London/Bukarest/Amsterdam EM-Update: Siege für England, Österreich und Niederlande - Spanien und Polen starten am Montag

England feiert ebenso wie Österreich und die Niederlande einen gelungenen EM-Auftakt. Die drei Nationen konnten am Sonntag ihr jeweiliges Auftaktspiel bei der Europameisterschaft für sich entscheiden.

Gareth Southgate hat praktisch alles richtig gemacht. Vor dem erfolgreichen EM-Auftakt der Engländer gegen Kroatien hatte es ein wenig überrascht, dass der Coach der "Three Lions" den Dortmunder Jadon Sancho nicht mal in seinen Kader berufen hatte.

Doch der 21-Jährige wurde beim 1:0-Sieg im Wembley-Stadion nicht vermisst. Den 1:0-Siegtreffer, der den Fußball-Tempel in London für wenige Sekunden erbeben ließ, erzielte stattdessen Raheem Sterling.

Österreich historisch

Das historische Ausmaß des Erfolgs von Bukarest brachte David Alaba ein wenig in Zeitnot. "Ich muss noch duschen", sagte der gut gelaunte Abwehrchef der Österreicher, als die Pressekonferenz nach dem 3:1 (1:1) gegen EM-Neuling Nordmazedonien immer länger andauerte.

Marko Arnautovic (r) von Österreich bejubelt seinen Treffer zum 3:1 mit David Alaba (l) und weiteren Teamkollegen.
Marko Arnautovic (r) von Österreich bejubelt seinen Treffer zum 3:1 mit David Alaba (l) und weiteren Teamkollegen. | Bild: Robert Ghement/POOL EPA/AP/dpa

Mit ihrem ersten Sieg überhaupt bei einer Fußball-Europameisterschaft hielt sich die ÖFB-Auswahl des deutschen Trainers Franco Foda auf der dann eilig angetretenen Reise Richtung Heimat nicht lange auf.

Der Gladbacher Stefan Lainer (18.) hatte die Österreicher in Führung gebracht, Nordmazedoniens Altstar Goran Pandev (28.) schaffte den Ausgleich. Dann trafen die Joker Michael Gregoritsch (78.) und Marko Arnautovic (89.) zum Premierenerfolg. 

Unterhaltsame Partie in Amsterdam

Am Samstagabend trafen sich zum Abschluss des dritten EM-Tages die Niederlande und die Ukraine aufeinander. Beim 3:2 (0:0) in Amsterdam holte die Ukraine in kurzer Zeit einen 0:2-Rückstand auf, ehe die Elftal die Partie doch noch für sich entscheiden konnte.

Gefeierte Niederländer beim Sieg gegen die Ukraine: Wout Weghorst (r).
Gefeierte Niederländer beim Sieg gegen die Ukraine: Wout Weghorst (r). | Bild: Olaf Kraak/EPA Pool/AP/dpa

Georginio Wijnaldum (52.) und der Wolfsburger Wout Weghorst brachten das Team von Bondscoach Frank de Bouer nach der Pause in Führung. Nach dem sehenswerten Anschluss von Andriy Yarmolenko (75.) stellte Roman Yaremchuk vier Minuten später auf 2:2. Der agile Denzel Dumfries konnten fünf Minuten vor dem Ende den Siegtreffer für "Oranje" erzielen. 

Das bringt der Montag

Am heutigen Montag (14. Juni) dürfen sich Fußball-Fans erneut auf drei Partien freuen. Unter anderem greift Polen mit Superstar Robert Lewandowski vom FC Bayern München ins Turnier ein. 

SCHOTTLAND - TSCHECHIEN (15.00 Uhr/Magenta TV)

Nach dem 1:0-Sieg von England gegen Kroatien im Duell der beiden am stärksten eingeschätzten Teams der Gruppe D steht ein Schlüsselspiel um die Achtelfinalchance an. Schottland sehnt den ersten EM-Auftritt seit einem Vierteljahrhundert herbei.

Die Spieler von Schottland jubeln über das EM-Ticket.
Die Spieler von Schottland jubeln über das EM-Ticket. | Bild: Predrag Milosavljevic/XinHua/dpa

"Wir sind aufgeregt und können die Aufregung der Nation spüren", sagte Andy Robertson. "Ich bin sicher, dass die ganze Nation zuschaut." Dagegen ist Tschechien seit 25 Jahren Dauergast bei der Europameisterschaft. "Wir sind bereit für dieses Spiel", sagte Abwehrspieler Jan Boril. "Wir wissen, dass es ein hartes Spiel werden wird - in jeder Hinsicht."

POLEN - SLOWAKEI (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV)

Torjäger Robert Lewandowski hat alle großen Trophäen gewonnen und mit seinem Superjahr 2020 auch die wichtigsten individuellen Pokale abgeräumt. Was dem 32 Jahre alten Superstar noch fehlt, ist ein ganz großer Erfolg mit dem Nationalteam.

Weltfußballer Lewandowski trifft mit Polen auf die Slowakei.
Weltfußballer Lewandowski trifft mit Polen auf die Slowakei. | Bild: Marcin Gadomski/PAP/dpa

Dafür nimmt Lewandowski mit dem Auftaktmatch in St. Petersburg nun den nächsten Anlauf. Ungünstig: Sowohl Krzysztof Piatek als auch Arkadiusz Milik fallen verletzungsbedingt aus, damit fehlt Lewandowski der so wichtige Partner im Sturm.

SPANIEN - SCHWEDEN (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV)

Beide Mannschaften wurden in ihrer Vorbereitung von Coronafällen geplagt. Das Training verlief teilweise im Einzelunterricht. Ausreden suchen aber weder die Spanier noch die Schweden für das Duell in Sevilla. Im Ersatzort für Bilbao, das keine Zuschauergarantie abgeben wollte, wird es heiß.

Hat den Aufbau einer Reserve-Blase begonnen: Spaniens Trainer Luis Enrique.
Hat den Aufbau einer Reserve-Blase begonnen: Spaniens Trainer Luis Enrique. | Bild: Manu Fernandez/AP/dpa

Die Spanier hoffen auf einen kleinen Vorteil, Trainer Luis Enrique ließ seine Mannschaft unter solchen Härte-Bedingungen bei großer Hitze eigens trainieren. Für die Schweden dürfte es nach Temperaturen um die 20 Grad im EM-Camp von Göteborg eine Herausforderung werden.

Nach den Triumphen bei den Europameisterschaften 2008 und 2012 sowie bei der Weltmeisterschaft 2010 wollen die Spanier auch die Flaute der vergangenen Turniere vergessen machen. Enrique setzt dabei auf ein paar erfahrene, aber auch einige neue Kräfte. Für seine Kaderauswahl musste der 51-Jährige allerdings auch Kritik einstecken.

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