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Karlsruhe CDU-Trio: Ramsauer will zweite Rheinbrücke unbedingt

Die CDU-Bundestagsabgeordneten Axel E. Fischer (Karlsruhe-Land), Thomas Gebhart (Südpfalz) und Ingo Wellenreuther (Karlsruhe-Stadt) teilen in einer Presseinformation mit, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe als vordringlich ansehe. Dies habe er den Abgeordneten in einem persönlichen Gespräch am Freitag in Berlin zugesichert.

Der Bund stelle unmissverständlich klar, dass er voll hinter dem Projekt zweite Rheinbrücke stehe und dieses für notwendig halte, heißt es in einer Pressemitteilung des CDU-Trios. "Unser beharrlicher Einsatz für die zweite Rheinbrücke und unsere Einigkeit unter den CDU-Abgeordneten über den Rhein hinweg zahlen sich aus. Wir freuen uns über diese wichtige und klare Zusage von Peter Ramsauer", so Gebhart, Wellenreuther und Fischer übereinstimmend.

"Zweite Rheinbrücke unabdingbar"

Es liege nun ausschließlich an der rot-grünen Landesregierung in Rheinland-Pfalz und der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg, das Baurecht herzustellen. Dafür seien die Länder zuständig. Wellenreuther, Fischer und Gebhart betonen: "Die beiden Landesregierungen haben nun überhaupt keine Ausrede mehr, die Maßnahme zu verzögern oder gar zu verhindern oder die Verantwortung von sich zu weisen. Die Länder müssen nun die Planfeststellungsverfahren zügig durchführen und zu Ende bringen."

Sie appellieren daher an die Landesregierungen, das Verfahren nicht zu verschleppen, sondern endlich eine klare Entscheidung für die zweite Rheinbrücke zu treffen. Es gehe um Tausende Pendler und in einer wichtigen Frage um die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region. "Die zweite Rheinbrücke ist unabdingbar."

Ramsauer will die Brücke

Ramsauer habe im Gespräch mit den Abgeordneten nochmals betont, dass die zweite Rheinbrücke bei Wörth für ihn eine enorme Bedeutung habe und er dieses Projekt als außerordentlich wichtig ansehe, teilen die CDU-Politiker mit. In dem derzeitigen Zustand sehe er nicht zuletzt ein Sicherheitsrisiko. Die Brücke sei ursprünglich auf rund 35.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt gewesen. Jetzt müsse sie zwischen 70.000 und 80.000 Fahrzeuge täglich verkraften.

Wer das Planfeststellungsverfahren hemme, nehme bewusst ein Sicherheitsrisiko in Kauf. Das Projekt sei im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft. Im letzten Jahr sei das Projekt im Bundesverkehrsministerium genehmigt worden. Der Bund habe bislang seinerseits alles getan, um das Projekt zu unterstützen und voranzubringen, und so werde es auch bleiben.

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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    03.12.2011 22:20 Uhr
    es wird Zeit
    für einen grünen Bundesverkehrsminister
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  •   bergdoerfler
    (1556 Beiträge)

    03.12.2011 21:18 Uhr
    wo sind dann die Straßen zu der neuen Brücke?
    die müssen wohl noch auf Kosten des Landscahftsverbrauchs gebaut werden. Dazu werden noch neue Schulden gemacht. Dazu gibt es von diesen CDU-Herren keine Antworten.
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  •   lynx1984
    (2750 Beiträge)

    03.12.2011 16:42 Uhr
    Die tun so als wären die CDUler
    ... Beidseits des Rheines in der Regierungsverantwortung. Sind se aber nicht. Jetzt schnell zu Papa Ramsauer, der muss sagen wie wichtig das ist und dann kann man den grünen und roten mit verdrehten Fakten eines reinwürgen.

    Absolute Lüge bei einer Sicherheitsnote der Brücke von 2,9 von einem Sicherheitsrisiko zu sprechen. Wenn nach 3/4 Wegstrecke der Tank noch halb volll ist würden diese sicherlich auch von einer Versorgungslücke sprechen.

    Nichts was anderweitig umgehbar wäre spricht für eine 2. Rheinbrücke! Das hat der Faktencheck belegt. Dafür will ich nicht meine Steuergelder geben und schon gar nicht riskieren, dass diese Herren danach munter an der Nordtangente weiter planen!

