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Karlsruhe Drei Plätze, 80 Buden und 2G: So kehrt der Karlsruher Weihnachtsmarkt am Montag aus der Corona-Pause zurück

Viele Städte haben ihn abgesagt, doch Karlsruhe bleibt am Ball. Inmitten der Corona-Pandemie wird der Karlsruher Christkindlesmarkt am 22. November trotz steigender Corona-Zahlen nach einem Jahr Zwangspause wieder seine Pforten öffnen. Allerdings nur für Geimpfte und Genesene. Doch was ist überhaupt geplant, wie wird das kontrolliert und dürfen die Buden auch wirklich bis zum 23. Dezember stehen bleiben? Diese und andere Fragen beantworteten der Geschäftsführer der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME), Martin Wacker, Marktamt-Chef Armin Baumbusch, Susanne Filder vom Schaustellerverband, Frank Theurer von der City-Initiative Karlsruhe (CIK) und Karlsruhes erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Für viele unverständlich, für andere ein Stück weit Normalität und ein "Muss" für die Vorweihnachtszeit. Dass der Karlsruher Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden wird, ist nun niet-und nagelfest. Rund 60 Akteure aus Kultur, Wirtschaft, Freizeit und Kirchen haben über ein Jahr lang daran gearbeitet, trotz Pandemie wieder eine "Weihnachtsstadt Karlsruhe" entstehen zu lassen. Koordiniert wurde das Projekt von der KME. 

Ab dem 22. November findet wieder der Karlsruher Christkindlesmarkt statt. | Bild: Thomas Riedel

So wurden insgesamt 80 Buden aufgestellt, die sich in einen zugangskontrollierten 2G-Bereich (St. Stephansplatz und Friedrichsplatz) und einen teilweise frei zugänglichen Bereich am Marktplatz arrangieren. Das heißt: Auch Ungeimpfte können einige Stände besuchen. Trotz aller Vorplanungen hat der Karlsruher Weihnachtsmarkt dennoch Absagen hinnehmen müssen. 

"Gäste können sich an Regeln halten"

"20 Beschicker haben uns abgesagt. Auch das Riesenrad wird es dieses Jahr nicht geben. Denn das hängt im italienischen Zoll fest", erzählt Luczak-Schwarz auf der Pressekonferenz, die auf der Tribüne des "Karls Ruhe Plätzle" stattfand. Dies habe aber den Vorteil, dass der verfügbare Platz wiederum den Corona-Abstandsregeln zugutekomme. Ein Zaun um die kontrollierten Bereiche soll wiederum vor unbefugtem Zutritt schützen. Auch die klassischen Regelungen wie Maskenpflicht, Abstand und Co. sollen auf dem Weihnachtsmarkt gelten. Sogar ein Testzentrum soll es vor Ort geben. 

Zäune grenzen den 2G Bereich ab. | Bild: Thomas Riedel

"Ich denke, das Konzept ist gut. Mit einem Zaun, mit 2G und mit Kontrolle und ich hoffe, dass wir es auch so bis zum 23. Dezember durchführen können", so Luczak-Schwarz weiter. Daraufhin ergänzt Martin Wacker, Geschäftsführer der KME: "Die Gäste können sich an Regeln halten. Das haben wir zum Beispiel beim Stadtfest gesehen. Die Menschen sind an der Situation gewachsen."

Martin Wacker, Geschäftsführer der KME, und die erste Bürgermeisterin, Gabriele Luczak-Schwarz. | Bild: Thomas Riedel

Besonderes Highlight: Ab dem 13. Dezember - pünktlich zur Fertigstellung der Kombi-Lösung - können Stadtbesucher erstmals eine bahnfreie Innenstadt erleben. Unter anderem plant die KME hier "als Abschied" nochmal die historischen Bahnen fahren zu lassen. 

Schausteller fänden 2G+ Modell "fatal"

Ob der Weihnachtsmarkt jedoch bis zum Ende stehen bleiben darf, stehe noch in den Sternen. "Wir sind optimistisch, aber eine Garantie darauf können wir nicht geben", erläutert Armin Baumbusch auf Nachfrage von ka-news.de. Auch eine Überfüllung des Weihnachtsmarktes halten die Verantwortlichen für unwahrscheinlich. "Ich bin überzeugt, dass der eine oder andere daheimbleiben wird. Außerdem haben wir so viel Sicherheitspersonal und sind so weitläufig, dass die Menschen sich gut verteilen können."

