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Karlsruhe 63 bewegende Jahre: Elefanten-Dame Rani und ihr abwechslungsreiches Leben im Karlsruher Zoo

Am Samstag starb der 63-jährige Elefant Rani im Karlsruher Zoo. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie dabei im Karlsruher Zoo. ka-news blickt zurück auf viele bewegende und aufregende Jahre der am Samstag verstorbenen Dickhäuter-Dame.

Das Geburtsjahr der asiatischen Elefantenkuh Rani, deren Name übrigens für "Königin" oder "Prinzessin" steht, konnte Vermutungen nach auf das Jahr 1955 geschätzt werden. Eins ist jedoch sicher: Am 12. Oktober 1957 fand sie mit dem Einzug in den Karlsruher Zoo ihr neues Zuhause. Erkennbar war sie vor allem durch ihre sehr helle Pigmen­tie­rung an Kopf und Rüssel. Auffallend war zudem ihr rechtes Ohr. Dort fehlte nämlich ein Stück.

Die Karlsruher Elefantendame hatte in den letzten Jahren schon insgesamt drei Umbauten ihres Hauses mitbekommen - noch in diesem Jahr wäre sie in den Genuss einer vierten, viel größeren Anlage gekommen. Das Bauprojekt ist nur ein Teil des Masterplans des Zoos.

WG-Bewohner wechselten oft

Und auch einige Aus- und Einzüge anderer Elefanten machte Rani im Zoo Karlsruhe mit. Aber dieses Kommen und Gehen sei laut Revierleiter Roland Scholz auf keinen Fall negativ für ein Tier wie Rani. Im Gegenteil: Es sei sogar besser für sie.

Dass es ihr trotz ihres hohen Alters sehr gut ging, hätten auch ihre Gewichtszunahmen in den vergangenen Jahren bestätigt. Kleinere altersbedingte Zwischenfälle, wie 2014 als ihr mithilfe von Seilzügen auf die Beine geholfen werden musste, seien zu verschmerzen und nichts anderes wie bei älteren Menschen.

Ihr ganzes Leben über - vor allem jedoch während ihrer wilden Jugend - war die Dickhäuterin immer wieder an außergewöhnlichen Ereignissen beteiligt: Vom Tod der Flusspferde im Nachbargehege 1984 bis hin zum Zoobrand 2010 - sie erlebte alles. So kam es schon in den 1960er Jahre zu einem Unfall im Elefantengehege: Rani drückte mit gerade einmal zehn Jahren einen Pfleger an die Wand. Dieser erlitt dabei Arm- und Rippenbrüche.

Am Samstag ist Rani im Karlsruher Zoo verstorben. Sie hatte sich in der Nacht abgelegt und konnte von alleine nicht mehr aufstehen. Auch die Hilfe der Pfleger führte nicht zum gewünschten Erfolg, ihre Hinterbeine gaben immer wieder nach. Bevor ein Tierarzt sie erlösen konnte, versagte der Kreislauf und sie verstarb.

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  •   prinz-luitpold
    (352 Beiträge)

    25.02.2019 13:53 Uhr
    was wären die Alternativen gewesen?
    Zitat von karlsruher1955 So ein Schwachsinn. 63 Jahre in Gefangenschaft, keine artgerechte Haltung - die es überhaupt nicht gibt -, was für ein Leben.


    Grundsätzlich kann man sicher über das Konzept der Zoohaltung von Tieren diskutieren. Ich hab da selbst ein zwiespältiges Verhältnis dazu. Aber Rani wurde zu einer Zeit in den Zoo gebracht, als derartige Sichtweisen noch Lichtjahre von heutigen, ethischen Überlegungen entfernt waren. Ja, sie war in "Gefangenschaft" - aber sie war in guter Gefangenschaft. Was hättest Du denn gemacht? Sie mit 40 wieder in Indien ausgewildert? Da hätte sie kein Jahr überlebt. Oder sie gleich mit 40 eingeschläfert, weil es "würdevoller" für sie wäre?

    Manchmal muss man ideologische Scheuklappen auch ablegen und ein wenig mehr der Realität entsprechende Gedanken zulassen.

    Für mich ist gestern ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen - Rani war immer da, seit ich ein Kind war. Da fällt mir sonst nur noch die Queen ein....
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  •   karlsruher1955
    (1179 Beiträge)

    25.02.2019 15:03 Uhr
    So so
    sie kam mit 2 Jahren nach Karlsruhe, warum sollte sie denn mit 4o Jahren eingeschläfert werden, gibt es eine gute Gefangenschaft und ich bin auch 63 Jahre alt. Ich weiss-da ich in Asien lebe-, dass es in Asien genug Elefanten gibt, die sich in Freiheit sehr wohl fühlen ohne enge Boxen und Ketten.
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  •   prinz-luitpold
    (352 Beiträge)

    25.02.2019 15:20 Uhr
    Textverständnis
    Versuche doch bitte, meinen Text zu verstehen. Das mit den 40 war eine Zahl, die sich darauf bezog, dass es vielleicht grade mal 25 Jahre oder so her ist, dass man sich ernsthaft Gedanken über Zoo- oder Zirkustiere und deren Lebensbedingungen in Gefangenschaft macht.

    Apropos Gefangenschaft: In Asien gibt es tausende von Elefanten, die unter teils miserablen Bedingungen als Arbeitselefanten oder als Reittiere für Touristen gefangen gehalten werden. In Thailand, Kambodscha, Laos, Indien und in vielen anderen Ländern. Und der Bestand derer, die da noch in Freiheit leben, geht kontinuierlich zurück aufgrund des Lebensraumverlusts.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    25.02.2019 13:48 Uhr
    Ein Karlsruher
    Urgestein. Jeder kannte sie. Machs gut, Große. zwinkern
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  •   karlsruher1955
    (1179 Beiträge)

    25.02.2019 12:45 Uhr
    Bewegende Jahre
    So ein Schwachsinn. 63 Jahre in Gefangenschaft, keine artgerechte Haltung - die es überhaupt nicht gibt -, was für ein Leben.
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