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Karlsruhe Erörterung zur zweiten Rheinbrücke: Kritiker zerlegen Planung

Auch am dritten Tag des Erörterungsverfahrens zum Bau der umstrittenen zweiten Rheinbrücke stand ein straffes Programm auf der Tagesordnung. Doch egal ob Natur-, Arten- und Bodenschutz, Landwirtschaft oder Radwege, die Brücken-Kritiker stellten auch am Donnerstag klar: die aktuelle Planung macht keinen Sinn, das Verfahren hat erhebliche Defizite, alternative Varianten wurden nicht ausreichend geprüft. CDU und Wirtschaft halten dennoch weiter zum Brücken-Projekt.

Nach drei Tagen Erörterung hatten sich die Reihen im Bürgerzentrum Südstadt gelichtet. Etwa 20 Antragsteller und Bürger waren am Donnerstag gekommen, um ihre Anliegen vorzutragen. Immer wieder wurde die vorliegende Brücken-Planung (B9 - zweite Rheinbrücke 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Brücke - Anschluss am Ölkreuz an die B10/Südtangente) als sinnlos bezeichnet. Immer wieder wurde den Planern vorgehalten, dass sie alternative Varianten nicht ausreichend geprüft hätten. Immer wieder wurde der Verzicht auf ein Raumordnungsverfahren auf badischer Seite scharf kritisiert.

Peter Hebel, Chefjurist der Stadt Karlsruhe, bemängelte die fehlende "Variantenprüfung". "Die geplante Nordbrücke hat den dreifachen Bebauungs- und Versiegelungsbedarf wie eine Parallelbrücke." Dadurch sei auch ein viel höherer Anteil an Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen notwendig. Dieser hohe Versiegelungs- und Eingriffsgrad sei eine "große Schwäche" der aktuellen Planung.

"Schmerzhafte Eingriffe in Natur und Landwirtschaft"

Der Eingriff sei bei der geplanten Nordbrücke viel höher als bei einer Parallelbrücke direkt neben der bestehenden Brücke, so Hebel. "Das sind schmerzhafte Eingriffe in Natur und Landwirtschaft". Es sei eine Trasse gewählt worden, ohne andere Varianten ausreichend zu prüfen. "Wenn man am Anfang der Planung eine falsche Weiche stellt, folgen später viele weitere Konfliktweichen", so Hebel.

Die Planer leugneten dann auch nicht, dass die Trassenführung die Landwirtschaft beeinträchtigen werde. Ein landwirtschaftlicher Betrieb habe eingewendet, seine Existenz sei durch den Entzug von Pachtflächen gefährdet, so Veranstaltungsleiter und Regierungsdirektor Alexander Ellinghaus. Hierbei handle es sich um das Hofgut Maxau, wie die Zuhörer später erfuhren. Auch Hartmut Weinrebe, Regionalgeschäftsführer vom BUND, ist sicher: "Durch einer Parallelbrücke ist deutlich weniger Landwirtschaft betroffen."

Dass auf badischer Seite kein Raumordnunsgverfahren durchgeführt wurde, wird an allen drei Tagen immer wieder erwähnt. Das sei eines der "größten Verfahrensdefizite", so Stadtjurist Hebel. Ein Raumordnunsgverfahren auf beiden Seiten des Rheins sei wünschenswert gewesen. Es sei "absurd" von jeder Seite bis zur Mitte der Brücke zu planen und sich dadurch einer Gesamtbetrachtung zu verschließen. Axel Speer, der das RP als Vorhabenträger vertritt, widersprach: Man habe darauf verzichtet, da die badischen Belange auch im Raumordnungsverfahren in Rheinland-Pfalz genügend berücksichtigt worden seien.

Heiße Diskussion um Radwege

Für heiße Diskussionen sorgten auch die geplanten Radwege. Über 400 der eingegangenen 644 Einwendungen seien zu diesem Thema, verdeutlichte Veranstaltungsleiter Ellinghaus. Darunter aber auch einige Unterschriftenlisten.