    Herr Wellenrether setzen Sie sich bitte für die Stadt Karlsruhe ein und nicht für die Pfälzer oder Bundes Interessen!
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  •   Insider
    (724 Beiträge)

    03.12.2011 12:30 Uhr
    Keine Verzögerungen?
    Sicher, bald gibt es eine Entscheidung, aber sicher nicht diese, die die CDU MdBs gerne möchten. Jede Wette! Es muss ja schon einen Grund gegeben haben, dass es einen Regierungswechsel in BaWü gegeben hat.
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  •   mueck
    (9105 Beiträge)

    03.12.2011 12:23 Uhr
    Mein Gott ...
    Zitat von In dem derzeitigen Zustand sehe er nicht zuletzt ein Sicherheitsrisiko. Die Brücke sei ursprünglich auf rund 35.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt gewesen. Jetzt müsse sie zwischen 70.000 und 80.000 Fahrzeuge täglich verkraften.

    Die Brücke hat keinen "sicherheitskritischen Zustand", sondern ist im befriedigenden Zustand und kann baulich vergleichsweise einfach fit gemacht werden für die heutige Belastung und die nächsten 50 Jahre. 2x3 Spuren sind, wenn man die 3900/h des Stuttgarter Prof umrechnet, gut genug für 110.000 Kfz/Tag, das wäre weit über den Prognosen. und auch mit den ehem. 2x2 Spuren wäre sie danach für gut 70.000 baulich ausgelegt, ganz unabhängig davon, ob mal weniger prognostiziert war.

    Das ist reine Angstmacherei, was die Herren da betreiben!
    Dummerweise zieht das bei vielen, siehe 1,5-Mrd-Szenario bei S21, die angeblichen Gefahren beim Queren der Kaiserstr. gegen alle Statisitiken etc.

    Nicht für dumm verkaufen lassen!
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  •   mueck
    (9105 Beiträge)

    03.12.2011 12:30 Uhr
    !
    Zitat von Das Projekt sei im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft.

    Auf gut deutsch: "Irgendwer hat's da rein geschrieben. Jetzt haben wir's schwarz auf weiß, belästigt uns also nicht mit Fakten, die dagegen sprechen könnten!"

    Im BVWP stehen eh sehr viel mehr Projekte, als man je umsetzen kann. Das ist also eh ein Muster ohne durchgreifenden Wert ...

    Im übrigen ist diese PM bar jeglicher Fakten pro Brücke außer Angstmacherei und Rechthaberei ...

    Kein Wunder: Fast alle Gründe haben sich in Luft aufgelöst, weil die Brücke alleine überhaupt keine Verkehrsprobleme löst, sondern nur neue schafft. Und die Lösungen, die evtl. Probleme lösen könnten (aber ggfs. neue schaffen), kommen sämtlich ohne Brücke aus.

    Es bleiben also nur Horror-Szenarien übrig ...
    Möge eine solche Argumentation im Sande verlaufen ...
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  •   zico
    (1471 Beiträge)

    03.12.2011 10:49 Uhr
    die Spezialisten wieder
    "Es gehe um Tausende Pendler und in einer wichtigen Frage um die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region."
    Die Pendler interessieren mal gar nicht, das wusste jeder vorher das er die Stauzeit in Kauf nimmt, die gibt es nicht erst seit ein paar Jahren.

    Zukunftsfähigkeit der Region? Wir haben in Karlsruhe KEINE Gewerbeflächen mehr frei, also was bitte sollte da mehr werden?

    Wenn dann wird eh' auf dem Land dazugebaut, dann soll auch gefälligst dort eine Rheinbrücke entstehen!

    Wenn der "Spezialist" Axel E. Fischer eine zweite Rheinbrücke will soll er sie doch durch Eggenstein bauen wo er herkommt!
    Ob er dann auch noch eine will?!?
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  •   bobber
    (2119 Beiträge)

    03.12.2011 11:42 Uhr
    abwarten ...
    Wir haben in Karlsruhe KEINE Gewerbeflächen mehr frei, also was bitte sollte da mehr werden?

    Es gibt sicherlich bald Freiflächen. Noch wandern mehr Betriebe ab als Neu dazu kommen. Und das Grün/Rote Theater in Stgt ist eh bald Geschichte.
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  •   mueck
    (9105 Beiträge)

    03.12.2011 12:31 Uhr
    !
    Dann bleiben sie entweder frei -> weniger Verkehr
    Oder sie werden wieder belegt -> noch immer kein Mehrverkehr
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  • unbekannt
    (223 Beiträge)

    04.12.2011 22:15 Uhr
    Also mein Vorschlag für die CDU...
    Auf die Freiflächen ein Atommüllendlager, eine Giftmülldeponie und eine Gentechnikplantage planen. Natürlich nur zum Schein! Keiner würde sich mehr mit den Lappalien einer Brücke, Nordtangente Buddelei in der Stadt beschäftigen... Und ernsthaft abnehmen würde man den Herren der CDU diese Überlegungen sofort - da bin ich mir sicher grinsen
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