Extra eingerichtete Anstellflächen auf der Erbprinzenstraße und der Lammstraße sollen außerdem die Schlangen vor dem Einlass regulieren. Aus diesem Grund bleibt dieses Jahr auch die dort verlaufende Fahrradstraße frei. Darum sollten Fahrradfahrer diesen Bereich zwischen dem 22. November und dem 23. Dezember umfahren. 

Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe.
Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe. | Bild: Thomas Riedel

Ein Problem bleibt jedoch ungeklärt. Nach dem gestrigen Bund-und-Länder-Treffen soll künftig ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 6 das 2G+ Modell gelten. Doch damit sind die Schausteller nicht einverstanden. "2G+ wäre für uns fatal", macht Susanne Filder klar. "Erst anstellen zum Testen, danach anstellen zum Registrieren, ich glaube, da  würden wir unseren Gästen zu viel abverlangen." Ob die Beschicker dann trotzdem ihre Stände weiterführen würden, sofern das 2G+ Modell doch zum Einsatz käme, beantwortet Filder allerdings nicht. 

Alle Bilder zur Pressekonferenz als Galerie:

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Kommentare (13)
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  •   Kiwi
    (647 Beiträge)

    21.11.2021 17:21 Uhr
    Weihnachtsmarkt
    Warum dieser Tam-Tam um den Weihnachtsmarkt?
    Ohne Glühwein u.a. kann ich leben – mit Corinchen dürfte es schon schwieriger werden, wenn dann in einigen Tagen noch der Wunsch dazu kommt
    „hoffentlich gibt es wieder einmal eine „Weiße Weihnacht“
    Aber bei der Heizkostenabrechnung heulen.
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  •   dope
    (101 Beiträge)

    21.11.2021 10:03 Uhr
    was für ein schmutz....
    entwerder richtig ohne beschränkungen für irgendwen oder gar nicht. einfach wieder einpacken das ganze.
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  •   Ökovisor
    (52 Beiträge)

    21.11.2021 09:35 Uhr
    Ein Weihnachtsmarkt der keiner ist.
    Weihnachtsmärkte mit maskierten Gesichtern, verschiedene, diskriminierende Zugänge. Wer tut sich soetwas an?
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  •   ALFPFIN
    (7846 Beiträge)

    19.11.2021 19:29 Uhr
    Freizugängliche Bereiche
    für Ungeimpfte, stehen da Kontrolleure, nehmen die Personalien auf, damit die Ungeimpften dann an die Stände gehen können, um ihre Bratwurscht zu kaufen. Die Geimpften sollten aber doch einen Sicherheitsabstand wahren, nach den neuesten Verlautbarungen unserer Politiker. Gut die bekommen dann ihre Bratwurscht zugeworfen, bei Einhaltung des Sicherheitsabstandes versteht sich. 😉

    Also ich lasse es, meine Bratwurst und der Glühwein wird in meiner für mich freizugänglichen Küche zubereitet.
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  •   Arrows
    (166 Beiträge)

    19.11.2021 15:56 Uhr
    Dicht machen? Warum?
    Wer Angst hat, bleibt Zuhause. Wer hin will, die G's beachten und viel Spaß.
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  •   myopinions
    (1275 Beiträge)

    19.11.2021 15:37 Uhr
    .................frei zugängliche
    Bereiche. Was für ein kontraproduktiver Schwachsinn!
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  •   Gevatter
    (697 Beiträge)

    19.11.2021 15:06 Uhr
    Macht dicht.
    So hart wie dies jetzt ist.
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  •   staffi
    (51 Beiträge)

    19.11.2021 15:32 Uhr
    genau....,
    da steht dann das Personal und kontrolliert und fehlt dann zur Kontrolle im ÖPNV
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  •   Gevatter
    (697 Beiträge)

    19.11.2021 15:43 Uhr
    Meine mit dichtmachen
    Absage, da fehlt kein Personal für andere Zwecke.
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  •   staffi
    (51 Beiträge)

    19.11.2021 15:53 Uhr
    ich hatte...
    .. das auch so verstanden wie du das meinst, wollte nur aufzeigen was für Probleme der Weihnachtsmarkt, wenn er stattfindet noch macht.

    ps. ich halte Weihnachtsmärkte eh für dummzeuch, denn da gibts nur überteuerten tünev und schlechten teueren Glühwein, und die meisten die den Markt vermissen gehen nur dort hin um nachfeieraben deinen saufen zukönnen und sie stören Paketboten und lieferfahrer bei ihrer schon nervigen arbeit weil die buden und besucher meistens im weg stehen
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