   Icy
    (105 Beiträge)

    17.09.2017 10:47 Uhr
    Kehl und Ludwigshafen haben "Redundanz"
    wenn dort eine Brücke ausfällt gibt es noch ortsnahe Alternativen im Gegensatz zu Karlsruhe, wo nur eine einzige Brücke auf über 60km den gesamten Straßenverkehr vom Fußgänger bis zum Fernverkehr aufnehmen muss (abgesehen von ein paar kleinen Fähren die nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen).
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    17.09.2017 12:30 Uhr
    ..zumindest bei Kehl....
    ...würde ich nicht von ortsnah sprechen.

    Iffezheim ist von Kehl m.Ws weiter weg als Germersheim von KA. Die benachbarten Rheinübergänge (auch nicht nahegelegen) würde ich insbesonders in Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der zu- und abführenden Straßen nicht als fuktionabel betrachten.

    Und bei KA kann sich der Verkehr zumindest in einer Richtung entflechten (nicht alle fahren von KA nach Wörth) - zwischen den unmittelbar ineinander übergehenden Städte Straßburg-Kehl geht das weniger.

    Aber der Zoll ähh die Grenzgebühr ähh die Franzosenabschreck- ähhh Landstraßenmaut wirds vielleicht richten. Unseren Geldbeutel allerdings auch.
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  •   betablocker
    (936 Beiträge)

    17.09.2017 14:40 Uhr
    Kehl
    hat zwei Brücken. Die Europabrücke in der Stadt und etwas südlich davon eine zwischen Goldscheuer und Altenheim. Und die nächste nördlich ist Freistett, das läuft auch noch unter ortsnah. Also sogar drei.
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    17.09.2017 15:22 Uhr
    ...und wenn die Hauptbrücke zu ist, gibts trotzdem ein Chaos.
    Das zeigt schon ein Blick auf die Karte und die angeschlossenen Straßen.

    Es gibt wenig Brücken, die problemlos außer Betrieb gestellt werden können. Am ehesten noch die, die weit entfernten Verkehr bedienen - der kann problemlos auweichen. Wer von Wörth nach KA will, der hat sicher schlechte Karten - aber z.B. der überregionale Schwerlastverkehr ist mit Germersheim gut bedient.

    Aber die frage ist eben trotzdem - wie kommt nach der Brücke der Verkehr weg?
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  •   betablocker
    (936 Beiträge)

    17.09.2017 18:01 Uhr
    Ähm,
    die beiden genannten Brücken verbinden zwei parallele Autobahnen auf dem kürzesten Weg.
    Illkirch-Offenburg und Gambsheim-Achern, kürzer gehts nicht, Anbindung perfekt.
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  •   Mammut
    (575 Beiträge)

    16.09.2017 18:38 Uhr
    Deshalb gibt es für Autobahnen die Bedarfsumleitungen:
    "Das Zeichen [460] kennzeichnet eine alternative Streckenführung im nachgeordneten Straßennetz zwischen Autobahnanschlussstellen."
    Für die A8 gibts die B35 und die B10, für die A5 gibts die B3 und die B36. Deren Kapazitäten sind zwar nicht unbedingt ausreichend, aber es gibt ein Weiterkommen.
    Dass sie sowas jemals verstehen, erwarte ich gar nicht, denn in Karlsruhe kann man sich nur für Problemlösungen begeistern, die das Desaster erst perfekt machen. Kombilösung, Europahalle, KSC-Stadion, "B10-Pförtner".
    Dort, wo man Probleme in die Gegenrichtung bewegen könnte (Rheinbrücke, Nordtangente, ....), nämlich in Richtung einer Lösung, gibt es heftigste Gegenwehr. Denn wofür man selbst nix bezahlen muss, das kann ja nix taugen.
    Aber bei der Bundestagswahl werden die Blockierparteien so eine Klatsche kriegen, dass man wohl bis herunter auf Kommunalebene auf die Idee kommt, die Luschen zu entsorgen - am besten Richtung H4.
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