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Karlsruhe Diskussion in Karlsruhe: "Rheinbrücke kommt sicher"

Fünf Jahre ist es her, seit die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das Planfeststellungsverfahren für die zweite Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth eingeleitet haben. Doch noch immer regt sich Unmut in der Fächerstadt: Viele Karlsruher Stadträte und auch die Stadtverwaltung sehen wichtige Fragen noch nicht beantwortet.

Diese konnten auch nicht von einer Studie Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf Pfälzer Seite nicht beantwortet werden. Die Kritik: Die Zahlen stammen von 2010 - und müssten daher aktualisiert werden, forderten die SPD-, FDP-, Grünen- und Kult-Gemeinderatsfraktion sowie die Linken-Stadträte in einem gemeinsamen Antrag. Diese Forderung fand im Karlsruher Gemeinderat eine Mehrheit. Zudem sprach sich die Mehrheit des Karlsruher Gemeinderats für eine zeitgleiche Anbindung des rheinquerenden Verkehrs an die B36 aus.

Beides liegt am Ende aber nicht in der Zuständigkeit der Stadt. Sowohl der Bau der zweiten Rheinbrücke als auch der Bau einer Straßenanbindung zur B36 liege in der Straßenbaulast des Bundes, so die Stadt. "Ob und wann ein Planfeststellungsverfahren für die Anbindung an die B36 durchgeführt wird, entscheiden Bund und das Land Baden-Württemberg."

Das sagen die Karlsruher Stadträte zum Thema Rheinbrücke

Tilman Pfannkuch (CDU):  "Es braucht eine Anbindung an die Südtangente und der B36. Denken wir doch mal an die täglichen Stauopfer, die vielen Bürgerinitiativen etc., es braucht eine Planfeststellung im Sommer 2017."

Michael Zeh (SPD): "Die Rheinland-Pfälzer haben erkannt, dass die Pläne mangelhaft waren. Wir unterstützen die Stadtverwaltung. Die Brücke ist prinzipiell machbar. Aber eine Brücke ohne einen B36-Anschlusses wird es mit der SPD nicht geben!"

Johannes Honné (Grüne): "Es ist nicht abzusehen, dass in Zukunft mehr Verkehr über die Brücke fließen wird. Und egal was wir hier bauen, es wird die Südtangente nicht entlasten, es wird dadurch keine geringere Lärmbelästigung für die Bürger geben."

Eberhard Fischer (Kult): "In 20 bis 40 Jahren muss die aktuelle Brücke ersetzt werden. Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt eine Ersatzbrücke zu beginnen."

Thomas Hock (FDP): "Die zweite Rheinbrücke wird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche. Wenn die zweite Rheinbrücke kommt, dann darf der erste Bagger erst beginnen wenn zeitglich die Anbindung an die B36 stattfindet."

Nikolaos Fostiropoulos (Die Linke): "Alle wissen, dass eine zweite Rheinbrücke den Stau nicht aufheben wird, weil der Stau woanders entsteht."

Paul Schmidt (AfD): "Wir brauchen dazu keine zweite Brücke, sondern nur die Anbindung an die B36 am Ölkreuz. Wir müssen die Lösung jetzt anpacken und danach kann über eine zweite Rheinbrücke geredet werden."

Friedemann Kalmbach (GfK): "Wir müssen beide Probleme lösen – zusammen und gleichzeitig."

Stefan Schmitt (parteilos):  "Die Reduzierung von drei auf zwei Fahrstreifen ist das Problem – den Stau wird es so auch mit einer zweiten Rheinbrücke geben."

Das sind die Mehrheitsverhältnisse im aktuellen Gemeinderat:

Fahren Sie mit dem Mauszeiger einfach über die Sitze und erfahren Sie mehr über die einzelne Stadträte!

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Karlsruhes zweite Rheinbrücke: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe ob mit oder ohne Nordtangente wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
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Kommentare (4)
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  •   dipfele
    (4178 Beiträge)

    24.11.2016 14:20 Uhr
    Niemand redet darüber...
    ...dass die Brücke auf Pfälzer Seite ein Naturschutzgebiet zerstört, der Containerumschlag und das Lkwwerk teuer umgehen werden muss. Auf Karlsruher Seite wird künftiges Bauland unwiederbringlich Zerstört.
    Alles nur um den Ego der Autofahrer zu befriedigen.
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  •   ALFPFIN
    (5676 Beiträge)

    23.11.2016 21:18 Uhr
    Diskussion in Karlsruhe: "Rheinbrücke kommt sicher"
    Wann?

    Ist man sich darüber schon sicher, wann die "Rheinbrücke" kommt. Wer weiß, ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, vielleicht geht das mit dem Klimawandel schneller als man denkt und unser "Vater Rhein"
    liegt längst schon im Trockenen, bis der Bau der Rheinbrücke endgültig beschlossen ist.

    Nur dann brauche mer koi Brick meh, sondern e Schtroß nibber in die Palz, .....aber des dauert. grinsen
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  •   Icy
    (104 Beiträge)

    23.11.2016 23:11 Uhr
    Würde nichts ändern...
    Karlsruhe geht es ja eigentlich nicht um die Brücke sondern darum, KFZ-Verkehr (insbesondere den Fernverkehr) auszulagern. Und so versucht man jegliche Verkehrsverbesserung zwischen A5 und Rhein im Hoheitsbereich der Stadt zu verhindern und ignoriert, dass hier der einzigste realistische Korridor zwischen Westteil und Ostteil der A8 liegt Dabei ist Karlsruhe selbst auch ein bedeutender Quell- und Zielpunkt des Fernverkehrs.
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    23.11.2016 22:58 Uhr
    Die Politiker
    sind doch gerade dabei das Weltklima zu regulieren.
    Schnee fürdie Alpen - Regen für die Schwoobe
    und Sonne für Baden.
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