Planer Speer erläuterte, dass der aktuell bestehende Radweg zur Rheinbrücke zum Teil wegfallen werde. Künftig sollen die Radfahrer aus beiden Richtungen den Radweg auf nördlicher Seite der bestehenden Rheinbrücke nutzen. Kurz nach der Brücke soll der neue Radweg auf badischer Seite einen Schlenker über "Am Kirchtal" bis zur Rheinbrückenstraße machen (s. Bild). Auch im Süden müssen Radler einen ziemlichen Umweg in Kauf nehmen. Zusammengefasst heißt das: längere Fahrzeiten für Radler.

Speer gibt zu: "Das ist keine optimale, aber aus Sicherheitsgründen eine sinnvolle Lösung." Denn am Ölkreuz erwarte man künftig täglich über 14.000 Fahrzeuge. Ein anderer Verlauf der Radwege sei dort wegen Vogelschutz- und Naturschutzgebieten nicht möglich.

Zweite Rheinbrücke ohne Radwege vorgesehen

Brigitte Stummer vom Stadtplanungsamt Karlsruhe kritisiert diese "Verschlechterung für Radfahrer". Das "Hauptmanko" aus ihrer Sicht sei aber, dass auf der neue zweiten Rheinbrücke gar keine Radwege vorgesehen seien. Planer Speer dazu: Der Bund betrachte die Trasse als Kraftfahrstraße, hier seien keine Radwege vorgesehen. Daher habe der Bund diese aus der Planung gestrichen. Der Bund habe laut Speer aber auch auch zu verstehen gegeben, dass wenn sich ein Finanzier fände - beispielsweise die Stadt Germersheim oder die Stadt Karlsruhe - dann könnten auch Radwege auf die Brücke gebaut werden. Das würde zwei Millionen Euro kosten.

Jurist Hebel hat dafür gar kein Verständnis: "Dass eine fragwürdige Brückenplanung, die keinen Mehrwert hat, einen gut funktionierenden Radweg kappt, das ist nicht nachvollziehbar." An den Bund gerichtet sagt er: "Der, der etwas beseitigt, der hat das wieder so herzustellen, damit es wieder funktioniert".

Heiko Jacobs vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist ebenfalls unzufrieden: "Wir haben heute eine direkte und schnelle Radverbindung von Karlsruhe nach Wörth." Immer mehr Menschen würden auf das Rad umsteigen,  zudem boomten Pedelecs. Der Bedarf nach Schnellradwegen würde immer größer. Daher sei die aktuelle Planung eine "massive Verschlechterung" und ein "klarer Rückschritt".

BUND kritisiert Verfahrensmängel

Das länderübergreifende Bündnis aus Bürgervereinen, Naturschutz- und Verkehrsverbänden sowie Bürgerinitiativen kritisierte bereits im Vorfeld und während des Erörterungsverfahrens immer wieder die Planungen. "Die vorgelegten Unterlagen zum Natur- und Artenschutz sind so lückenhaft, dass es unverständlich ist, wie die planenden Straßenplanungs­behörden mit diesen in einen Erörterungstermin gehen können", so  Peter Keller, Vorsitzender der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), in einer Pressemitteilung. "Die vorliegende Planung ist artenschutzrechtlich schlichtweg nicht genehmigungsfähig", erklärt Keller.

Auf Verfahrensmängel weist auch Dirk Herrmann, der von den Naturschutzverbänden BUND, LNV und NABU bevollmächtige Rechtsanwalt, immer wieder hin: "Eine zwingend gebotene Alternativenprüfung, die alle ernsthaft in Betracht kommenden Planungsalternativen in die Abwägung einstellt, liegt nicht vor. Beispielsweise ist die Möglichkeit einer Ersatzbrücke offenbar nicht einmal ansatzweise in Betracht gezogen worden. Dies wäre aber mit sehr viel geringeren Kosten als die jetzt geplante Baumaßnahme verbunden und würde sehr viel geringere Eingriffe in die Natur mit sich bringen. Insofern hätte diese Alternative auch untersucht werden müssen." Ebenso sei die "Aufspaltung des Gesamtprojekts Rheinbrücke in zwei separate Planfeststellungsverfahren" als unzulässig anzusehen.

