Karlsruhe Geheimnis um das Geschlecht gelüftet: Hippo-Baby Halloween ist ein...

Süß, süßer, Halloween! Um einen Blick auf das kleine Flusspferd-Baby aus dem Karlsruher Zoo zu erhaschen, stehen die Besucher mittlerweile Schlange. Den besten Blick haben aber nun Halloweens Pfleger erwischt: Sie konnten endlich das Geschlecht des Hippo-Nachwuchses bestimmen.

Lange hatte sich das junge Flusspferd Halloween gegen neugierige Blicke der Tierpfleger im Zoo Karlsruhe verwehrt. So war bislang nicht klar, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. "Jetzt konnten wir aber doch den entscheidenden Unterschied ausmachen und sind uns sicher, dass es ein junger Bulle ist", so Revierleiter Robert Scholz in einer Pressemeldung der Stadt.

Flusspferdnachwuchs Halloween ist ein junger Bulle.
Flusspferdnachwuchs Halloween ist ein junger Bulle. | Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

"Wir haben uns von Anfang an sehr über den Nachwuchs gefreut, sind aber immer wieder darauf angesprochen worden, welches Geschlecht Halloween habe. Nachdem dieses Geheimnis für uns als Zoo-Team gelüftet wurde, freuen wir uns sehr, dies auch der Öffentlichkeit mitteilen zu können", sagt Zoodirektor Matthias Reinschmidt.

Halloween entwickelt sich seit seiner Geburt am 31. Oktober, was ihm auch den Namen eingebracht hat, prächtig. "Das Geburtsgewicht haben wir auf etwa 50 Kilogramm eingeschätzt, jetzt dürfte er knappe 100 Kilogramm haben. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Das Wachstum deutet darauf hin, dass es dem Kleinen sehr gut geht", sagt Scholz.

Halloween wiegt mittlerweile knapp 100 Kilogramm, bei der Geburt war es geschätzt etwa die Hälfte des Gewichts.
Halloween wiegt mittlerweile knapp 100 Kilogramm, bei der Geburt war es geschätzt etwa die Hälfte des Gewichts. | Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Mutter Kathy verteidigt ihren Nachwuchs

Eine Routine-Untersuchung wie bei anderen Jungtieren durch die Zootierärztin ist nicht möglich, da Flusspferdmütter ihren Nachwuchs verteidigen. Und Mutter Kathy nimmt ihre Rolle sehr ernst. Ein Herausnehmen des Jungtiers aus dem Gehege wäre lebensgefährlich für die Pfleger. Somit bleibt nur das Beobachten. Und mit dem, was zu sehen ist, sind die Mitarbeiter des Dickhäuterhauses sehr zufrieden.

Halloween und seine Mutter Kathy sind immer eng beeinander.
Halloween und seine Mutter Kathy sind immer eng beeinander. | Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Halloween trinke regelmäßig bei seiner Mutter, was bei Flusspferden immer unter Wasser geschieht. Zudem nehme der kleine Bulle auch schon geringe Mengen Heu auf, wenn er neben der fressenden Mutter Kathy an Land steht, heißt es in der Meldung weiter. "Halloween ist ein sehr agiles und neugieriges Jungtier, das bereits früh an allen Dingen interessiert ist, die rund um das Gehege passieren", so Scholz.

Besucher stehen Schlange

Das kleine Hippo sei sogar so zum Publikumsliebling der Zoobesucher avanciert, dass die Zoogäste manchmal sogar anstehen und warten müssen, um dann einen Blick auf das Kleine zu erhaschen, bevor es wieder im Wasser abtaucht, so die Stadt weiter. "Häufig döst Halloween aber einfach vor sich hin, legt dabei seinen kleinen Kopf neben oder direkt auf die riesige Schnauze seiner 1,8 Tonnen schweren Mutter."

 

Flusspferd-Vater Platsch bleibt weiterhin von Mutter und Sohn getrennt. "Er würde dem Kleinen zwar nicht direkt etwas antun. Indirekt könnte es aber dennoch sehr gefährlich werden, wenn er seine Partnerin wieder begatten und Halloween dazwischen geraten würde", erklärt Scholz. Erst im Frühjahr, wenn das Jungtier nicht mehr bei der Mutter gesäugt wird, kommt es zur Familienzusammenführung. 

Halloween ist der der Liebling der meisten Zoogäste.
Halloween ist der der Liebling der meisten Zoogäste. | Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Umzug nach zwei Jahren

"Wir hoffen, dass Halloween später auch einmal ein solch beeindruckender Bulle wie sein Vater wird", sagt Reinschmidt. Etwa zwei Jahre kann der Kleine in Karlsruhe bleiben, bis er in die Pubertät kommt und mit seinem Vater in Konkurrenz tritt. Spätestens dann wird der jetzt noch so kleine Halloween in einen anderen Zoo umziehen, um dort eine eigene Familie zu gründen.

Mehr zum Thema
Zoo in Karlsruhe:

Im Zoo Karlsruhe leben rund 5.000 Tiere in mehr als 300 Arten. Umzug, Auszug, Umbau: In welchen Gehege gibt es Nachwuchs, wer zieht ein und wer muss den Zoo verlassen? Welche Tiere bekommen neue Gehege und wie funktioniert eigentlich die Tierpflege?

Alle Infos und Neuigkeiten rund um der Karlsruher Zoo finden Sie hier in unserem Dossier!

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.