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Karlsruhe WM für Karlsruher Wirte: "Der Aufwand hat sich gelohnt"

Während Jogis Jungs in Brasilien das Unmögliche schafften, verfolgten viele Karlsruher das Fußballspektakel beim Public Viewing. Für die Zuschauer ist klar: Diese WM war spitze. Aber wie sehen das die Behörden und die Veranstalter? ka-news hat nachgefragt!

Für viele Zuschauer war diese WM ein einmaliges Erlebnis. Aber welche Bilanz ziehen das Ordnungsamt und die Public-Viewing-Veranstalter?

"Ruhestörungen waren die Ausnahme"

Das Ordnungsamt Karlsruhe war in der gesamten WM im Einsatz. Siegfried Ried, Sachgebietsleiter der Straßenverkehrsstelle beim Ordnungsamt, ist nach der Weltmeisterschaft zufrieden: Rund 80 Genehmigungen für Übertragungen im Freien habe man erteilt. Alles in allem sei das Public Viewing die gesamte WM über friedlich verlaufen. Ried seien lediglich einzelne Ordnungsverstöße bekannt: "Es kam zu vereinzelt zu Sperrzeitverstößen und Beschwerden wegen Ruhestörung", so der Sachgebietsleiter. 

Zudem habe es in der Südstadt einmaligen Vorfall gegeben: Dort hatten Fußgänger eine Straße verstopft. "Als im Außenbereich eines Veranstalters kein Platz mehr war, haben sich die Zuschauer zum Schauen auf den Gehweg und die Fahrbahn gestellt.", erzählt Ried im Gespräch mit ka-news, "Gemessen an der Zahl der Genehmigungen war das wirklich die Ausnahme."

Public Viewing im Wildpark: "Schreiben schwarze Null"

Am Stephanplatz begeisterte das Public Viewing nicht nur Fußballfans, sondern auch die Zuschauer. Nach eigenen Angaben herrschte vor der installierten Leinwand dichtes Gedränge. Dabei habe man den Tagesdurchschnitt verdoppeln können. 

Und auch im Wildparkstadion zieht man eine positive Bilanz. Die Besucherzahl lag dort eigenen Angaben zufolge bei 3.000 bis 5.500 Zuschauern. Beim Finalspiel gegen Argentinien hätten sich sogar rund 7.500 Fußballfans zum gemeinsamen Rudelgucken eingefunden. "Die Stimmung war gigantisch", erzählt Bernhard Gnann, Geschäftsführer des Veranstalters Baden-TV, "Vor allem beim Spiel gegen Brasilien war sie fantastisch. Nur beim Spiel gegen Algerien hatten wir die Befürchtung, dass die Stimmung der Zuschauer wegen der Leistung der deutschen Mannschaft kippt - zu Unrecht, wie wir im Nachhinein festgestellt haben."

Public Viewing - keinesfalls ein Verlustgeschäft: "Es fallen natürlich Kosten für Security, Reinigung, Miete, Gema und dergleichen an", so Gnann, "Aber abzüglich aller Kosten schreiben wir eine schwarze Null."  

Public Viewing: "Finanzielles Risiko ist enorm"

Im Barco, dem Café am K., ist man nicht ganz so euphorisch. Hier lagen die Gesamtkosten während der WM nach eigenen Angaben bei etwa 35.000 bis 40.000 Euro. "Das finanzielle Risiko ist bei solchen Veranstaltungen enorm", erklärt Inhaber Wolfram Lang, "Da muss man auch Verluste, wie zum Beispiel bei schlechtem Wetter, einkalkulieren." 

Auf der einen Seite herrschte vor allem bei den Deutschlandspielen "eine super Stimmung". Gleichzeitig sei das Public Viewing als Veranstaltung im Freien auch mit Vorgaben verschiedener Behörden verbunden. Hinzu kämen erhöhte Kosten durch Leinwand, Miete und zusätzlichem Personal.  

