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Karlsruhe Die Winterpause ist vorbei: Bauarbeiten an der Rheinbrücke gehen am Montag in die nächste Runde

Seit Anfang November 2018 wird auf der Rheinbrücke bei Maxau gehämmert und geschweißt. Mit drei Monaten Verspätung ging die Sanierung der Brücke an den Start, das Bauende ist für Ende des Jahres angesetzt. Am Montag, 7. Januar, werden die Bauarbeiten nach der Winterpause fortgesetzt. Wie weit die Bauarbeiten derzeit sind und was auf Autofahrer in der nächsten Zeit zukommt - ka-news hat die Antworten.

Die Planungen sind abgeschlossen, die Bauarbeiten am 9. November 2018 endlich gestartet. Zur Zeit ist es aber still auf der Rheinbrücke, denn für die Dauer der Weihnachtsferien hält die Baustelle Winterschlaf. Autofahrer können in dieser Zeit also aufatmen, denn bis am Montag, 7. Januar, die Bagger wieder rollen, können sie den Rhein in beiden Richtungen wieder auf drei statt auf zwei Fahrspuren überqueren.

Bauarbeiten liegen im Zeit- und Kostenplan

 

Von Seiten des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe zeigt man sich zufrieden mit der ersten Phase der Ertüchtigung: "Die bisher durchgeführten Arbeiten liegen voll im Zeit- und Kostenplan", erklärt ein Sprecher des RP auf Nachfrage von ka-news. 

Am Montag soll dann die zweite Bauphase beginnen. Bis voraussichtlich Sonntag, 3. Februar, werden dabei unter anderem die Beleuchtung abgebaut und die Beschichtung entfernt. Autofahrer müssen dann ganz besonders die Zähne zusammenbeißen: Mit dem geplanten Start der Betonage der Fahrbahnplatte in Richtung Wörth ab Februar und ab Juli in Richtung Karlsruhe gehen mehrere kurzzeitige Vollsperrungen der Rheinbrücke einher.

Zeitplan Rheinbrückensanierung
Der vorgesehene Zeitplan für die Sanierung der Rheinbrücke (Stand November 2018). | Bild: Regierungspräsidium Karlsruhe

So sind für April und September jeweils zwei Vollsperrungen über das gesamte Wochenende anberaumt. Im Februar und im Juli kommen zudem jeweils eine Nachtsperrung von mehreren Stunden Dauer hinzu. Wann die Sperrungen konkret stattfinden sollen, ist nach Angaben des RP-Sprechers bisher noch nicht festgelegt. "Wir wollen zuerst den Baufortschritt nach Weihnachten abwarten", heißt es gegenüber ka-news weiter. 

Verkehrschaos dank Rheinbrücke?

Doch auch ohne die Sperrungen ist die Verkehrslage rund um die Rheinbrücke bereits seit Sanierungsbeginn angespannt. So kommt es aufgrund von Staus auf der Brücke regelmäßig zu Verkehrsbehinderungen bsi nach Durlach auf der Südtangente. Ein ka-news-Leser macht zudem auf die Situation der Anwohner in Knielingen aufmerksam: "Man kann das Haus nach 14 Uhr nicht mehr verlassen, da man nicht mehr nach Hause kommt, ohne eine Stunde vor der Haustür im Stau zu stehen!" Führt die Sanierung der Rheinbrücke ins Verkehrschaos? 

Nach Ansicht des Regierungspräsidiums bestand und bestehe hier kein Grund zur Sorge. Bei den bisher durchgeführten Bauarbeiten hätten in Fahrtrichtung Rheinland-Pfalz grundsätzlich zwei Fahrspuren mit ausreichender Breite zur Verfügung gestanden. "Im Bereich der Südtangente kommt es durch die sehr hohe Verkehrsbelastung auch ohne Baustelle oftmals zu langen Rückstaus", ergänzt der Sprecher des RP gegenüber ka-news.

ÖPNV wird stärker frequentiert

Wer die Rheinbrücke bei Maxau für die Dauer der Ertüchtigung ganz meiden möchte und dennoch einen Weg auf die jeweils andere Rheinseite sucht, hat mit den Brücken bei Germersheim, Speyer, Rastatt, Iffezheim sowie mehreren Fähren einige Ausweichmöglichkeiten.

Um Stau und Frust zu vermeiden, können Pendler aber auch ganz auf die Blechlawine verzichten und auf ein erweitertes Angebot des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) zurückgreifen, das im Rahmen der Rheinbrückensanierung eingerichtet wurde. Wie der RP-Sprecher auf Nachfrage von ka-news erklärt, werde dieses Angebot gut angenommen, der ÖPNV werde seit Sanierungsbeginn insgesamt stärker genutzt.

