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Karlsruhe/Germersheim Ersatzbrücke sorgt für Ärger: Landräte lehnen neue Planung ab

Zweite Rheinbrücke oder Ersatzbrücke? Der Vorstoß des Karlsruher Oberbürgermeisters Frank Mentrup, eine Ersatzbrücke statt einer zweiten Rheinbrücke zu fordern, stößt bei den Landräten Christoph Schnaudigel und Fritz Brechtel laut einer gemeinsamen Meldung auf Unverständnis. In einem Brief wenden sie sich nun direkt an Frank Mentrup.

Schnaudigel und Brechtel setzen sich gemeinsam für eine Fortführung der bisherigen Planungen ein. In dem gemeinsamen Brief an den Karlsruher Oberbürgermeister appellieren die beiden Landräte für eine Fortführung der bisherigen Planungen.

Kein weiterer Aufschub

Im derzeitigen Planfeststellungsverfahren ist der Bau einer zweiten Rheinbrücke vorgesehen und nicht die neu angeregte Variante einer Ersatzbrücke. Einigkeit besteht zwischen den Landräten darüber, dass die Einbeziehung der Variante einer Ersatzbrücke einen Stillstand, wenn nicht sogar das Ende des laufenden Planfeststellungsverfahrens bedeuten würde. "Unsere prosperierende Region hat es nicht verdient, dass das gravierende Verkehrsproblem der momentanen Rheinbrücke auf die lange Bank geschoben, sondern zügig gelöst wird", ist in dem Schreiben zu lesen.

Schnaudigel und Brechtel appellieren an alle Beteiligten zu einer gemeinsamen regionalen Lösung zurückzukehren. Auch kritisieren die Landräte, dass die nun angestoßene Diskussion einseitig von baden-württembergischer Seite aufgegriffen wurde, ohne dass eine Abstimmung mit dem Land Rheinland-Pfalz erfolgte. "Mit unserem gemeinsamen Schreiben wollen wir auch verdeutlichen, dass bei diesem wichtigen Verkehrsprojekt die Abstimmung auf Ebene der Landkreise hervorragend funktioniert", so die beiden Landräte.

Die bisherige Variante der zweiten Rheinbrücke als zusätzliche Verbindung zwischen Karlsruhe und Wörth wird von Frank Mentrup kritisiert, er plädierte jüngst stattdessen für eine sechsspurige Ersatzbrücke.

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Kommentare (36)
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  •   glx
    (244 Beiträge)

    05.10.2013 08:29 Uhr
    Als
    Stadt über 35.000 (?) Einwohnern muss sich z.B. die Stadt KA dann um die Brücke kümmern, da die dann auch für alle Bundesstraßen innerorts verantwortlich ist. Zudem ist die Brücke irgendwie auf deren gebiet und da darf man ja wohl noch mitschwätzen, ganz im Gegensatz zum LK KA.
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  •   mueck
    (9090 Beiträge)

    05.10.2013 19:01 Uhr
    !
    Die Zuständigkeit der Stadt gilt nur bei Ortsdurchfahrten, also nicht bei B10-Südtangente samt Rheinbrücke, wie es ja auch bei der Gemeinderatssitzung zum Pförtner hieß. Hauptzuständig ist also das RP.
    Mitreden darf die Stadt in der Planfeststellung leider nur als Träger öffentlicher Belange und Grundstückseigentümerin.
    Aus irgendwelchen Gründen wurde aber u.a. auch das Landratsamt um eine Stellungnahme gebeten ...
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    05.10.2013 01:15 Uhr
    Was machen
    Landräte eigentlich beruflich?
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    05.10.2013 21:34 Uhr
    Jurastudium, Promotion, Referent, Justiziar, Kommunalreferat, erster Landesbeamter, Landrat
    Ein Vollblutbürokrat also. Ob der mit seiner erworbenen Fachkenntinis etwas qualifiziertes zu unserer Rheinbrücke sagen kann darf zurecht hinterfragt werden.

    Gut zu wissen, dass wir von kompetenten Profis regiert werden.
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  •   teflon
    (2330 Beiträge)

    05.10.2013 14:59 Uhr
    Ganz einfach:
    sie raten einfach auf dem Land.

    Mit dem Schnaudigel hat Schilda den juengeren Verwandten vom Opa Groh geerbt...der gleiche Schwachapfel, der bei jeder Gelegenheit seinen gequirlten Quark zum Besten gibt und absolut Nichts auf die Reihe bekommt. Fuer die Leistung, sollte man dem Spezi samt seinem Pfaelzer Freund die Bezuege kuerzen...oder man laesst es einfach als " Neues aus der Anstalt " laufen - dann passt es wieder
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  •   alpinium
    (5482 Beiträge)

    05.10.2013 19:05 Uhr
    Besser wäre es
    beide im Fundament der Ersatzbrücke einzubetonieren. Dann haben sie beide wenigstens eine tragende Funktion. zwinkern
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    04.10.2013 23:31 Uhr
    Dass Schnaudigl
    den Bau der Nordvariante fordert, ist wie wenn Merkel fordern würde, dass der Eifelturm auf den Kopf gestellt wird, sprich Unsinn zu fordern außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereichs.

    Wundert mich auch garnicht, dass Brechtel und Schnaudigel mit Unverständnis reagieren. Was anderes können die nicht. Unverständnis ist deren zweiter Vorname. Unverständnis ist deren einzige Daseinskonstante.

    Die beiden verstehen auch nicht, dass die Sache gelaufen ist, dass sie verloren haben und dass deswegen sie es sind, die den Fortschritt verhindern, indem sie einer anderen Idee anhängen als jener, die nun Favorit ist.
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  •   mueck
    (9090 Beiträge)

    04.10.2013 18:04 Uhr
    !
    Zitat von Landraete Einigkeit besteht zwischen den Landräten darüber, dass die Einbeziehung der Variante einer Ersatzbrücke einen Stillstand, wenn nicht sogar das Ende des laufenden Planfeststellungsverfahrens bedeuten würde. "Unsere prosperierende Region hat es nicht verdient, dass das gravierende Verkehrsproblem der momentanen Rheinbrücke auf die lange Bank geschoben, sondern zügig gelöst wird", ist in dem Schreiben zu lesen.

    Wenn man das Anlegen der CEF-Maßnahmen für die Nordbrücke und das Beheben der gravierenden Planungsfehler aufsummiert, dann kann die Ersatzbrücke die Nordbrücke noch locker 10x überholen ...
    Indirekt zu behaupten, eine Nordbrücke käme bald, wenn man nur am laufenden Verfahren festhielte, ist schon dreist ...
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  •   myopinions
    (796 Beiträge)

    04.10.2013 18:00 Uhr
    ...............ich bin der Jüngste
    nicht mehr. Ob ich es noch erleben darf?
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  •   heaven
    (796 Beiträge)

    04.10.2013 13:35 Uhr
    Hätte
    die Bezeichnung "A65" schon in Knielingen begonnen/geendet und nicht erst am Wörther Kreuz wäre das Thema Rheinbrücke schon längst gegessen.
    Labert nicht soviel sondern handelt endlich!
    Wieviele Steuergelder sollen denn noch "verquasselt" werden?
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