"Der Aufwand ist also hoch", so Lang, "Aber er hat sich bei dieser WM nur bei den Deutschlandspielen gelohnt." Daher ist noch nicht sicher, ob es auch bei der kommenden Europa- oder Weltmeisterschaft noch Public Viewing im Barco geben wird. Ausschließen möchte der Inhaber das zu diesem Zeitpunkt nicht. "Wir haben bereits dreimal Public Viewing bei uns veranstaltet", so Lang, "Aber ob es eine vierte Auflage geben wird, ist momentan noch nicht zu 100 Prozent sicher." 

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  •   moses
    (142 Beiträge)

    17.07.2014 09:12 Uhr
    ???
    Wie Nazifussballfans? James erkläre mir das bitte? Vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    17.07.2014 13:09 Uhr
    Hast du
    denn die letzten drei Tage gar nichts mitbekommen? Oder vor und während der WM? Diese ganzen Trottel die Fähnchen abreissen, eine Mahnwache aufstellen wenn jemand Deutschland ruft, pausenlos von Nationalismus faseln und allen Fans der deutschen Nationalmannschaft mehr oder weniger direkt die Nähe zu Nazis unterstellen.
    So schlimm wie dieses Mal war das noch nie.

    Dann noch die Sache mit dem Gauchotanz, als sich die komplette linke Journaille berufen sah ausufernde Empörungsartikel zu schreiben. Der Verlierer sei verhöhnt worden, was bei der deutschen Nazimannschaft natürlich doppelt so schlimm ist. Wenn die Türkei gewonnen hätte und beim Feiern deutsche Fahnen angezündet hätten - du hättest nicht eine Silbe darüber gelesen und einer gewisse Claudia Roth wären vor Verzückung die Tränen gekommen.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    17.07.2014 13:14 Uhr
    Weiter:
    Dieser ganze Affenzirkus hat zwar mir persönlich die Freude nicht verdorben, er hat aber deutlich aufgezeigt wo bei uns im Land die Reise hingeht. Und das gefällt mir gar nicht. Diese kadavermässige politische Korrektheit, dieses ständige Mahnen und Moralisieren.
    Und dann hintenrum Wein saufen. Kennen wir ja.

    Mein Eingangskommentar war also rein zynisch auf dieses Thema bezogen und greift natürlich nicht irgendwelche Wirte an.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    17.07.2014 01:12 Uhr
    Ekelhaft,
    wie sich die Wirte zum Erfüllungsgehilfen der Nazifussballfans machen und auch noch Profit daraus schlagen.

    Wo bleiben da Anstand und Moral?
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  •   candyman
    (7188 Beiträge)

    17.07.2014 09:37 Uhr
    So gehn die Nazis, ja die Nazis die gehn so:


    Es ist eine Frechheit, was die deutsche Fußballnationalmannschaft sich geleistet hat! Das sind alles Rassisten oder Nazis. Alle! ALLE! Oder beides! Nazifaschisten wahrscheinlich. Unsportlich, chauvinistisch, vielleicht sogar über-arisch! Besonders dieser Boateng!

    Daher trete ich beherzt dafür ein, dass diesen Nazifußballfaschisten SOFORT der Titel entzogen wird. Und damit ihre Gesinnung klar wird, müssen sie beim kommenden Argentinienspiel allesamt im Stechschritt kicken. Wie oben auf dem Bild.

    Und die Nazifußballwirte - sofort in den Knast! Geht gar nicht. Auch die Fans, einsperren. Wir brauchen wieder einen Nürnberger Prozess, und dieser Löw ganz vorneweg, der hat seine Jungs nicht im Griff.

    Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass alle Deutschen immer noch Nazis sind! Deutschland verbieten! Oder noch besser, sprengen!

    ---------------

    Meine Damen und Herren, sie lasen den Pressespiegel vom 16.07.2014.
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