Die Erörterung begann am Dienstag mit einem Paukenschlag.Oberbürgermeister Frank Mentrup machte unmissverständlich deutlich: "Die Stadt Karlsruhe hat für diese Planungen kein Verständnis. Wir sind damit in keinem Fall zufrieden." Die Stadt Karlsruhe werde daher "alles Erdenkliche tun, um diese Pläne zu verhindern."  Die Planung stamme aus einem "anderen Jahrhundert" und das Planfeststellungsverfahren sei lückenhaft und Alternativen nicht ausreichend geprüft worden .Die Mehrheit des Karlsruher Gemeinderats hatte bereits im Mai 2011 die aktuelle Planung abgelehnt.

Die Karlsruher Liste (KAL) unterstützt die Äußerungen des Oberbürgermeisters und der Verwaltung. "Je schneller die aktuelle Planung auf 'Null gestellt' wird, desto schneller können die Verantwortlichen in Bund, Ländern, der Region und in der Stadt eine wirklich leistungsfähige Rheinquerung für Karlsruher Bürger, Pendler und Industrie umsetzen", so Lüppo Cramer, KAL-Fraktionsvorsitzender. Seine Bilanz nach dem Erörterungstermin: "Klarer Vorteil für die Ersatzbrücke - Knock-out für die 2. Rheinbrücke."

CDU-Politiker Groh: Fahrradweg nur für wenige wichtig

Die Äußerungen von OB Mentrup kamen bei der CDU indes gar nicht gut an. Der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Groh teilt mit: "Eine vernünftige Verkehrsplanung darf nicht einem kurzfristigen Zeitgeist folgen, sondern muss sich immer daran orientieren, was langfristig dazu beiträgt, wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen und damit Wohlstand für alle zu sichern."

"Natürlich mag ein Fahrradweg für den einen oder anderen eine wichtige Sache sein. Man darf aber bei der derzeitigen Diskussion nicht vergessen, dass es unter anderem auch darum geht, den Tausenden von Pendlern den täglichen Weg zur Arbeit zu erleichtern. Das Fahrrad wird dabei auf beiden Seiten des Rheins für die allerwenigsten von entscheidender Bedeutung sein", so Groh weiter.

Der CDU-Politiker kritisiert auch die Forderung des Oberbürgermeisters, die Planungen zum Bau einer zweiten Rheinbrücke wieder "auf Null stellen zu wollen". Weder der OB noch der Gemeinderat hätten bei diesem Projekt ein Befassungsrecht. SPD, Grüne und weitere Gruppierungen im Gemeinderat übten sich in "Blockadehaltung". "Weite Teile dieser Parteien sind grundsätzlich gegen jede Form von Rheinbrücke, egal wie fortschrittlich die Planungen auch sein mögen."

CDU fordert zweite Rheinbrücke und kritisiert Mentrup

Auch der CDU-Kreisvorstand Germersheim hat das Nein von Karlsruhes Oberbürgermeister Mentrup zur zweiten Rheinbrücke scharf kritisiert. Der Vorsitzende Thomas Gebhart erklärt: "Der Oberbürgermeister verkennt, dass er mit dieser Position seiner Stadt auch ins eigene Fleisch schneidet. Kommt die zweite Rheinbrücke nicht, schadet dies massiv den Menschen in der ganzen Region."

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Brandl hat kein Verständnis für das "Nein von Grün-Rot". "Man hat den Eindruck, manche wissen nicht, welche Folgen sie durch ihr Handeln in Kauf nehmen. Für Tausende von Pendlern ist die derzeitige Situation unerträglich. Die zweite Rheinbrücke muss kommen", so Brandl und Gebhart abschließend.

Der FDP Kreisverband Karlsruhe-Stadt hat sich wiederholt für eine zweite Rheinquerung weiter im Norden ausgesprochen. Er lehnt aber die im Erörterungstermin vorgestellte Planung entschieden ab. "Diese Planung ist für die Stadt Karlsruhe unzumutbar, diese Brückentrasse führt zum heute schon stark belasteten 'Ölkreuz' und wird die Verkehrssituation zusätzlich verschärfen", erklärt der Kreisvorsitzende Heinz Golombeck, Bundestagsabgeordneter und Stadtrat. Die FDP unterstützt die heftige Kritik am Verfahren, die in den getrennten Erörterungsterminen in Wörth und Karlsruhe deutlich geworden sei.