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Kommentare (7)
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  •   skynet
    (115 Beiträge)

    07.01.2019 16:03 Uhr
    Typisch
    Es ist ja fast schon als unverschämt zu bezeichnen, wenn bei dem Hinweis auf die Stau-Situation einfach gesagt wird, dass es ja kein Problem gäbe, weil ja zwei Spuren zur Verfügung stehen. Das war doch gar nicht die Frage.
    Das dieser riesige Stau in der Form überhaupt entsteht ist doch das große Problem.
    Hier würde es helfen, wenn man sich mal Gedanken über die Verkehrsführung machen würde. Eine zweispurige Strecke (Südtangente) für ein paar Meter auf drei Spuren zu erweitern, um dann doch wieder zwei draus zu machen ist doch total unlogisch. Die Alibi-Beschilderung für die LKWs nützt hier doch nichts, wird sie doch sowieso völlig ignoriert.
    Man könnte auch mal darüber nachdenken die Auffahrt bei Knielingen zumindest temporär zu sperren. Das würde die Knielinger entlasten und zu den Stoßzeiten nicht noch eine zusätzliche Stauspur auf den bestehenden Stau führen. Nur einige Beispiele, es gäbe sicher viele weitere Möglichkeiten hier etwas zu optimieren.
    Aber wäre ja Arbeit....
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  •   Der_Pendler
    (76 Beiträge)

    06.02.2019 11:40 Uhr
    "Zwei Spuren"
    wären ja noch gut, es handelt sich jedoch lediglich um eine komplette Spur pro Richtung, die anderen sind weniger als 2 Meter breit, d.h., dass versetzt gefahren werden muss, weshalb es bereits morgens in aller Herrgottsfrüh zu Stau kommt. Unfälle sind vorprogrammiert und somit auch das damit verbundene Chaos bzgl. fehlenden Ausweichmöglichkeiten!!!!!!!
    Aber so ist es ja von Karlsruhe gewollt!!!!!!!!!!
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  •   Der_Pendler
    (76 Beiträge)

    07.01.2019 09:11 Uhr
    Ein Nadelöhr wird enger!
    Für Pendler zwischen der Südpfalz und Karlsruhe beginnt mit der Sanierung der Rheinbrücke Wörth/Karlsruhe eine lange Geduldsprobe. Der tägliche Stau ist ihnen garantiert. Wie lange der Rückstau sein kann, wissen sie seit der erst kürzlich abgeschlossenen Fahrbahnsanierung bei Wörth: Durch ganz Karlsruhe bis zur A-5-Abfahrt und dann auf der Autobahn noch weiter. Die Sanierung hat zwar drei Monate verspätet begonnen, soll aber trotzdem pünktlich Ende 2019 beendet sein – schön wäre es ja, aber das ist nur schwer zu glauben. Kaum einer glaubt auch daran, dass die Dauerstaus den Widerstand der Karlsruher Politik gegen die zweite Rheinbrücke bröckeln lassen. Zwar wirken sich die Staus auf der Karlsruher „Haus-Autobahn“ über die Zubringerstraßen bis tief in die Stadt hinein aus. Aber das merkt im Karlsruher Rathaus niemand. Dort sitzt man komplett verkehrsberuhigt: Dank dem Milliardengrab „U-Strab“ fahren auf dem Marktplatz davor jetzt nicht einmal mehr Straßenbahnen...
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  •   Malerdoerfler
    (4910 Beiträge)

    04.01.2019 18:43 Uhr
    Voll im Kostenplan?
    Das wäre ja mal eine Premiere, oder?
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  •   glaubnetalles
    (360 Beiträge)

    04.01.2019 15:45 Uhr
    Das nenn
    ich aber einen gelungenen Witz, "Die Bauarbeiten liegen voll im Zeit- und Kostenplan.

    Die haben ja noch nicht mal richtig angefangen und schon 2Monate vergeigt!
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  •   CR23
    (5 Beiträge)

    04.01.2019 13:53 Uhr
    zu Ausweichmöglichkeiten
    In Speyer wird ab 7. Januar die Salierbrücke für über ein Jahr wg. Sanierung gesperrt. Ob die Rheinfähren eine Alternative sind ist zu bezweifeln: Mal geht wegen Niedrigwasser nichts und bei Hochwasser muss ebenfalls der Betrieb eingestellt werden.
    Und zur Verhinderungspolitik der 2. Rheinbrücke durch die Stadt KA passt das Zitat des RPs: "Im Bereich der Südtangente kommt es durch die sehr hohe Verkehrsbelastung auch ohne Baustelle oftmals zu langen Rückstaus". Das beruhigt die Bewohner von Knielingen: Auch wenn die Baustelle in 2020 fertig ist wird sich nicht viel an der desaströsen Verkehrssituation ändern.
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  •   Der_Pendler
    (76 Beiträge)

    31.01.2019 11:50 Uhr
    Das merken die
    verantwortlichen Blockierer aber nicht, die sind mit Straßenbahntunnelbau und Stadionumbau für den 3. Ligaverein beschäftigt...
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