(ps/sk)

Der Karlsruher Stadtgeburtstag rückt immer näher und scheint auch in Berlin ein Thema zu sein. Seit dem 8. Juni wird die Landesvertretung von Baden-Württemberg durch eine drei Meter große Version des KA300-Logos den Sommer über bis September geziert. In Berlin wurde auch das Programm zum 300. Stadtgeburtstag vorgestellt. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup meinte: "Toleranz, Offenheit, Liberalität - diese Werte standen am Anfang von Karlsruhe und sie zeichnen die Stadt bis heute aus." Das Fest sei eine Veranstaltung für alle Bürger, alle Nationalitäten, alle Glaubensrichtungen.

Die Vielfalt der Stadt soll sich in der Eröffnungsshow der Veranstaltung zeigen. "Diese ist eine Hommage an Carl Benz, Heinrich Hertz und die vielen anderen berühmten Köpfe dieser Stadt. Diese ist ebenso eine Hommage an die vielen heutigen Talente von Karlsruhe", äußerte sich KA300-Projektgeschäftsführer Martin Wacker. Laut Pressemitteilung von KA300 soll die 180 Meter breite Schlossfassade zu einer großen Leinwand werden und Profimusiker der Badischen Staatskapelle werden dann zusammen mit Nachwuchsmusikern auf den verschiedenen Bühnen spielen. Auch die Tänzer der KA300-Competition sollen mit von der Partie sein. "In dieser Show wird Karlsruhes Geschichte, Gegenwart und Zukunft lebendig", so Wacker weiter.

Über 10.000 engagierte Helfer

Zahlreiche Medien widmen Karlsruhe und den Attraktionen eine Sonderausgabe. Das ZKM beispielsweise wird, laut KA300, als "Kultureinrichtung von Weltrang" bezeichnet und sei nicht das einzige Lobenswerte in Karlsruhe. Der KA300-Projektgeschäftsführer ist der Meinung, die Stadt habe einen Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung erfahren. Er sieht ein Miteinander der Bürger und gesellschaftlicher Gruppen: Es engagieren sich über 10.000 Karlsruher beim Stadtgeburtstag und auch die Wirtschaft unterstützt die Veranstaltung mit eigenen Aktivitäten sowie einem finanziellen Beitrag von über 3,7 Millionen Euro, was deutlich mehr sein soll, als beispielsweise München bei seinem runden Geburtstag erhielt. "Das zeigt die Verbundenheit der Unternehmen mit Karlsruhe und der Region. Das belegt zudem die Attraktivität der Technologie Region Karlsruhe als Wirtschaftsstandort", so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Die Stadt Karlsruhe scheint Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Justiz, Verwaltung und Politik sehr gut zu vereinen, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Mit der Eröffnung des Gartens der Religionen will die Stadt ein besonderes Zeichen für das Miteinander der Religionen und Glaubensrichtungen setzen. Ein wesentliches Ziel soll sein: "Den Anstoß für Neues zu geben und Bleibendes zu schaffen", so Wacker.

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