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Karlsruhe Traurige Nachrichten aus dem Zoo: Nach längerer Verletzung muss Eisbärin Nika eingeschläfert werden

Trauer im Karlsruher Zoo: Eisbärendame Nika ist nach längerer Verletzung am heutigen Dienstag gestorben. Das teilt der Zoo auf seiner Facebook-Seite mit. Die Bärin wurde 19 Jahre alt.

Nachdem sie bereits über einen längeren Zeitraum eine Gelenkveränderung am rechten Hinterfuß mit einer offenen Wunde darüber hatte, wurde Nika Anfang Oktober nochmals in Narkose von mehreren spezialisierten Veterinären untersucht. "Wir haben versucht, mit verschiedenen Behandlungsmethoden eine Besserung herbeizuführen", berichtet Zootierärztin Julia Heckmann

Nika hatte sich an der Haut über der Gelenkveränderung in der Vergangenheit durch Kratzen und Reiben offene Stellen zugefügt, die sich nicht mehr geschlossen hatten. Die Tierpfleger rund um Revierleiter Moritz Ehlers haben bereits seit längerer Zeit ein Medical Training mit den Eisbären Nika und Kap einstudiert, so waren die täglichen Behandlungen am Hinterfuß überhaupt erst möglich geworden, heißt es von Seiten des Karlsruher Zoos.

 

Behandlungen haben nicht angeschlagen

Die Behandlungen haben jedoch nicht zum Erfolg geführt, die Situation habe sich durch eine Wundinfektion seitdem sogar verschlechtert. Am frühen Morgen habe man Nika erneut in Narkose gelegt, das Ergebnis habe die schlechten Aussichten für die Bärin bestätigt.

"Eisbären lassen sich im Gegensatz zum Menschen Schmerz nicht direkt anmerken. Wir haben deshalb entsprechende Medikamente gegeben, um das Tier während der Behandlungsphase weitestgehend schmerzfrei zu halten. Wir hatten am Ende alle Optionen ausgeschöpft", so Heckmann.

Nika lebt seit 2002 in Karlsruhe.
Nika lebt seit 2002 in Karlsruhe. | Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

"Jetzt mussten wir uns dafür entscheiden, das Tier einzuschläfern, da es auf Dauer stark gelitten hätte", erklärt Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Er habe die endgültige Entscheidung gemeinsam mit den Veterinären und dem Revierleiter gefällt. "Dass es Nika nichts geholfen hat, schmerzt uns sehr. Aber niemand wollte das Tier leiden sehen. Das Einschläfern war somit unumgänglich. Für uns als Tierpfleger, die täglich mit ihr zusammen waren, ist es dennoch sehr hart", erklärt Revierleiter Ehlers. Die Bärendame wurde im Jahr 2000 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und lebte seit 2002 in Karlsruhe.

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  •   ALFPFIN
    (7437 Beiträge)

    26.11.2019 14:33 Uhr
    Immerhin
    wurde Nika 19 Jahre alt, trotz Zoohaltung.

    Das potentielle Höchstalter von Eisbären in freier Natur wird auf 25 bis 30 Jahre geschätzt, wobei die wenigsten Individuen das 20. Lebensjahr erreichen

    Und wenn in der Heimat der Eisbären das Eis weiterhin zu rasant schmilzt, kann man froh sein, wenn noch ein paar Eisbären in Zoos gehalten werden. Und das ist das Traurigste.
    Mach es gut, Nika im Eisbärenhimmel.
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  •   andip
    (10700 Beiträge)

    26.11.2019 14:45 Uhr
    Eisbären in menschlicher Obhut
    werden in aller Regel älter als die die frei lebenden, 30 Jahre und mehr sind da keine Seltenheit.
    In der freien Natur wäre Nika schon früher und wesentlich elendiger gestorben.
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  •   karlsruher1955
    (1288 Beiträge)

    26.11.2019 13:54 Uhr
    Traurig,
    aber bei dem Krankheitsbild wundert mich das nicht. Ständig auf nacktem Beton laufen und leben zu müssen hinterlässt Spuren. Eine artgerechte Haltung kann keinesfalls im Zoo und vor allem nicht im Zoo Karlsruhe erfolgen.
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  •   Gegengerade1975
    (227 Beiträge)

    26.11.2019 23:56 Uhr
    der größte Teil des Geheges besteht aus Naturboden und Sand.
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  •   TinLizzy
    (4 Beiträge)

    26.11.2019 12:38 Uhr
    Es ist
    immer eine traurige Entscheidung wenn man ein Tier einschläfern muss. Tut mir auch leid für die Pfleger, die sich tagtäglich um die Tiere kümmern.
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