"Eine Verkehrsentflechtung beiderseits des Rheins ist nur mit einer nördlich der jetzigen Brücke geführten Trasse und einer zeitgleichen Anbindung an die B36 vertretbar", so Rita Fromm, FDP-Fraktionsvorsitzende im Karlsruher Gemeinderat. Diese Position werde auch von der IHK und insbesondere Knielinger Unternehmen mitgetragen. Wiederholt habe der Karlsruher Gemeinderat die Öffnung des Knielinger Pförtners diskutiert und mit den Stimmen der FDP-Fraktion mehrheitlich abgelehnt: unter anderem aus Sicherheitsgründen für den Lkw-Verkehr an den Einfädelspuren von Raffinerie und StoraEnso in die Südtangente.

IHK Karlsruhe: Wirtschaft steht hinter dem Projekt

"Für die Weiterentwicklung der regionalen Wirtschaft ist eine zweite Rheinbrücke von großer Bedeutung", so der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wolfgang Grenke. "Die Wirtschaft auf beiden Seiten des Rheins steht hinter dem Projekt." Rund 30.000 Menschen aus dem Nordelsass und der Südpfalz seien tagtäglich auf die Rheinquerung angewiesen, als Arbeitnehmer wie als Kunden von Handel und Gastronomie. "Diesen Pendlern gegenüber, wie auch den Betrieben, in denen sie arbeiten, haben wir eine besondere Verpflichtung. Bei einer Sperrung der Brücke müssten Personenwagen und Lastwagen einen Umweg von rund 60 Kilometer in Kauf nehmen, was wirtschaftlich, ökologisch und sozial unvertretbar wäre", so der IHK-Präsident.

Das mehrtägige Erörterungsverfahren gilt als vorerst letzte Etappe im Genehmigungsverfahren für den Brückenneubau zwischen Karlsruhe und dem pfälzischen Wörth. Im Anschluss an die Erörterung werden die Ergebnisse, Sachverhalte und Stellungnahmen geprüft. Daraus ergeben sich dann möglicherweise weitere Aufgaben und Planungsänderungen für den Vorhabenträger. Diese könnten zu weiteren Verzögerungen führen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) als Planfeststellungsbehörde kann die derzeitige Planung aber auch komplett auf Eis legen. Bis wann ein Ergebnis vorliegt ist derzeit noch völlig offen.

Die eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen finden Sie auf der Webseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe. (Link führt zu PDF auf RP-Webseite)

Weitere Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren finden Sie unter: www.rp.baden-wuerttemberg.de

Siehe auch:

Kommentar: Zweite Rheinbrücke: Bund sollte Planung nicht durchboxen

Zweite Rheinbrücke: OB Mentrup will Planung unbedingt verhindern

Weitere Informationen zum Thema "Zweite Rheinbrücke" bei ka-news

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Karlsruhes zweite Rheinbrücke | ka-news.de: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    11.07.2013 16:59 Uhr
    weiter
    Es muss daher so sein, dass diese Vertreter wider besseres Wissen, wider Vernunft und Verstand eine Sache vertreten, deren Dummheit sie erkannt haben. Es kann nur so sein, dass sie eine verdeckte Agenda haben, denn vor jedem offen gehandelten Hintergrund muss man zum gleichen Schluss kommen. Und es ist offensichtlich leider der Fall, dass diese Vertreter glauben, dass durch Wiederholung und Lautsprechen die Vernunft besiegt werden kann.

    Das wirft ein erschreckendes Licht auf die Art wie diese Personen ihre Karriere gemacht haben und damit auf die Substanz ihrer Fähigkeiten, Talente und Ausbildung.
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  •   ulika
    (186 Beiträge)

    12.07.2013 13:07 Uhr
    absolute Wahrheit
    es gibt nie die absolute Wahrheit, man kann bei jeder Diskussion zu einer unterschiedlichen Bewertung kommen, je nachdem wie unterschiedlich man einzelne positive und negative Punkte gewichtet. Es ist traurig, dass ganz egal in welcher Diskussion immer alle meinen das absolute Wissen zu haben und die absolute Wahrheit zu vertreten.
    Ich habe einige Jahre in Kassel gelebt und dort gab es eine Geschichte die das sehr deutlich macht. Als die Bahnstrecke Hannover-Würzburg gebaut wurde ließen die Grünen ein Gutachten erstellen und auch die CDU. Das Gutachten der CDU kam zum Ergebnis, dass die Trasse falsch gelegt sei, und es sicher wäre, dass mit dieser Trasse Kassel abgehängt und dem Untergang geweiht sei, das Gutachten der Grünen kam zu dem Ergebnis, dass für die Trasse kein Bedarf wär,weil sich in Deutschland ein Hochgeschwindigkeitszugverkehr nicht wirtschaftlich betreiben ließe. Beide lagen vollkommen falsch und doch glaubte jede Partei damals 100 % zu wissen was das Richtige ist.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    12.07.2013 17:44 Uhr
    nun
    im vorliegenden Fall gibt es aber keine Gutachten, die die Sinnhaftigkeit des Unterfangens belegen. Es gibt nur Striche auf Landkarten.

    Und ein solches gegenteiliges Gutachten zu erstellen dürfte auch schwierig werden, denn der Fakt, dass aus vier oder fünf Spuren auf den dann zwei Brücken letztlich zwei Spuren auf der Südtangente werden, wird jede detailierte Untersuchung derart dominieren, dass man die gegenteilige Aussage, dass die Brücke Sinn nach aktueller Planung Sinn macht, nur durch grobe Fälschung hinbekommen kann.

    Wenn auf einer vierspurigen Autobahn irgendwo zwei Spuren für eine Baustelle gesperrt sind, dann gibt es entweder einen Riesenstau oder aber es gibt keinen Stau, dann sind aber die vier Spuren zu großzügig bemessen. Oder wie siehst Du das?

    Aktuell haben wir eine dreispurige Autobahn, die zweispurig wird und die Forderung der Brückenfreunde ist, den dreispurigen Teil vierspurig auszubauen. Ja wo gibt's denn sowas?
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    11.07.2013 16:53 Uhr
    Hammer
    Das braucht keine Persiflage mehr. Das karrikiert sich selbst.

    Da wird ein Riesenfußabdruck betoniert und Missachtung dutzender, wenn nicht hunderter Naturschutzvorgaben, aber wenn es um einen Radweg geht, dann reißt man die Augen auf, zieht die Luft durch die Zähne und presst sie ein "ou, der Naturschutz, ou, ou, ouha" formend wieder zurück durch die Zähne.

    Ab in die Anstalt.
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  •   jenny184
    (42 Beiträge)

    11.07.2013 20:01 Uhr
    klar
    ...ich stehe seid gut einer halben Stunde wieder mal im "wir-brauchen-keine-zweite-Rheinbrücke-Gedächtnisstau"...Beitrag aus der Sparte: wahres Leben vs. ich träum mir meine Welt.
    Achtung Späßchen. Nur damit nicht wieder eine allgemeine Panik ausbricht.
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  •   Einauge
    (334 Beiträge)

    16.07.2013 15:24 Uhr
    Klar doch,
    abends um 20:01 Uhr Stau. Wer's glaubt...
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  •   jenny184
    (42 Beiträge)

    16.07.2013 15:57 Uhr
    ?
    naja, ich stand mit den eigenen vier Rädern drin und ich wollte nicht mal über die Brücke, sondern nur in Knielingen einkaufen gehen. Tja, so ist die Realität... wäre auch lieber gefahren zwinkern
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    11.07.2013 22:36 Uhr
    don't
    text and drive!

    Schnell hat man einen Unfall, mindestens aber einen Stau verursacht.
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  •   mueck
    (12188 Beiträge)

    11.07.2013 17:02 Uhr
    !
    Und auch im Detail der Hammer:
    Für den Autoverkehr wird in der Palz megaviel Natura-2000-Fläche platt gemacht mit -zig Ausnahme(versuchen), den Radzauseln gönnt man aber keinen m² FFH-Randstückchen direkt neben der Bestnads-Südtangente ... Aber ich habe über die Mittagspause bei Google-Maps nachgemessen: es geht auch ohne FFH-Eingriff ...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.07.2013 20:32 Uhr
    Ist mir schleierhaft
    warum man nicht rechts und links 1,5 Meter Radweg dranbauen kann. Sind wir inzwischen so weit unten, dass das zum konstruktiven Problem wird oder was?
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